Glücksspiel-Wochenrückblick: Aldi-Fake, härtere Strafen für illegales Glücksspiel & Ärger um WM-Werbung
- Aldi warnt vor aktuellen Betrugsmaschen: Aldi-Slots und der Großteil aller Gewinnspiele sind gefälscht.
- Hendrik Streeck fordert im Rahmen einer Razzia mehr Kontrollen und härtere Strafen für Betreiber von illegalem Glücksspiel.
- Bei der Fußball-WM soll Werbung für einen in Deutschland nicht lizenzierten Wettanbieter gezeigt werden.

Aldi-Fake, härtere Strafen für illegales Glücksspiel und Wirbel um die WM-Werbung – das hat die Glücksspiel-Woche bewegt. © OnlineCasinosDeutschland.com
Warnung: Angebliche Glücksspiel-Seite von Aldi ist ein Fake
Im Netz kursieren aktuell Videos, die angeblich die neuen Slots vom Discounter-Riesen Aldi zeigen sollen. Die Videos präsentieren euch die vermeintlich neuen Online-Slots von Aldi und sollen euch zur Teilnahme animieren.
Dabei handelt es sich jedoch um Fake-Videos. Aldi bietet keine Slots an und ist in keiner Weise an diesen Videos beteiligt. Anscheinend haben Kriminelle diese Deepfakes erstellt, um ahnungslose Nutzer gezielt auf ihre gefälschten Webseiten zu locken. Das Ziel: euch Geld oder persönliche Daten zu entlocken.
Parallel zu den Slot-Videos werden derzeit auch im großen Stil Gewinnspiele von Aldi gefälscht. Dabei werden Menschen per E-Mail oder sogar per Telefon kontaktiert. Auch hier stecken betrügerische Absichten dahinter.
Aldi warnt aktuell vor den angeblichen Gewinnspielen:
„Solltet ihr eine solche Benachrichtigung – in Form von E-Mails oder Anrufen – erhalten, bitten wir euch darum, nicht auf die Aufforderungen in diesen einzugehen, keine darin enthaltenen Links anzuklicken und keine persönlichen Informationen einzutragen oder am Telefon zu nennen. Mit diesen Gewinnspielen stehen wir in keinem Zusammenhang.“, Aldi-Nord
Bleibt also wachsam, wenn ihr plötzlich in den sozialen Medien von Gewinnspielen oder gar Online Spielautomaten bekannter Marken hört. Bevor ihr an neuen Gewinnspielen teilnehmt oder neue Online-Slots spielt, solltet ihr unbedingt ihre Echtheit prüfen. Das erkennt ihr zum Beispiel daran, wenn die Videos von dem verifizierten Konto eines Unternehmens veröffentlicht werden.
Hendrik Streeck fordert härtere Strafen für illegales Glücksspiel
Könnte es bald härtere Strafen für illegales Glücksspiel geben? Hendrik Streeck (48) ist der Drogen- und Suchtbeauftragte der Bundesregierung. Er hat in dieser Woche an einer Razzia in Berlin teilgenommen.
Dabei wurde unter anderem eine Kneipe durchsucht. Im Gastraum befanden sich zwei Automaten, die zugelassen waren. Die Behörden vermuteten im Hinterzimmer jedoch weitere Geräte. Nachdem sie sich mit einem Durchsuchungsbeschluss und der Hilfe eines Schlüsseldienstes Zutritt verschafft hatten, wurden sie tatsächlich fündig.
Im Hinterzimmer standen vier weitere Automaten. Diese sind jedoch illegal, da die Geräte in Deutschland keine Zulassung haben. Die Schnellauswertung zeigt, dass einer der Automaten innerhalb von vier Jahren rund 350.000 € umgesetzt haben soll.
Das ist nur ein Beispiel dafür, wie solche Kontrollen häufig ablaufen. Experten schätzen inzwischen, dass jeder dritte Automat in Deutschland illegal ist. Hendrik Streeck fordert, dass bundesweit mehr Kontrollen durchgeführt werden. Illegales Glücksspiel treibe die Menschen in die Verzweiflung und den Ruin.
