Glücksspiel-Wochenrückblick: GGL-Warnung, Leichtathletik-EM 2026 & Beschwerdeportal in Italien

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  • Die GGL hat in dieser Woche eine Pressemeldung mit einer Warnung vor Gesellschaftswetten und Prognosemärkten veröffentlicht.
  • Die deutschen Athletinnen und Athleten sorgen bei der Leichtathletik-EM 2026 für Schlagzeilen.
  • Im September 2026 wird in Italien ein zentrales Beschwerdeportal für Online-Glücksspiel eingeführt.
Ein Mann beobachtet das Wetter. Läuferinnen springen über Hürden. Ein Mann füllt ein Formular aus.

Was war diese Woche rund um Glücksspiel und Sportwetten wichtig? Das erfahrt ihr hier! © OnlineCasinosDeutschland.com/ChatGPT

Rechtliche Risiken: GGL warnt vor Gesellschaftswetten & Prognosemärkten

Die GGL (Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder) hat am Donnerstag, dem 13. August 2026, eine Pressemeldung veröffentlicht. Darin stellt sie klar, dass Gesellschaftswetten und Prognosemärkte in Deutschland nicht erlaubnisfähig sind. Das bedeutet, dass sie nicht legal angeboten werden können, da die GGL keine Lizenzen dafür vergibt.

Doch worum geht es überhaupt genau? Bei Gesellschaftswetten werden Wetten auf den Ausgang gesellschaftlicher, politischer, wirtschaftlicher oder sonstiger Ereignisse platziert. Dabei kann es sich zum Beispiel um das Wetter, eine politische Wahl oder auch TV-Shows handeln. Das ist in Deutschland verboten, denn der Glücksspielstaatsvertrag regelt, dass ausschließlich Sportwetten erlaubt sind.

Wer in Deutschland an Gesellschaftswetten teilnimmt, kann sich strafbar machen. Auch das Anbieten solcher Wetten ist untersagt. Maßgebend ist, ob sich das Angebot an ein Publikum in Deutschland richtet und dort zugänglich ist.

Gesellschaftswetten und Prognosemärkte sind immer wieder das Thema von Diskussionen. Die GGL hat deshalb einen FAQ-Bereich eingerichtet, in dem Spieler und Anbieter weitere Informationen finden. Wir fassen die drei wichtigsten Fragen und Antworten für euch zusammen:

  • Wieso sind Gesellschaftswetten in Deutschland verboten? Gesellschaftswetten sind in Deutschland verboten, da sie ein hohes Risiko für Manipulationen haben. Die Ereignisse können potenziell beeinflusst werden, sind nur schwer überprüfbar oder nicht neutral auswertbar. Das Betrugsrisiko ist deshalb hoch.
  • Welche Risiken birgt die Teilnahme an Gesellschaftswetten? Ihr habt keinen rechtlichen Schutz, wenn ihr an Gesellschaftswetten teilnehmt. Eure Gewinne könnten zum Beispiel einfach einbehalten werden. Es könnte außerdem zu Manipulationen oder sogar zu Strafverfolgung kommen. Da der Spielerschutz oftmals unzureichend ist, steigt auch die Suchtgefahr.
  • Wie geht die GGL gegen illegale Gesellschaftswetten vor? Die GGL geht gezielt gegen illegale Wettanbieter vor. Sie meldet Strafbarkeiten an die Staatsanwaltschaft und leitet außerdem Untersagungsverfahren bzw. Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Auch Netzsperren und Zahlungsuntersagungen sind effektive Maßnahmen gegen illegale Anbieter.

Leichtathletik-EM 2026: Wirbel um deutsche Athletinnen & Athleten

Anfang der Woche ist die Leichtathletik-EM 2026 im englischen Birmingham gestartet. Seitdem hat es viel Jubel, Tränen und kuriose Szenen gegeben. Insbesondere der Donnerstag hatte es in sich.

Alle Augen waren auf den Zehnkampf gerichtet. Der Wettkampf ist für viele Zuschauer besonders interessant. Mit Leo Neugebauer (26) und Niklas Kaul (28) gingen außerdem zwei starke Deutsche an den Start. Bei der achten Disziplin, dem Stabhochsprung, gab es eine unglaubliche Panne.

Die Athleten sollten eigentlich über eine Höhe von 4,80 m springen. Der Wettkampfrichter hatte anscheinend versehentlich nur 4,70 m aufgelegt. Die komplette Gruppe musste ihre Sprünge also wiederholen – und das bei über 30 °C in der prallen Mittagssonne. Beim Sprung von Leo Neugebauer kam es dann wieder zu einer Panne, weil die Latte, die nach vorne und hinten verschoben werden kann, nicht richtig eingestellt war.

