Las Vegas und die Mafia

Las Vegas war im Laufe der Geschichte ein Schmelztiegel krimineller Aktivitäten. Wusstest du, dass die Mafia die Einnahmen von Las Vegas lange fest im Griff hatte? In diesem Artikel erfährst du, wie es dazu kam und warum die Mafia irgendwie immer ein Teil von Las Vegas sein wird. Bevor wir jedoch beginnen, möchten wir erwähnen, dass Glücksspiel nicht gleich eine kriminelle Aktivität darstellt. Üblicherweise sind Online Casinos und Märkte reguliert und legal. Bevor du aber spielst, solltest du dich über die Regelungen in deinem Land informieren.
Las Vegas & die Mafia
Veröffentlicht am: 17. Dezember 2020

Las Vegas und die Mafia: Wie alles begann

Las Vegas war lange ein kleiner, einfacher Ort in der Wüste. Die Region wurde circa 1854 besiedelt und im Jahr 1931 wurde das Glücksspiel legalisiert. Das war sozusagen der Startschuss für die Entwicklung der Region. Bis zum Las Vegas, das wir jedoch von heute kennen, war es aber noch ein langer Weg. Der berühmte “Las Vegas Strip” sowie die Hotelkomplexe mit integrierten Casinos gehören heute zum Stadtbild, jedoch war das nicht von Anfang an so.

Doch wie hat sich die Stadt eigentlich zur Glücksspielmetropole entwickelt? Hier kommt die Mafia ins Spiel! Der legendäre Gangster Al Capone sorgte Anfang der 30er Jahre dafür, dass das Glücksspiel in Nevada legalisiert wurde. Mit ihm wurde auch die organisierte Kriminalität “eingeführt”. Die Mafia Banden etablierten sich hauptsächlich durch den Betrieb von Nachtclubs und die Zahlung von Schmiergeldern.

Außerdem kam das Kapital, das nötig war, um das Glücksspiel überhaupt zu etablieren, von der Mafia. Damals wurde Glücksspiel generell übrigens noch stark mit Kriminalität und Rotlichtmilieu verbunden. Geldwäsche war ein übliches Geschäftsmodell und die Mafia übernahm zu dieser Zeit die Kontrolle über das Glücksspiel in Las Vegas. Nach und nach wurde Las Vegas zu dem, was es heute ist!

Wird die Mafia immer ein Teil von Vegas sein?

Las Vegas konnte nur durch das Fadenziehen der Mafia entstehen – selbst wenn sich das Image der Stadt verändert hat, ist dies ein unumgänglicher Fakt. Eine wichtige Figur in diesem Prozess war Bugsy Siegel – er bekam unendlich Ruhm für seine Rolle als “Vegas-Visionär”. Seine Finanzierungsmodelle wurden jahrzehntelang nachgeahmt.

Er war eine prominente Unterweltfigur zu den Anfängen von Las Vegas und sah darin immer einen Ort, an dem viel Geld gemacht werden konnte – und zwar ohne viel Blut zu vergießen. Denn obwohl das Glücksspiel damals legal und als Industrie etabliert sowie außerdem sehr profitabel war, wollten Banke und Hotelkonzerne damit nichts am Hut haben. Es blieb den Abenteurern und Spielern also keine Wahl – sie waren gezwungen, die Kredite der Mafia anzunehmen.

Die Mafia hingegen nahm dieses Geld aus den Pensionskassen der Fernfahrer-Gewerkschaften, über die sie die Kontrolle hatten. Die Darlehen waren zusätzlich an die Bestimmung geknüpft, dass wichtige Positionen in den Casinos mit eigenen Leuten besetzt werden würden.

Diese wiederum leiteten die Bargeldströme, die schwer zu überblicken waren, in die eigenen Taschen. Man nannte diese Taktik “Skimming”, also “Absahnen”. Niemand nutzte sie eleganter als der langjährige Boss des Stardusts – Frank Rosenthal. Sogar Martin Scorsese hat ihm mit seinem Film “Casino” ein Denkmal dafür gesetzt.

Bis heute gibt es Legenden um viele der mächtigen Figuren von Las Vegas. Tony Cornero, der vorherige Boss des Stardust – wurde er mit Gift im Blut aufgefunden, als er im Desert Inn auf dem Spieltisch starb? Frank Sinatra – ihm gehörten 9% von Las Vegas, doch wie sehr war er auch mit der Unterwelt verbunden? Frank Costello – ein Mafia-Gangster, der erschossen wurde und in dessen Hosentasche daraufhin die Zahlen des Tropicana gefunden wurde? Unzählige Fragen, auf die es keine Antwort gibt und vermutlich auch nie geben wird.

Der allgemeine Aufruhr über die Verbindungen von Las Vegas zur Mafia-Welt hielt sich aber tatsächlich in Grenzen. Der Gouverneur von Nevada und Mitbesitzer des Thunderbird Hotels meinte beispielsweise in einem staatlichen Hearing, dass sie solange sie sich angemessen benehmen, wohl auch keinen Schaden anrichten.

Der Druck, gegen den Mob vorzugehen, wurde aber mit der Zeit größer. Das Gaming Control Board, das 1959 ins Leben gerufen wurde, verweigerte beispielsweise Bewerben mit Mafia-Kontakten die Casinolizenz. Wer durch Betrügereien auf sich aufmerksam machte, wurde namentlich ins “Black Book” eingetragen, was zu einem Hausverbot in sämtlichen Casinos führte.

Las Vegas heute

Zu Beginn der 70er Jahre erlebte Las Vegas einen Wandel und entwickelte sich auch in Richtung Familien. Bis heute ist Las Vegas nicht nur Glücksspielmetropole, sondern auch Familien-Freizeitpark. Entertainment und Shows spielen seither eine große Rolle in Las Vegas und bieten den Anreiz für Touristen und Touristinnen aus aller Welt, zu Besuch zu kommen.

Ein Mann namens Howard Hughes ist übrigens dafür zuständig – er war sozusagen der Anfang vom Ende der Mafiazeit in Las Vegas (auch wenn ungeklärt ist, wie viel Einfluss die Mafia heute noch hat). Der Millionenerbe, Unternehmer und Filmproduzentkaufte der Mafia die Stadt sozusagen ab – innerhalb von vier Jahren übernahm er alles, was bis dato aufgebaut und gebaut wurde. Nach und nach verlor die Mafia an (offensichtlichem) Einfluss.

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