Gleichzeitig setzt sich der Drogen- und Suchtbeauftragte der Bundesregierung für härtere Strafen ein:
„Die Strafen für alle, die gewerbsmäßig illegales Glücksspiel betreiben, müssen härter werden. Die Behörden sollten Daten leichter austauschen können. Auch die Telefonüberwachung Verdächtiger sollte möglich sein.“ Hendrik Streeck, Drogen- und Suchtbeauftragter der Bundesregierung, regionalHeute.de
Fußball-WM 2026: Aktuelle Ergebnisse & Sportwettenquoten
Die Fußball-WM 2026 ist derzeit in aller Munde. Am Donnerstag startete der zweite Spieltag und langsam, aber sicher wird es in der Gruppenphase ernst. Auch in dieser Nacht fanden wieder einige Spiele statt. Hier findet ihr die aktuellen Ergebnisse der Fußball-WM:
- Mexiko 1:0 Südkorea
- Kanada 6:0 Katar
- Schweiz 4:1 Bosnien-Herzegowina
- Tschechien 1:1 Südafrika
Mexiko ist damit als erste Mannschaft in die nächste Runde eingezogen. Der WM-Gastgeber hat seine ersten zwei Spiele gewonnen und steht somit sicher im Sechzehntelfinale.
Auch die kanadische Fußballnationalmannschaft sorgte für Aufsehen. Die Kanadier schossen das Team aus Katar mit 6:0 ab. Das Spiel wurde allerdings von der Horror-Verletzung von Ismael Koné (24) überschattet.
Assim Madibo (29), Mittelfeldspieler von Katar, foulte Koné Anfang der zweiten Halbzeit von hinten. Koné blieb liegen und hatte sichtlich Schmerzen. Madibo sah die Rote Karte und Koné musste vom Platz getragen werden. Die bittere Diagnose: Bruch des Wadenbeins und des Schienbeins. Er wird voraussichtlich vier bis fünf Monate ausfallen.
Am Samstag (20. Juni) findet das zweite Gruppenspiel der deutschen Mannschaft statt. Ab 22 Uhr spielt sie in Toronto gegen die Elfenbeinküste. Mit einem Sieg stünde Deutschland praktisch im Sechzehntelfinale.
Die WM bietet viele interessante Möglichkeiten, um Sportwetten zu platzieren. So könnt ihr auf den Ausgang des Spiels zwischen Deutschland und der Elfenbeinküste wetten. Wenn ihr euch bei Interwetten registriert, erhaltet ihr als Neukunde einen Bonus von 100 % bis zu 100 €.
Hier findet ihr die aktuellen Quoten (Stand: 19. Juni):
- Sieg Deutschland: 1,60
- Unentschieden: 4,10
- Sieg Elfenbeinküste: 5,75
Verdacht auf illegale Glücksspielwerbung bei der WM
Ist euch auch aufgefallen, dass bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 sehr viel Werbung zu sehen ist? Das sorgt jetzt zumindest in Deutschland für Probleme.
Auf den Banden am Spielfeldrand ist immer wieder Werbung des Wettanbieters ADI Predictstreet aus Abu Dhabi zu sehen. Auch auf Sponsorenwänden bei Interviews und Pressekonferenzen wird für den Wettanbieter geworben. Das Problem dabei: Dieser Anbieter hat in Deutschland keine Lizenz.
Es heißt, dass die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) ein Prüfverfahren wegen illegaler Glücksspielwerbung eingeleitet hat. Denn in Deutschland dürfen nur jene Anbieter Werbung machen, die auf der Whitelist der Behörde stehen.
Den deutschen Medien scheinen in diesem Fall die Hände gebunden zu sein. Sie erhalten die Übertragung direkt vom Host-Broadcaster und haben demnach keinen Einfluss darauf, welche Werbebanner zu sehen sind.
Die FIFA soll sich in dem Fall bisher nicht geäußert haben. Sie hat Anfang April dieses Jahres die mehrjährige Partnerschaft mit dem Wettanbieter bekannt gegeben. ADI Predictstreet gehört zum Firmennetzwerk der Herrscherfamilie Abu Dhabis.
Auch wenn ihr im Fernsehen Werbung für den Anbieter seht: Er hat keine gültige Lizenz in Deutschland und ist somit illegal.
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