Löwen-Gruppe präsentiert CR-Bericht 2018

Der im deutschen Bingen am Rhein ansässige Glücksspiel-Gerätehersteller Löwen Entertainment hat seinen Corporate Responsibility-Bericht (CR) für das Geschäftsjahr 2018 veröffentlicht und darin interessante Einblicke in die Arbeitsprozesse der Unternehmensgruppe gewährt. Im Fokus stehen vor allem unternehmerische Entscheidungen in Bezug auf Digitalisierung, Umwelt und Gesellschaft. Hier die wichtigsten Infos.

Der Hauptsitz der Löwen-Gruppe in Bingen am Rhein.

Die Löwen-Gruppe gilt mit rund 645 Mio. € Umsatz pro Jahr als eines der größten deutschen Glücksspielunternehmen. (©Löwen Entertainment)

„Die Arbeit hinter dem Spiel“

Unter dem Titel „Digitale Welten erschaffen“ hat die seit 2003 zur österreichischen Novomatic AG gehörende Löwen-Gruppe ihren CR-Bericht 2018 präsentiert. Dieser befasst sich mit technischen Innovationen, effizienten Arbeitsprozessen sowie dem unternehmerischen Engagement in den Bereichen soziale Verantwortung und ökologische Nachhaltigkeit. Des Weiteren werden detaillierte Angaben rund um den Kundenservice, die Mitarbeiterbetreuung und Unternehmensphilosophie der Löwen geliefert. Hauptthema des Berichts ist allerdings die Komplexität des Spiels als Produkt moderner Unterhaltungselektronik.

„Wenn wir über Glücksspiel sprechen, dann oft nur über seine Rahmenbedingungen und zu selten darüber, worum es eigentlich geht. Um das Spiel, das Erlebnis, die Unterhaltung und die Technologie, die das ermöglicht“, so der Vorsitzende Geschäftsführer Christian Arras mit Blick auf den Inhalt.

In diesem Sinne geht insbesondere um „die Arbeit hinter dem Spiel“. Laut Arras wolle man auf diesem Weg zeigen, was hinter den Löwen-Produkten steckt – von „der ersten Idee, über Skizzen, Animationen, mathematische Berechnungen, die Programmierung, Produktion und den Einbau der elektronischen und mechanischen Komponenten, Testläufe und Simulationen der Hard- und Software, bis zum letztendlich fertig zusammengebauten und auslieferungsfähigen Gerät“.

Neue Richtlinie TR 5.0

Konkret wird in dem Bericht auf die 2018 erfolgte Einführung des sogenannten Richtlinie 5.0 für Spielautomaten hingewiesen, die die Löwen-Gruppe im vergangenen Jahr vor eine enorme Herausforderung stellte. Die Rede ist hier gar von einem „Big Bang der Automatenbranche“. Die Umstellung bezog sich konkret auf die Ein- und Auszahlungsmodalitäten der Spielgeräte, unter anderem wurden neue Einsatzgrenzen in Höhe von 10 Euro festgelegt. Darüber hinaus haben die Gesetzgeber beschlossen, dass Geldbeträge zukünftig nicht mehr automatisch verbucht werden dürfen.

Die Einführung der Richtlinie 5.0 habe die Prozesse der Löwen-Gruppe folglich in „allen Bereichen auf den Prüfstand gestellt“ und zudem „monatelange Planung“ sowie eine „gewissenhafte und präzise Vorbereitung“ verlangt. Bis zum 11.11.2018 mussten insgesamt 220.000 (!) Spielautomaten auf den neuesten Stand gebracht werden, täglich wurden zudem etwa 2.500 vorproduzierte Geräte ausgeliefert, obendrein wurden über 50.000 Umrüst-Sets versandt. Dass dieses Procedere natürlich auch „erhebliche finanzielle Mittel“ einforderte, dürfte klar sein.

Trotz des exorbitanten Arbeitsaufwands konnte das Mammutprojekt jedoch ohne Ausschweife umgesetzt werden. Die effiziente Anpassung an sich rasch verändernde gesetzliche Anforderungen sei inzwischen „Teil der DNA“, so das Fazit des Vorsitzenden Arras in Bezug auf die Ausnahmesituation. Die Bewältigung der Anforderungen sei unter dem Strich ein weiterer Beweis für die Zuverlässigkeit und Flexibilität des Herstellers. Man werde sich auch weiterhin für „gutes und verantwortungsvolles Spiel einsetzen“ und an jeder „Herausforderung wachsen“.

Externe Zertifizierung der Spielhallen

Die externe Zertifizierung insbesondere der Admiral Spielhallen ist weiteres großes Thema des CR-Berichts. Alle Admiral Spielhallen werden demnach durch den TÜV Rheinland als „Regelmäßig geprüfte Spielstätte“ zertifiziert. Darüber hinaus kontrolliere der TÜV auch die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und Spielerschutzmaßnahmen. Zu diesem Zweck wurde eigens ein Audit-Katalog mit über 120 Kriterien erstellt.

Regelmäßig kommt es außerdem zu sogenannten Mystery-Audits, dies bedeutet, dass die Admiral Spielhallen ohne Vorankündigung kontrolliert werden. Laut Bericht waren es allein im letzten Jahr 350 Kontrollbesuche, zudem wurden insgesamt 42 Filialen neu zertifiziert. Die technische Richtlinie 5.0 hatte an dieser Stelle „unmittelbare Auswirkungen“ auf den Prüfkatalog.

Verhaltenskodex von Novomatic

Dass sich die Löwen Gruppe, ebenso wie ihre Dachgesellschaft Novomatic AG, in besonderem Maße für ihre Mitarbeiter einsetzt, ist kein Geheimnis. Um die Angestellten aktiv in die Innovationsprozesse des Unternehmens einzubeziehen sorgt die Löwen-Gruppe für ein breites Angebot an Schulungsprogrammen, unter anderem geht es um Filialbetreuung, Jugendschutz und Sozialkonzeptunterweisungen.

Abseits von technischen Prüfungen und Zertifizierungen steht außerdem das Thema Gesundheitsmanagement ganz oben auf der Agenda. Zur Entspannung und Fitness der rund 3.800 Mitarbeiter wurde im März 2018 eine Partnerschaft mit der Fitnesskette qualitrain GmbH begründet. Folglich haben Angestellte die Möglichkeit deutschlandweit in über 2.000 Fitnessstudios unter professioneller Betreuung zu trainieren.

Die Vorgaben entstammen an dieser Stelle dem sogenannten Code of Conduct von Novomatic, einem Verhaltenskodex, der die Philosophie in Bezug auf die Mitarbeiterbetreuung vorgibt. Mit über 30.000 Mitarbeitern gilt Novomatic als einer der größten Arbeitgeber Europas und gleichsam auch als Aushängeschild im Bereich der sozialen Verantwortung. Erst im vergangenen Februar wurde der Glücksspielkonzern in diesem Kontext mit dem Vollzertifikat „Audit berufundfamlie“ ausgezeichnet.

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