Spielbank Berlin im Kampf gegen HIV

Die Spielbank Berlin hat bekannt gegeben, die Selbsthilfeorganisation House of Queer Sisters, ein Verein der Menschen mit HIV/Aids unterstützt, mit einem Scheck im Wert von 4.500 Euro zu fördern. Das Etablissement am Potsdamer Platz ist für seine großzügigen Spenden an gemeinnützige Organisationen bekannt. Binnen letzter Monate kam es zu einer Vielzahl an vergleichbaren Aktionen. Hier ein Überblick zum Geschehen.

Eine Scheckübergabe der Spielbank Berlin.

Der Spielbank-Chef Gerhard Wilhelm (l.) bei der Scheckübergabe an den Verein House of Queer Sisters. (©Spielbank Berlin)

Differenzierter Umgang mit HIV

„Für die Umsetzung unserer wichtigen Aufgaben sind wir auf jede Hilfe angewiesen“, so das Statement von Sister Mary Clarence im Rahmen der 4.500 Euro schweren Scheckübergabe durch den Spielbank-Chef Gerhard Wilhelm. Dieser hatte Clarence beim Wort genommen und gab im Rahmen der Feierlichkeiten an, dass die Spielbank Berlin den gemeinnützigen Verein auch in den kommenden Jahren als neuer Partner unterstützen will. Als Förderer ist die Spielbank Berlin in diesem Zusammenhang auch schon für die Berliner Aids-Hilf aktiv. Dass das Thema HIV Wilhelm am Herzen liegt, steht außer Zweifel. Der Geschäftsführer kommentierte:

“Die Spielbank Berlin versteht sich seit ihrer Gründung als ein verlässlicher und verantwortungsbewusster Partner unserer Stadt – in all ihren Facetten. Daher ist es uns ein besonderes Anliegen, den Verein House of Queer Sisters zu unterstützen und uns mit den Zielen und Aufgaben des Vereins aufs höchste zu solidarisieren. Wir wünschen House of Queer Sisters e.V. weiterhin viel Erfolg und freuen uns auf die Partnerschaft mit dieser wichtigen Einrichtung.”

Die 2013 gegründete Organisation House of Queer Sisters ist sowohl in der Behinderten- und Flüchtlingshilfe als auch im Bereich der Völkerverständigung tätig, hier werden unter anderem Beratungs- und Bildungsprogramme zum Thema Menschenrechte durchgeführt. Darüber hinaus setzt sich der Verein als Selbsthilfeorganisation für HIV-Positive und Aidskranke ein und fungiert in diesem Kontext als Anlaufstelle für sämtliche Fragen, die im Rahmen einer HIV-Erkrankung anfallen. Etwaige Beratungen können an dieser Stelle von Betroffenen und Angehörigen gleichermaßen genutzt werden. Obendrein ist der Verein für seine Charity-Veranstaltungen bekannt, auf denen werden jährlich etliche neue Partnerschaften zur Prävention von HIV geschlossen.

Stigmatisierung der Betroffenen

Außerdem werden Spenden für eine Vielzahl von Projekten gesammelt, die zu einem positiveren Umgang mit der Krankheit führen sollen. Ziel sei es laut Clarence „Menschen mit HIV/Aids zu ermutigen, sich mit den Aspekten des langfristigen Erhalts ihrer Gesundheit zu beschäftigen“. Somit werde den Betroffenen ein differenzierter Umgang sowie eine informierte Haltung in Bezug auf ein Leben mit HIV und anderweitigen sexuell übertragbaren Erkrankungen ermöglicht. Der Stigmatisierung und Diskriminierung Aids-kranker Menschen wolle man damit „solidarisch und geschlossen“ entgegentreten. Clarence hierzu im Wortlaut:

“HIV und Aids – und ganz besonders der Umgang damit – sowohl durch die Betroffenen selbst als auch durch ihr Umfeld – ist nach wie vor ein wichtiges soziales Thema. Wir setzen auf Aufklärung, aber auch auf ganz konkrete Hilfe für die Menschen. Dabei sind im House of Queer Sisters e.V. alle Mitglieder ehrenamtlich tätig. Wir danken der Spielbank Berlin für die großzügige Unterstützung und das Bekenntnis zu unseren Anliegen und freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit.”

Spielbank als Förderpartner

Dass sich die Spielbank Berlin regelmäßig als großzügiger Förderer der deutschen Hauptstadt präsentiert, ist kein Geheimnis: Seit vielen Jahren werden sowohl kulturelle und soziale Initiativen als auch sportliche Events von dem 1975 eröffneten Unternehmen unterstützt. Zu diesem Zweck steht in der Spielbank eigens ein „Fördertopf“ für seine Beiratsmitglieder bereit – diese sind dauerhaft dazu angehalten, neue Projekte, Vereine und Organisationen ausfindig zu machen. Auf diesem Weg wurden allein in den letzten sechs Monaten mehr als 50.000 Euro für den guten Zweck generiert.

Seit letzten Mai setzt sich die Spielbank zum Beispiel auch gegen homophobe Gewalt ein. Unterstützt wird die Berliner Anti-Gewalt-Initiative MANEO, ein erster Scheck im Wert von 5.000 Euro wurde von niemand geringerem als Klaus Wowereit überreicht. Als Beiratsmitglied der Spielbank erhielt der ehemalige Berliner Bürgermeister (SPD) für die Aktion viel Zuspruch vonseiten der Öffentlichkeit. Wowereit hatte sich 2001 auf einem Sonderparteitag der SPD selbst als homosexuell geoutet. „Leider ist Gewalt gegen Schwule, Bisexuelle, Lesben und Transgender immer noch ein alltägliches Problem“, so das Kredo des inzwischen 65-jährigen Politikers.

Erst Anfang September hatte sich die Spielbank Berlin zudem erneut als Sponsor der ISTAF 2019 präsentiert: Das Berliner Leichtathletikevent zählt zu den größten seiner Art und gilt für internationale Athleten als Generalprobe für die Leichtathletik-WM. Auch in diesem Jahr waren über 50.000 Menschen im Berliner Olympiastadion zu Gast. Aufgrund der langen Tradition des bereits 1921 erstmals ausgetragenen Events, genieße die Veranstaltung laut Wilhelm auch bei der Spielbank einen „hohen Stellenwert“. In Zukunft dürfen weitere interessante Förderaktionen vonseiten der Spielbank erwartet werden.

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