Glücksspiel Wochenrückblick: Wendepunkt für deutsches Glücksspiel, OASIS-Zahlen & eingefrorenes Tether-Geld
- Bis Ende 2026 muss eine Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags erfolgen.
- Das Regierungspräsidium Darmstadt hat Zahlen zu den OASIS-Abfragen im Jahr 2025 veröffentlicht.
- 544 Mio. US-Dollar wurden in der Türkei von Tether eingefroren, da der Verdacht auf illegales Glücksspiel besteht.

Auch in dieser Woche erwarten euch in unserem Glücksspiel Wochenrückblick spannende Themen. © OnlineCasinosDeutschland.com/ Nano Banana
Verpflichtende Evaluierung: Wird 2026 der Wendepunkt für den Glücksspielstaatsvertrag?
Der Glücksspielstaatsvertrag regelt seit seinem Inkrafttreten im Jahr 2021 den deutschen Glücksspielmarkt. Der Vertrag schreibt für das Jahr 2026 eine Evaluierung vor.
Bis zum 31. Dezember 2026 muss evaluiert werden, ob die gesetzten Ziele erfüllt werden. Zentrale Punkte sind beispielsweise die Regulierung des Glücksspiels und die Eindämmung von illegalem Glücksspiel.
Im Rahmen der Evaluierung soll aber nicht nur Bilanz gezogen werden. Sie soll die Weichen für die zukünftige Ausrichtung des Glücksspielvertrags stellen. Denn es ist durchaus denkbar, dass auf Grundlage der Evaluierung Anpassungen vorgenommen werden. Diese könnten einen erheblichen Einfluss auf den legalen Glücksspielmarkt in Deutschland haben.
Experten rechnen damit, dass vor allem die Glücksspielwerbung ein Streitpunkt werden könnte. Der Glücksspielstaatsvertrag regelt, unter welchen Bedingungen lizenzierte Anbieter ihr Angebot bewerben dürfen. Im Rahmen der Evaluierung soll geprüft werden, ob die aktuell geltenden Vorschriften ausreichend sind.
Auch das Überwachungssystem LUGAS dürfte diskutiert werden. Denn Experten merken seit Jahren an, dass es Verbesserungspotenzial gebe. Das Spielersperrsystem OASIS wird hingegen als ausgereift angesehen und dürfte im Rahmen der Evaluierung eher wenig Beachtung finden.
Rechtlich gesehen, ist der Glücksspielstaatsvertrag bis zum Jahr 2028 gültig. Anpassungen sind jedoch schon früher möglich.
5,2 Milliarden Abfragen: Regierungspräsidium Darmstadt veröffentlicht Zahlen zu OASIS
Wie gut das Spielersperrsystem OASIS in Deutschland angenommen wird, zeigen aktuelle Zahlen des Regierungspräsidiums Darmstadt. Dieses ist seit seiner Einführung für OASIS zuständig und hat in dieser Woche die Abfragezahlen aus dem Jahr 2025 veröffentlicht.
Im gesamten Jahr 2025 sind mehr als 5,2 Milliarden Abfragen erfolgt. Pro Monat gab es also rund 432 Millionen Abfragen. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Abfragezahlen erhöht. Das Regierungspräsidium Darmstadt schließe daraus, dass das Sperrsystem in Deutschland weiterhin gut angenommen werde.
2025 sollen darüber hinaus rund 60.000 Sperranträge bearbeitet worden sein. Es seien sogar noch deutlich mehr Anträge eingereicht worden: Diese hätten jedoch nicht bearbeitet werden können, da sie unvollständig waren.
Das Regierungspräsidium werte die Einführung der vollständig digitalen Antragsstellung im Jahr 2024 als großen Erfolg. Seitdem sei die Zahl der Anträge noch einmal deutlich angestiegen. Mittlerweile gebe es etwa 367.000 aktive Spielersperren im OASIS-System.
Ihr möchtet mehr zu OASIS erfahren? Detaillierte Zahlen und Analysen findet ihr in unserem Artikel „Faktencheck: Selbstschutz oder Systemversagen? Ein globaler Blick auf Spielersperren“.
Eishockey bei Olympia: Deutschland mit Auftakt-Sieg
Die Olympischen Winterspiele 2026 sorgen weltweit für Begeisterung. In Deutschland ist die Freude aktuell besonders groß, denn die deutschen Rodler gewannen in der Team-Staffel die mittlerweile vierte Goldmedaille für Deutschland.
Am Abend fand dann Eishockey bei Olympia statt. Das deutsche Team bestritt sein erstes Spiel in Gruppe C gegen Dänemark und gewann dieses deutlich mit 3:1. Leon Draisaitl (Edmonton Oilers) brachte die Deutschen schon nach 23 Sekunden in Führung, ehe Tim Stützle (Ottawa Senators) mit zwei weiteren Treffern den Sieg besiegelte.
Obwohl die dänische Mannschaft immer stärker wurde und zwischenzeitlich sogar die Latte traf, kamen sie über den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1 nicht hinaus. Das deutsche Team ließ hinten kaum etwas zu und brachte den Sieg über die Zeit.
Am Samstag (14. Februar) geht es für die deutschen Eishockeyspieler dann gegen Lettland. In Gruppe C spielen außerdem noch die USA, gegen die Deutschland bereits am 15. Februar spielt.
Deutschland geht gegen Lettland als Favorit in die Partie. Ihr könnt euch bei bwin registrieren und auf das Endergebnis des Spiels wetten. Dabei wird eure erste Einzahlung bis zu 100 Euro verdoppelt. Dafür müsst ihr mindestens 10 Euro einzahlen.
Das sind die aktuellen Quoten:
- Sieg Deutschland: 1,62
- Unentschieden: 4,50
- Sieg Lettland: 4,33
Kryptowährung Tether friert 500 Mio. US-Dollar wegen Verdacht auf illegales Glücksspiel ein
Tether ist eine der bekanntesten Kryptowährungen der Welt. Es handelt sich bei Tether um einen Stablecoin, der einen stabilen Kurs bietet: Ein Tether entspricht ungefähr 1 US-Dollar.
Aufgrund der höheren Anonymität, der fehlenden Überwachung und der Geschwindigkeit werden Kryptowährungen immer wieder von Kriminellen genutzt. Sie verschleiern damit ihre illegalen Aktivitäten und hoffen, den Augen der Regierung zu entgehen. Dies soll aktuell auch mithilfe von Tether geschehen sein.
Die Plattform hat rund 544 Millionen US-Dollar (ca. 458 Mio. Euro) in der Türkei eingefroren. Ermittlungen hätten ergeben, dass die Gelder durch illegales Online-Glücksspiel generiert sein sollen. Auch der Verdacht der Geldwäsche stehe im Raum.
Angeblich sollen dabei auch die Vermögenswerte von Seref Yazici eingefroren worden sein. Yazici ist der Eigentümer der Krypto-Plattform Darkex.
Stablecoins sollen besonders anfällig für Missbrauch sein. Das liegt daran, dass sie eine stabile Währung bieten, aber gleichzeitig weniger streng überwacht werden. Das ist inzwischen auch bei den Behörden angekommen, sodass weltweit ermittelt wird, um unter anderem Geldwäsche entgegenzuwirken.
Die Plattformen hinter Stablecoins und Kryptowährungen arbeiten immer enger mit den Behörden zusammen, um Missbrauch zu erkennen und zu stoppen. Deshalb rechnen Experten damit, dass illegale Geschäfte in Zukunft auch mit Kryptowährungen auffliegen werden.