15 Jahre Sperre für Jockey

Der englische Galopprennsport steht vor einem großen Skandal, denn nun wurde ein Jockey wegen massiven Wettbetrugs von der British Horseracing Authority (BHA) für 15 Jahre gesperrt. Neben ihm erhielten noch vier weitere Mittäter empfindliche Strafen. Wie die BHA berichtet, soll Brock in drei Rennen absichtlich verloren, und so Wetten manipuliert haben.

Ein Rennpferd galoppiert auf einer Rennbahn.

Die BHA hat aufgrund von Wettbetrug eine empfindliche Strafe ausgesprochen. ©8167078/Pixabay

Jockey soll absichtlich verloren haben

Wie The Guardian berichtete wurde der ehemalige Jockey Danny Brock, der von 2009 bis 2021 in Flachrennen aktiv war, für 15 Jahre vom Galopprennsport ausgeschlossen. Ausgesprochen wurde diese Strafe von der BHA, weil der Rennreiter drei Pferde in Rennen zwischen Dezember 2018 und März 2019 absichtlich zurückgehalten haben soll, um nicht gewinnen zu können. Aufgefallen war der Coup, weil Danny Brock mit Jane Chapple-Hyams Favoriten Mochalov verlor und bei der Wettbörse betfair, große Beträge auf eine Wette mit einer Niederlage des Pferdes platziert wurden.

Empfindliche Strafe ausgesprochen

Hinzukommt der Fall des Pferdes Samovar, dass Danny Brock für Scott Dixon in einem Rennen ritt, an dem nur zwei Pferde teilnahmen. Obwohl Samovar überlegen schien, verlor er das Rennen gegen seinen einzigen Rivalen. Dieser Ritt ließ die BHA aufmerksam werden. Es stellte sich heraus, dass Danny Brock gemeinsam mit seinen Komplizen um die 100.000 Pfund gewonnen hatten, die sie auf das andere Pferd Tricky Dicky gesetzt hatten. Laut der Internetplattform GaloppOnline.de war der frühere Rennreiter Anfang der vergangenen Woche vor dem Disziplinarausschuss für schuldig befunden worden sein.

BHA gibt Einzelheiten bekannt

Zuvor hatte The Guardian Einzelheiten zu den Vorfällen bekanntgegeben. Danny Brock soll bei dem Pferd Samovar absichtlich die Kapuze, die zum Einrücken in die Startmaschine benötigt wurde, zu langsam entfernt haben. In er Folge verlor Samovar schon kurz nach dem Start an Boden. Die BHA erklärte, dass diese Handlung des Rennreiters dazu geführt habe, dass das Pferde nicht gewinnen konnte.

“Er war ein Dutzend Längen oder mehr treibend und das Rennen war verloren.”

Mittäter ebenfalls gesperrt

Danny Brock war aber nicht der einzige Wettbetrüger, der aufgrund dieser Machenschaften eine Strafe erhalten hatte. Die entsprechenden Gremien der BHA sprachen am Donnerstag seine Mittäter ebenfalls schuldig. Sean McBride erhielt eine Sperre von sieben Jahren. Er war als Assistenztrainer am Stall seines Vaters Philip McBride in Newmarket tätig. Des Weiteren wurden Eugene Maloney, Luke Howells und Andrew Perring wegen Beteiligung an der Verschwörung zur Rennmanipulation für ebenfalls mindestens 15 Jahre gesperrt.

Danny Brock war bereits auffällig

Eugene Maloney, ein Bekannter von McBride, soll nämlich am Tag des Rennens von Samovar bei betfair rund 6.000 Pfund gegen den Sieg des Favoriten gewettet haben. Maloney setzte demnach sein gesamtes Geld auf einen Sieg von Tricky Dicky. Andrew Perring und Luke Howells setzten ebenfalls beide etwas mehr als 2.000 Pfund auf den Sieg des Außenseiters. Danny Brock war bereits 2019 wegen des Einsatzes einer nicht zugelassenen Peitsche aufgefallen, mit der er die Stute Resurrected zum Sieg geritten hatte. Für diese Zuwiderhandlung der Regularien der BHA hatte er bereits eine Strafe erhalten.

Urteil soll abschreckend wirken

Ein Sprecher der BHA, der das Urteil verkündete, bekräftigte, dass der Verband die Höhe der Strafe begrüße und man hofft, dass sie eine starke Botschaft senden wird, die abschreckt. Man wolle klarstellen, dass ein derartiges Verhalten im britischen Galopprennsport niemals toleriert werden wird. Außerdem unterstrich er, wie wichtig es für Fans und Wetter ist, dass Vertrauen in den Verband und die Wettsysteme vorhanden seien. Das Verhalten der Beteiligten wurde zutiefst verurteilt. Gerade erst hatte die amerikanische NFL Schlagzeilen aufgrund eines Wettbetruges gemacht. Nun zieht der Galopprennsport nach.

“Es ist wichtig, dass Fans und Wetter Vertrauen in die Fairness und Integrität unseres Sports haben. Gleichzeitig müssen die Teilnehmer absolut darauf vertrauen können, dass sie unter gleichen Wettbewerbsbedingungen konkurrieren. Wir danken dem Gremium für seine Sorgfalt bei der Anhörung und Urteilsfindung in diesem wichtigen Fall.”

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