Altersstufenänderung – Pokémon und Super Mario bald ab 18?

Weltweit gibt es nahezu keinen Menschen, dem Pokémon und Super Mario kein Begriff sind. Viele Kindheiten weltweit wurden von den beiden Kulthits geprägt, welche nach und nach immer weiterentwickelt wurden. Nachdem Pokémon und Mario mit dem Gameboy ihren Weg in die Gaming-Welt fanden, wurden diese stetig weiterentwickelt. Die Grafik und das Gameplay verbesserten sich, während immer neuere und vielfältigere Konsolen herauskamen. Mittlerweile gibt es von beiden Spielen unzählige Versionen und Auflagen, doch die neusten könnten den Kindern der jetzigen Generation bald nicht mehr zur Verfügung stehen.

Super Mario Figur auf dem Tisch.

Es bleibt spannend abzuwarten, ob PEGI die Alterskennzeichnung für Pokémon und Super Mario auf 18+ abändert. ©Cláudio Luiz Castro/Unsplash

PEGI ändert Alterskennzeichnung

Ursprünglich fielen nur brutalere Spiele in die Alterskennzeichnung 18+. Gewalt Verherrlichung, sexuelle Inhalte und der Konsum von Illegalen Drogen durften nur für Erwachsene freigestellt werden. Nun könnten die neuen Ableger von Pokémon und Super Mario ebenfalls mit derselben Alterskennzeichnung versehrt werden, obwohl sie all dies nicht beinhalten.

Neuerdings sollen alle neuen Videospiele mit Glücksspiel-Inhalten die Alterseinstufung 18+ erhalten. Inwiefern Spiele wie Pokémon und Super Mario einen zur Glücksspielsucht treiben bleibt zwar fraglich, dennoch können diese als Glücksspiel ermunternd eingestuft werden. Diese konnten ursprünglich mit der Kategorie PEGI 12 oder PEGI 16 versehrt werden. Nun könnte Kindern der Neuzeit keinen Zugang zu den Pokémon und Mario Versionen erhalten.

Müssen nun auch die alten Spiele bangen?

Bereits die ersten Pokémon-Versionen Blau, Rot und Gelb, welche 1996 erschienen, erhielten Slot-Maschinen, an denen eine virtuelle Währung gewonnen werden konnte. Diese Münzen konnte letzten Endes eingetauscht werden, um im Gegenzug seltene Pokémon zu erhalten. Nichtsdestotrotz müssen sich die alten Spiele keine Sorgen über eine Änderung der Alterseinstufung machen. Diese sollen im Falle nur die neuen Versionen der Spiele angewendet werden.

Das Aus bei den Kindern?

Für die Videospiele-Hersteller wäre dies ein verheerendes Los, denn letzten Endes sind genau diese Altersstufen die Zielgruppe der Spiele. Folge dessen dürften nur noch Erwachsene Super Mario, Pokémon und Co spielen, womit der Hersteller niemals seine üblichen Gewinne erzielen könnte. Aus diesem Grund wird sich auch im Hintergrund eine Menge tun. Zum einen könnten die Regelungen letzten Endes nicht zu Stande kommen, während andererseits die Spiele-Hersteller ihre Inhalte anpassen können. Zwar gilt das kleine Glücksspiel-Element als eine schöne Zusatzfunktion der Spiele, doch letzten Endes könnte der Hersteller mit Sicherheit gänzlich auf diese verzichten. Schließlich steht bei Pokémon und Super Mario der Spielspaß im Vordergrund.

Ist die Alterseinstufung zu umgehen?

Auf den ersten Blick klingt die Alterseinstufung äußerst wirr und nur schwer nachvollziehbar. Viele Eltern ließen ihre Kinder bereits mit den genannten Spielen aufwachsen, weshalb sie hierbei keinen Grund zur Veränderung sehen. Letzten Endes müssen die Spiele von jemandem erworben werden, welcher im Normalfall ein Erziehungsberechtigter ist. Sobald das Spiel im Besitz des Kindes oder Jugendlichen ist, wird dieser es ohne Einschränkungen nutzen können. Selbstverständlich gilt hier die das Einverständnis der Eltern als Voraussetzung.

Die Glücksspielsucht Gefahr in Pokémon und Super Mario sind mit Sicherheit überschaubar, während eine normale Gaming-Sucht bei Kindern immer wieder vorkommt. Folge dessen sollten Eltern die Verantwortung für das Handeln des Kindes übernehmen und im Falle der Notwendigkeit einschreiten. Eine Glücksspiel-Sucht wird kein Kind aufgrund von Pokémon erlangen, doch in die Gaming-Sucht trieb es bereits Kinder auf der kompletten Welt. Die akademische Bildung gilt nach wie vor als Maßstab in unserer Gesellschaft, weshalb die Kinder dieser Nachkommen müssen. Hierbei spielt die richtige Erziehung und das frühe Warnen vor Spielsucht eine entscheidende Rolle.

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