EGR Awards 2017: Auszeichnung für partypoker, PokerStars geht leer aus

Zum ersten Mal seit Jahren geht der renommierte „Poker Operator of the Year“ Award nicht an Marktführer PokerStars. Stattdessen geht der Oscar der Spielebranche an die Konkurrenz von partypoker.

PokerStars hatte den Preis die letzten Jahre praktisch abonniert, gewann ihn drei Mal in Folge. Kein Wunder, schließlich betrieb man den mit Abstand meistbesuchten Pokerraum im Internet. Man konnte im Grunde von einem Monopolstatus sprechen. Diese Dominanz besteht zwar de facto weiter, doch die Konkurrenz von partypoker ist zu neuem Leben erwacht. Das Mutterunternehmen GVC Holdings hat eine neue Führung installiert, der ehemalige Profispieler und WPT-Kommentator Mike Sexton soll den Pokerraum zurück zu alter Größe bringen. Ebenso hat man das Team Partypoker erweitert, zu den neuen Markenbotschaftern gehören schlagzeilenträchtige Persönlichkeiten wie Fedor Holz und Boris Becker.

Daneben haben sich verstärkte Investitionen in die Pokersoftware und ein attraktiveres Rakebackmodell ausgezahlt. Damit sollten vor allem Spieler angesprochen werden, die Änderungen bei der Gebührenrückerstattung von PokerStars kritisieren. Diese Maßnahmen scheinen bereits Früchte zu tragen, die EGR Jury spricht von einem enormen Wachstum bei partypoker – und das in einem insgesamt rückläufigen Markt. Vor allem loben die Juroren aber das Engagement im Bereich der Live-Turniere. Hier hat der Anbieter mehrere Serien mit hohen Preisgeldern etabliert, unter anderem in den USA, Russland, Österreich und Deutschland. Da die Qualifikationsrunden überwiegend online gespielt werden, profitiert auch das Hauptgeschäft von partypoker.

Der „Operator of the Year“ Award ist also einerseits die Anerkennung der Branche für diese Bemühungen. Die Jury macht damit aber auch klar, dass ein Monopol im Online Poker niemandem etwas nützt. Fortschritte werden nur in umkämpften Märkten erzielt, in denen die Wettbewerber um die Gunst der Spieler buhlen müssen. Davon profitiert am Ende das gesamte Pokerspiel und vor allem die zahlende Kundschaft.

Weitere Preisträger

Den Hauptpreis des Abends sicherte sich als „Operator of the Year“ wenig überraschend der Branchenprimus bet365. Das Unternehmen zeigt sich trotz seiner Führungsposition weiterhin wachstumsfreudig und scheint sich deutlich von jeglicher Konkurrenz abzusetzen. Bet365 wurde ebenfalls in der Kategorie „mobile sports product“ für seine Sportwetten-App ausgezeichnet.

Über die Auszeichnung als Aufsteiger des Jahres durften sich die Macher von PlayOJO freuen. Das innovative Online Casino, das auf komplizierte AGB und Umsatzbedingungen weitgehend verzichtet, findet Anklang in der mit zum Teil verwirrenden Boni übersättigten Branche. Zweistellige Wachstumsraten sind die Folge, was die EGR-Jury mit dem „Rising Star“ Award honoriert.

Kundenfreundlichkeit zahlt sich auch für den Bingoanbieter „tombola“ aus. Das Unternehmen gewinnt erneut den „socially responsible operator“ Award für seine Maßnahmen zum Spielerschutz. Dazu gehören festgeschriebene Einzahlungs- und Verlustlimits, die auch für die neue Casinosparte Anwendung finden. Mit seinem anhaltenden Erfolg zeigt tombola, dass sich Spielerschutz und finanzielle Interessen durchaus vereinbaren lassen. Zusätzlich wurde eine eigene Initiative zum verantwortungsvollen Spielen gestartet, was die Bemühungen des Anbieters in diesem Bereich unterstreicht. Dass die Branche sozialverträgliches Glücksspiel in diesem Jahr mit Awards für PlayOJO und tombola besonders honoriert, können wir nur begrüßen.

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