Wetten.com eröffnet – deutsches Sportwettenangebot

Mit Wetten.com ist vergangenen Freitag ein neuer Anbieter für Sportwetten online gegangen. Die Gründer Daniel Bradtke und Gabriel Vollmann zielen auf den deutschsprachigen Wettmarkt ab.

Die Homepage von Wetten.com

©Wetten.com
Übersichtlich und aufgeräumt: Die Webseite des Buchmachers

Während viele internationale Wettanbieter weitere Produkte wie Casinospiele oder Poker auf ihren Webseiten unterbringen, geht es bei dem neuen Portal ausschließlich um Sportwetten. Insgesamt soll die Seite durch Schlichtheit und intuitive Bedienbarkeit herausstechen. Die Auswahl der Wetten soll den Interessen deutscher Kunden angepasst sein. Damit unterscheidet sich das Angebot deutlich von Konkurrenten wie Tipico oder Bet At Home, die unterschiedliche Produkte auf einem Portal vereinen. Die daraus resultierende Unübersichtlichkeit der Webseiten möchte Wetten.com vermeiden:

Im Gegensatz zu einer Marke mit mehreren Produkten für ganz Europa, wird Wetten.com den Fokus ausschließlich auf Sportwetten für den deutschsprachigen Raum legen.“ Daniel Bradtke, CEO Wetten.com

Das Wettangebot soll 35 Sportarten abbilden und im Durchschnitt alleine 50.000 Fussballwetten offerieren. Den Löwenanteil machen dabei die großen europäischen Wettbewerbe Bundesliga, die italienische Serie A, die spanische Primera Division, die englische Premier League und die türkische Süper Lig sowie die französische Ligue 1 aus. Als weitere Sportarten sind unter vielen anderen Basketball, Eishockey, Tennis, Volleyball, Handball und Snooker vertreten.

Auch die modernen Wetten auf E-Sports Turniere befinden sich im Portfolio des Unternehmens. Derzeit kann auf Ergebnisse in Counter-Strike, DoTa 2, Starcraft 2 und League of Legends gewettet werden.

Made in Germany?

Die Betreiber der Seite kommen zwar aus Deutschland und Österreich. Das Qualitätssiegel „made in germany“ reklamiert die Marketingabteilung des Unternehmens aber etwas voreilig. Die Technik des Portals kommt von BettingCloud, einer Tochterfirma der us-amerikanischen Gaming Innovation Group mit Sitz in Malta. Dort ist auch Wetten.com ansässig – genau wie die meisten anderen Wettanbieter und Glücksspielunternehmen.

Daniel Bradtke und Gabriel Vollmann von Wetten.com

©Wetten.comDie Gründer und Betreiber von Wetten.com Daniel Bradtke und Gabriel Vollmann

Der Fokus auf den deutschsprachigen Raum wird eher durch den Kundenservice und textlichen Inhalt der Seite, die auch Sportnachrichten veröffentlicht, hergestellt. In den Stellenausschreibungen auf der Webseite werden hier ausschließlich deutsche Muttersprachler gesucht. Über die Mitgliedschaft im Deutschen Sportwettenverband wird die Ausrichtung auf den Markt nochmals verdeutlicht. Der Verband setzt sich für eine Überarbeitung der Regulierung und eine Lizenzvergabe in Deutschland ein. Wetten.com verfügt derzeit wie die meisten Mitbewerber über eine Lizenz der europäischen Malta Gaming Authority, zahlt aber nach eigenen Angaben bereits die deutsche Sportwettensteuer in Höhe von 5% aller Einsätze.

Kundensupport und Verbraucherschutz stehen im Vordergrund

Das Unternehmen bekennt sich auf seiner Webseite zu seiner sozialen Verantwortung als Glücksspielanbieter. Vergleichsweise prominent werden die Themen Spielsucht und Jugendschutz angesprochen sowie Selbsttests und Beratungsangebote verlinkt. Ebenso gibt es etliche Einstellungsmöglichkeiten zum kontrollierten Spielen. Einzahlungen, Spieldauer und Verluste können mit wenigen Mausklicks limitiert werden. Auf eigenen Wunsch können sich die Spieler auch permanent sperren lassen. Die bei der Anmeldung benötigten Daten sollen die Teilnahme von Spielern unter 18 Jahren unterbinden.

Der Name soll bekannt werden – die Werbestrategie

Der Sportwettenmarkt ist insbesondere online von harter Konkurrenz geprägt. Die Unternehmen versuchen sich mit besseren Quoten und exklusiven Bonusangeboten zu profilieren. Für neue Firmen besteht die Herausforderung, sich gegen die größere Bekanntheit der etablierten Marken durchzusetzen und sich einen eigenen Namen zu machen. Wetten.com will dafür laut CEO Bradtke umfangreiches Marketing einsetzen:

„In den kommenden Monaten wird TV Werbung unser primärer Fokus in Deutschland und Österreich sein. Diese werden wir in unsere umfassende Digitalstrategie einfließen lassen. Wir wollen so viel Lärm wie möglich machen.“

Ebenso möchte der Sportwettenanbieter mit ausgewählten Affiliates zusammenarbeiten und auch ins Sponsoring einsteigen. Diese Strategie ist im Wettbereich sehr weit verbreitet – es gibt beispielsweise nur wenige Bundesligavereine, die nicht für einen Buchmacher werben. Ob sich das junge Unternehmen mit dieser Vorgehensweise ausreichend gut positionieren kann, bleibt abzuwarten.

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