Glücksspiel-Wochenrückblick: Metas eigene Wettplattform, Wirbel um Schweizerische Post & Didi Hamanns Spielsucht
- Meta entwickelt aktuell eine Prognosemarkt-App nach dem Vorbild von Polymarket.
- Bei der Schweizerischen Post taucht Glücksspielwerbung jetzt auch auf Wartezetteln auf.
- TV-Experte Didi Hamann litt vor Jahren an einer Spielsucht.

In unserem Wochenrückblick erfahrt ihr wie immer, was diese Woche rund um Glücksspiel wichtig war. © OnlineCasinosDeutschland.com/ChatGPT
Meta entwickelt eigene Wettplattform
Meta ist vor allem für seine Plattformen Facebook, WhatsApp und Instagram bekannt. Bald könnte das Portfolio von Meta um eine weitere Anwendung erweitert werden. Die New York Times berichtet, dass Meta aktuell eine Prognosemarkt-App entwickelt.
Bisher trägt sie intern den Namen Arena und soll an Plattformen wie Polymarket oder Kalshi erinnern. Auf diesen Seiten kann man auf verschiedene Ereignisse wetten. Dabei handelt es sich nicht nur um Sportereignisse, sondern auch um Politik, Wetter, Finanzen und vieles mehr.
Der enorme Erfolg der Prognosemärkte scheint nun auch Meta-Gründer Mark Zuckerberg (42) dazu bewegt zu haben, in das Geschäft einzusteigen. Derzeit soll noch diskutiert werden, ob in der App Geld gesetzt werden kann oder ein virtuelles Punktesystem ohne Zahlungen von Echtgeld eingerichtet wird.
Klar scheint jedoch, dass die neue App separat von Instagram, WhatsApp und Co. laufen soll und keine direkte Integration geplant ist. In den vergangenen Jahren wurden von Meta einige Apps veröffentlicht, die für sich standen. Der Erfolg war jedoch mittelmäßig, sodass viele dieser Experimente eingestampft wurden.
Wenn es um das Thema Prognosemärkte geht, ist ein Hinweis noch wichtig. Während diese in den USA boomen, sind sie in Europa umstritten. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat in der vergangenen Woche erneut ein Statement dazu veröffentlicht.
Die Glücksspielaufsichtsbehörden verschiedener Länder, darunter Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Spanien und die Schweiz, weisen in einer gemeinsamen Erklärung darauf hin, dass Prognosemärkte mit großen Risiken verbunden sind:
„Die Aufsichtsbehörden weisen darauf hin, dass hieraus erhebliche Risiken für Verbraucherinnen und Verbraucher entstehen können. Dazu zählen unter anderem unzureichende Spielerschutzmechanismen, ein erhöhtes Suchtpotenzial sowie Risiken durch Marktmanipulation, Betrug und fehlende Transparenz bei der Abwicklung von Einsätzen und Auszahlungen.“ GGL
Wieder Ärger um Glücksspielwerbung bei der Schweizerischen Post
In der Schweiz wird weiter über Glücksspielwerbung bei der Schweizerischen Post diskutiert. Die Post bietet Werbeflächen auf Quittungen an. Seit letztem Jahr ist dort auch Werbung für Glücksspielanbieter zu sehen. Das hat große Diskussionen ausgelöst, da Kritiker die Öffentlichkeit und Minderjährige gefährdet sahen.
Aktuell gibt es neuen Ärger, da die Post jetzt auch Werbung auf die sogenannten Wartezettelis druckt. Wer in einer Filiale in der Schweiz ansteht, muss ein Ticket ziehen. Auf diesen Tickets ist jetzt ebenfalls Werbung zu sehen – und zwar wieder von verschiedenen Casinos und Glücksspielanbietern.
