Kambi: Positive H1-Bilanz durch US-Geschäft

Der auf Malta lizenzierte Sportwettanbieter Kambi kann in den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 einen Umsatzanstieg von 25,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Besonders durch seine US-Expansionen konnte der Buchmacher signifikante Zuwachsraten erzielen. Auf dem frisch-legalisierten Online-Wettmarkt Pennsylvania, wo der Anbieter gleich drei Sportwett-Partnerschaften besiegelt hat, läuft es derweil besonders gut. Hier die wichtigsten Entwicklungen.

Das State Capitol in Harrisburg, Pennsylvania.

Das State Capitol in Harrisburg, Pennsylvania. Seit Juli steht der Markt auch Online Casinos offen. (©Wikipedia)

Wachstum auf ganzer Linie

Der Sportwettanbieter Kambi hat seine H1-Ergebnisse veröffentlicht und präsentiert damit einen robusten Umsatzanstieg von 25,3 Prozent auf 42,6 Mio. Euro. Bereits zum zweiten Quartal war der Umsatz im Vorjahresvergleich um 22,7 Prozent auf 21,6 Mio. Euro gestiegen. Kambi profitierte an dieser Stelle vor allem durch seine Expansionen auf dem Online-Wettmarkt des US-Bundestaates Pennsylvania, wo der Anbieter in den ersten drei Monaten des Jahres gleich drei Sportwett-Deals unter Dach und Fach gebracht hat. Im Rahmen der Veröffentlichung wurden weitere interessante betriebliche Entwicklungen preisgegeben.

Bis zum 30. Juni stiegen Kambis Personalaufwendungen demnach um 32,8 Prozent auf 16,9 Mio. Euro, wobei die Mitarbeiterzahl des Anbieters auf 771 Vollzeitkräfte anstieg. Die Abschreibungen stiegen um 12,9 Prozent auf 4,6 Mio. Euro, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen auf rund 16 Mio. Euro. Das operative Ergebnis lag somit bei 5,1 Mio. Euro, ein Anstieg um 17,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach der Zahlung von 1,3 Mio. Euro Ertragsteuer beträgt der Gewinn im ersten Halbjahr 3,6 Mio. Euro, was wiederum ein Plus von 11,2 Prozent im H1-Vergleich markiert.

„Fantastisches Portfolio von Partnern“

Schon seit 2018 ist Kambi zudem in New Jersey aktiv – der Staat hatte die bundesweite PAPSA-Aufhebung im Mai letzten Jahres maßgeblich mitvorangetrieben. Hier besteht für Kambi seitdem ein Deal für die PlaySugarHouse.com-Seite des US-Betreibers Rush Street. Seit Anfang des Jahres ist das Angebot nun auch Pennsylvania zugänglich.

Kambi lieferte zudem auch die passende Sportwett-Software für die zwei weiteren Rush Street-Marken, BetRivers.com und RushStreet.com. Dazu besteht seit Januar ein Deal mit dem Parx Casino. Das von Greenwood Gaming & Entertainment (Philadelphia) betriebene Etablissement ist das größte Casino Resort des Landes. Zu den erfolgreichen Übersee-Geschäften äußerte sich jüngst Kambi-CEO Kristian Nylén, der in diesem Kontext vor allem die künftigen Chancen auf dem schätzungsweise milliardenschweren US-Sportwettmarkt in den Vordergrund stellte. Im Zitat hieß es:

“Der oberste US-Gerichtshof hat im zweiten Quartal letzten Jahres entschieden, das bundesweite Sportwettverbot der USA aufzuheben, ein Urteil, von dem ich damals sagte, dass es erhebliche Geschäftsmöglichkeiten für Kambi schaffen würde. Im Rückblick auf die letzten 12 Monate bin ich stolz darauf, dass wir ein robustes US-Geschäft mit einem fantastischen Portfolio von Partnern aufgebaut haben und ich habe weiterhin großes Vertrauen in unsere Zukunftsaussichten.”

Weitere Expansionen geplant

Seit der Legalisierung obliegt die Sportwettregulierung in den USA den einzelnen Ländern. Eine ganze Reihe an US-Staaten hat seine Gesetze indessen bereits angepasst und Sportwetten erfolgreich legalisiert – unter anderem Nevada, New Jersey Pennsylvania, Mississippi, Connecticut, West Virginia und Montana – und immer mehr Staaten schließen sich dem Trend an: Erst vergangene Woche wurde in New York eine entsprechende Gesetzesnovelle in Kraft gesetzt. Im April wurden zudem Legalisierungsprozesse in Colorado und Iowa in Gang gesetzt. Kambi-Geschäftsführer Nylén will diesen Trend ausnutzen und strebt weitere Expansionen an, diesbezüglich heißt es im Wortlaut:

“Mit der in den kommenden Jahren stetig wachsenden Zahl neuregulierter Staaten werden auch die attraktiven Möglichkeiten am Markt zunehmen. Die Tatsache, dass Kambi seine Lieferfähigkeit in den USA bereits bewiesen hat, versetzt uns in eine gute Position, um uns die besten dieser Möglichkeiten, in Verbindung mit laufenden Investitionen, zu sichern.”

Deal mit Mohegan Sun im April

Abseits von Pennsylvania ist Kambi bereits im April einen Sportwett-Deal mit Mohegan Sun im 3,6 Mio. Einwohner zählenden Bundesstaat Connecticut eingegangen. Der europäische Anbieter wird für das indigene Casinounternehmen sowohl ein Online Sportbuch einrichten als auch ein landbasiertes Sportwettprogramm im Mohegan Sun Casino Resort in Uncasville. Im Übrigen war Kambi schon vor der Legalisierung in dem Casino aktiv und bot den Kunden dort kostenlose Free-to-Play-Wetten an.

Die Spieler erhielten somit die Möglichkeit, sich mit den Produkte vertraut zu machen, bevor die Möglichkeit mit Echtgeld zu spielen gegen Ende des zweiten Quartals eingeführt wurde. Dass der Anbieter in anderen potenziellen Sportwett-Staaten in Zukunft ähnlich verfahren wird, ist laut Nylén wahrscheinlich. „Es bleibt eine aufregende Zeit für Kambi und ich freue mich darauf, zu sehen, was die zweite Jahreshälfte bringt“, so das Kredo des Geschäftsführers. Die weiteren Entwicklungen bleiben vorerst abzuwarten.

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