Callie Rogers – jungste Lotto-Millionärin Großbritanniens

Als Callie Rogers Lottomillionärin wurde, war sie ganze 16 Jahre alt. Der Gewinn von 1,87 Millionen Englischen Pfund im Jahr 2003 warf das junge Mädchen aus dem nordwestlichen England aus der Bahn. Die jüngste Lotto-Millionärin Großbritanniens brachte den ganzen plötzlichen Reichtum durch, bis sie nur noch 2000 Pfund auf dem Konto hatte. Zu diesem Zeitpunkt, so erklärte sie, war sie dennoch glücklicher denn je. Tipps zum vernünftigen Umgang mit Glücksspiel gibt ОnlineCasinosDeutschland.com. Wie es Callie Rogers erging, lassen wir jetzt Revue passieren.
Lotto Gewinnerin
Veröffentlicht am: 17. September 2020

Von der Supermarktkasse in den Kaufrausch

Callie Rogers lebte bei Pflegeeltern und arbeitete für 3,60 Pfund pro Stunde an der Kasse eines Supermarkts. Ihr Leben veränderte sich nach dem Gewinn des Jackpots der britischen National Lottery dramatisch. Sie kündigte ihren Job und geriet in einen Kaufrausch. Später gab sie zu, dass sie viel zu jung gewesen sei, um mit ihrem unerwarteten Vermögen richtig umzugehen. Allein für Geschenke an Freunde gab sie Unsummen aus, die Rede war von einer halben Million Pfund. Nach eigener Aussage wollte Callie beliebt sein und wurde von Leuten ausgenutzt, die sie heute nicht mehr als ihre Freunde betrachtet.

Sich selbst gönnte Callie für große Kosten, die in die Hunderttausende gingen, Brustvergrößerungen, Kleider, Tätowierungen und Kosmetik. Auf ihrer Einkaufsliste standen auch exklusive Sportwagen im Wert von 85.000 Pfund. In Interviews wies Callie Rogers zurück, zudem eine Viertelmillion für Kokain ausgegeben zu haben. Diese Summe sei überzogen, sie selbst nie abhängig gewesen, das Thema überbewertet.

Nach unseren Informationen ging ein Großteil des Lotto-Gewinns, wiederum bis zu eine Viertelmillion Pfund, auch für Reisen drauf, unter anderem nach Mexiko und Eurodisney in Paris. Hohe Summen erhielten auch Callies damalige Männerbekanntschaften, während sie Mitgliedern ihrer Familie und ihres Freundeskreises Kredite einräumte. Weiterer Kostenfaktor waren Anwaltsrechnungen. Es gab auch vernünftige Ausgaben: Die Anschaffung eines Hauses für ihre Mutter und eines Bungalows für Callie Rogers selbst, Gesamtwert mehr als seine Viertelmillion.

Zusammenbruch und Neuanfang

Nach einigen Jahren des Lebens in Saus und Braus schmolz das Vermögen dahin. Callie Rogers’ Leben geriet immer mehr aus den Fugen. Die Bekanntschaft mit einem arbeitslosen Liebhaber machte die Dinge noch schlimmer. Vom ganzen Lotto-Gewinn waren schließlich nur 2.000 Pfund übrig. Die jüngste Lotto-Gewinnerin Großbritaniens versuchte, sich mit Tabletten das Leben zu nehmen, wurde aber gerettet. Lange danach, als mehrfache Mutter, erklärte sie, die Altersgrenze für die Teilnahme an der National Lottery müsse angehoben werden: “Mit 16 ist man immer noch ein Kind und hat keine Ahnung davon, was Geld bedeutet und wie man damit umgeht.”

Die Zeiten, als Callie Rogers Lotto-Millionärin war, sind vorbei. Sie brachte ihr Leben in Ordnung, machte eine Ausbildung in Sozialfürsorge und wurde Pflegerin. Sie bedauert, nicht mehr von ihrem früheren Reichtum für die Versorgung ihres behinderten Sohns Blake übrig behalten zu haben. Nach eigenen Angaben versuchte sie, ihren Kindern frühzeitig eine Vorstellung vom Wert des Gelds zu vermitteln, ihnen beizubringen, für Urlaube zu sparen und sich mit Geschenken zu Weihnachten zu begnügen. Auf Instagram kann man Callie Rogers unter @callierogers86 folgen.

2018 machte Callie Rogers erneut Schlagzeilen. Diesmal wurde sie Opfer eines Angriffs von Bekannten, die der Zeitung “Mirror” zufolge im Heim ihres Freundes auf den Hund aufpassen sollten. Stattdessen richteten sie Callie übel zu, als sie unerwartet früher nach Hause kam. Es folgten Verurteilungen wegen Körperverletzung.

Diskussion um Altersgrenze

In Großbritannien gibt es seit Längerem eine Diskussion um eine Anhebung für das Mindestalter der Teilnahme an der National Lottery. Sie war 2019 aber noch das einzige Glücksspiel, das man schon mit 16 spielen durfte, für alle übrigen musste man 18 sein. Eine Änderung könnte 2023 eintreten, Konsultationen dafür hat die Regierung in London 2019 eingeleitet.

Die Diskussion gewann durch den Fall der Lotto-Millionärin Jane Park wieder an Fahrt. Park war 17, als sie 2013 eine Million einstrich – mit ähnlich negativen Folgen wie für Callie Rogers. Auch Jane Park verwendete hohe Summen auf Schönheitsoperationen, Autos, Urlaube und Kleidung. Und auch sie tat öffentlich kund, dass der frühe Reichtum ihr kein Glück gebracht habe und sie nie wieder die Lotterie spielen werde. Sie hatte zwischenzeitlich sogar eine Klage gegen die National Lottery erwogen. Diese, so ihr Vorwurf, hätte niemals zulassen dürfen, dass ein junges Mädchen so viel Geld in die Hand bekomme, das ihr Leben ruiniert habe. Jedoch soll es Angebote an Park gegeben haben, ihr bei der Vermögensverwaltung zu helfen.

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