Am Abend fiel dann die Entscheidung, wer Europameister im Zehnkampf wird. Leo Neugebauer war auf klarem Gold-Kurs, als ihm beim Endspurt über 400 m die Puste ausging. Neugebauer gewann trotzdem mit 38 Punkten Vorsprung die Goldmedaille. Niklas Kaul sicherte sich auf Platz zwei die Silbermedaille.

Auch bei den deutschen Läuferinnen gab es gestern große Aufregung. Gesa Krause (34) hat die Goldmedaille im 3.000-Meter-Hindernislauf gewonnen. Für Krause ist es der dritte EM-Titel und sie zeigte sich nach dem Wettkampf stolz auf ihre Leistung:

„Es ist eine unfassbar lange Zeit zwischen diesen beiden Meisterschaften und ich hatte so viele Höhen und Tiefen dazwischen. Ich bin einfach stolz, dass ich noch einmal Gold gewinnen konnte und auch ein bisschen stolz auf mein Lebenswerk.“Gesa Krause, Europameisterin im 3.000-Meter-Hindernislauf, Sportschau

Während Krause sich über ihren Sieg freute, verlief das Rennen für Lea Meyer (28) enttäuschend. Sie war auf Medaillenkurs, stürzte aber in der letzten Runde auf dem Wassergraben. Nach dem Rennen gab Meyer ein emotionales Interview, in dem sie nicht nur über sich selbst, sondern auch über die anderen deutschen Läuferinnen schimpfte. Inzwischen hat sie sich dafür entschuldigt.

Finanzspritze für den FC Bayern München?

Obwohl die Bundesligasaison 26/27 noch gar nicht losgegangen ist, sorgen die Bayern schon wieder für Gesprächsstoff. Wie am Donnerstagabend bekannt wurde, will der Verein 5 % der FC Bayern München AG verkaufen.

Zum Hintergrund für euch: Der Verein würde damit immer noch 70 % der Anteile halten. Aktuell gibt es mit Adidas, Audi und Allianz drei Anteilseigner, die jeweils 8,33 % der AG halten.

Als vierter Anteilseigner soll der Weltkonzern Viessmann im Gespräch sein. Angeblich will das Unternehmen für 250 Millionen Euro 5 % der Anteile an der FC Bayern München AG erwerben. Dafür bräuchte der Verein nicht die Zustimmung seiner Mitglieder. Erst ab 30 % ist eine Zweidrittelmehrheit nötig.

Viessmann, ein deutsches Unternehmen für Heiztechnik, arbeitet bereits seit 2018 mit dem FCB zusammen. Seit der Saison 21/22 ist Viessmann außerdem Partner der Bayern-Frauen.

Der Einstieg von Viessmann bei den Bayern käme also nicht ganz überraschend. Wichtig zu wissen: Max Viessmann, CEO der Viessmann Generations Group, ist Teil des Verwaltungsbeirats des FC Bayern. Durch die Investition würde die enge Zusammenarbeit der letzten Jahre weiter vertieft werden.

Italien: Beschwerdeportal für Online-Glücksspiel startet im September

Am 10. September wird in Italien ein zentrales Beschwerdeportal für Online-Glücksspiel veröffentlicht. Es trägt den Namen Portale delle segnalazioni und wurde von der ADM (Behörde für Zoll-, Verbrauchersteuer- und Staatsmonopolverwaltung) ins Leben gerufen.

Spielerinnen und Spieler können sich bei Streitigkeiten mit einem Anbieter künftig an das Portal wenden. Zunächst müssen sich Nutzerinnen und Nutzer über die elektronischen Identitätssysteme SPID oder CIE anmelden. Dadurch soll Missbrauch verhindert werden.

Screenshot des Beschwerdeportals für Online-Glücksspiel.

Spielerinnen und Spieler sollen Konflikte über das Portal künftig leichter klären können. © AGCOM

Anschließend können sie den Fall schildern. Der Anbieter hat dann 72 Arbeitsstunden Zeit, sich zu dem Fall zu äußern. Kann eine Einigung gefunden werden, wird der Fall geschlossen. Ist das nicht der Fall, wird der Konflikt an die Regulierungsbehörde weitergegeben. Diese soll dann kurzfristig eine Entscheidung fällen. Diese ist dann endgültig und der Fall kann nicht erneut eingereicht werden.

Das Portal wird vor allem für Anbieter Veränderungen mit sich bringen. Sie müssen zukünftig innerhalb der festen Frist von 72 Arbeitsstunden reagieren. Dementsprechend müssen auch die internen Prozesse bei Anbietern von Online-Glücksspiel angepasst werden.

In Deutschland gibt es ein solches Beschwerdeportal mit festen Antwortfristen nicht. Die italienische Lösung könnte also auch für den deutschen Markt als Vorbild dienen.

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