Ueli Schmezer (64) vom Schweizer Nationalrat findet dazu deutliche Worte:
„Statt auf Werbung auf den Quittungen zu verzichten, die ganz offensichtlich auch Jugendliche erreicht, setzt die Post noch einen drauf. Eine Quittung schmeisst man vielleicht direkt weg. Auf das Nummernzetteli schaut man x-mal, während man wartet und Zeit hat, zu schauen, was da draufsteht.“ Ueli Schmezer, Schweizer Nationalrat, Nau.ch
Auch die Schweizerische Post hat sich bereits zu der neuen Werbung auf den Wartezetteln geäußert. Die Post ist gesetzlich dazu verpflichtet, die Gleichbehandlung und das Willkürverbot einzuhalten. Sie darf die Werbung von Glücksspielanbietern also gar nicht ablehnen.
Solange die Werbebotschaften nicht strafbar sind, gegen andere Gesetze verstoßen oder überwiegende Einschränkungen von Grundrechten Dritter enthalten, darf die Post keinerlei Auswahl bei den Werbeinhalten treffen. Gesetzlich verboten ist außerdem nur Werbung für Spirituosen und Tabak. Auch sittenwidrige und gesetzwidrige Inhalte sind nicht erlaubt.
Aufgrund der anhaltenden Diskussionen hat sich auch der Schweizer Bundesrat mit dem Thema befasst. Er stärkt die Position der Post: Einen legalen Werbekunden auszuschließen, wäre diskriminierend.
NBA Draft 2026: Drei deutsche Spieler ausgewählt
Aktuell findet der NBA Draft 2026 statt und für die deutschen Spieler läuft es ziemlich gut. In der 1. Runde des Drafts wurden Hannes Steinbach (20) und Christian Anderson Jr. (20) ausgewählt.
Steinbach, der wie Basketball-Legende Dirk Nowitzki aus Würzburg stammt, wurde an 14. Stelle von den Charlotte Hornets ausgewählt. Er hat einen 4-Jahresvertrag im Wert von 22,66 Millionen € erhalten. 4,74 Millionen € werden im ersten Jahr ausbezahlt.
Auch für Anderson Jr. geht es zu den Charlotte Hornets. Sie haben ihn an Position 18 ausgewählt und ihm ebenfalls einen garantierten Vertrag gegeben. Die Summe soll sich auf 18,7 Millionen € belaufen.
In der 2. Runde des Drafts wurde dann auch Jack Kayil (20) ausgewählt. Die Houston Rockets wählten ihn an 39. Stelle aus, schickten ihn per Trade dann aber zu den New York Knicks. Kayil könnte als Stash noch ein weiteres Jahr in Europa spielen. Das heißt, dass sich die Knicks die Rechte an ihm gesichert haben, ihn aber noch eine Saison außerhalb der NBA spielen lassen.
In der kommenden Saison könnten dann insgesamt zehn deutsche Spieler in der NBA auflaufen. Bisher spielten Dennis Schröder (32), Franz Wagner (24), Moritz Wagner (29), Tristan da Silva (25), Maximilian Kleber (34), Isaiah Hartenstein (28) und Ariel Hukporti (24) in der NBA.
TV-Experte Didi Hamann spricht über Glücksspielsucht
Ihr kennt Didi Hamann (52) als TV-Experten. Wann immer es um Fußball geht, gibt Hamann seinen Senf dazu und sorgt mit seinen Aussagen teilweise für große Kritik und Ärger in den sozialen Medien.
In der neuen Netflix-Doku Untold UK: Liverpool’s Miracle of Istanbul lernt ihr jetzt eine andere Seite des polarisierenden Ex-Fußballers kennen – obwohl es in der Doku eigentlich um den Champions-League-Sieg von Liverpool im Jahr 2005 geht.
Hamann wechselte 1999 von Newcastle United zum FC Liverpool. In der Doku schildert er, wie wild das Leben in Liverpool damals war. Er rauchte mehr als zehn Zigaretten am Tag und ging regelmäßig feiern.
Als Hamann seine Karriere dann 2010 beendete, folgte der Absturz. Er verfiel dem Alkohol und fing mit Sportwetten an. Er soll mehrere Hunderttausend Euro verloren und sein Leben nicht mehr im Griff gehabt haben. An einem Abend soll er beim Cricket sogar über 288.000 GBP verloren haben.
Er bekam sein Leben laut eigener Aussage erst wieder in den Griff, als er England 2018 verließ und als TV-Experte eine neue Aufgabe fand.
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