Glücksspiel-Wochenrückblick: Tipico-Übernahme, Champions League & Aus für Unterhaltungshalle?

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  • Tipico wird von der Banijay Group übernommen. Was wird aus der beliebten Marke?
  • Das Halbfinale der Champions League hat die Fußball-Fans in dieser Woche begeistert.
  • In Österreich wurde eine Halle mit Unterhaltungsspielen angezeigt, weil eine Schule in der Nähe ist.
Der Champions-League-Pokal, ein Deal wird per Handschlag besiegelt und ein Unterhaltungsautomat.

In unserem Wochenrückblick erfahrt ihr, was in der Glücksspielbranche wichtig war. © OnlineCasinosDeutschland.com

Banijay übernimmt Tipico: Was ändert sich für Spieler?

Schon im Oktober 2025 wurde publik, dass der bekannte Sportwettenanbieter Tipico von der Banijay Group übernommen werden wird. In dieser Woche wurde verkündet, dass die Übernahme jetzt erfolgt ist. Gleichzeitig wird es auch personelle Veränderungen geben.

Ab dem 1. Mai 2026 wird Mate Bacic der neue Chief Executive Officer des Unternehmens. Bacic ist seit einigen Jahren für die Tipico Gruppe tätig und leitete dort bereits verschiedene Abteilungen.

Viele Tipico-Kunden fragen sich, wie sich die Übernahme auf die Sportwetten-Seite auswirkt und ob es gegebenenfalls sogar negative Veränderungen geben wird. Davon ist aktuell nicht auszugehen. Ganz im Gegenteil: Das Angebot soll erweitert und um Innovationen ergänzt werden.

Denn Banijay Gaming vereint verschiedene Marken unter einem Dach. Neben Tipico hat das Unternehmen kürzlich auch den österreichischen Anbieter Admiral gekauft. Durch die Übernahmen ist Banijay nun der viertgrößte europäische Sportwetten- und Glücksspielanbieter.

Größere Anbieter haben oftmals deutlich mehr Möglichkeiten. Sie können hochmoderne Apps entwickeln, neue Features implementieren und ihren Service weiter verbessern. Wenn ihr aktuell Tipico-Kunden seid, besteht also kein Grund zur Sorge.

Champions League Halbfinale: Nach den Hinspielen noch alles offen

Die Champions League hat in dieser Woche ihrem Namen als Königsklasse alle Ehre gemacht. Am Dienstag und Mittwoch fanden die Hinspiele des Halbfinales statt – und diese hatten es wirklich in sich.

Am Dienstag spielte der FC Bayern München gegen die Titelverteidiger von Paris Saint-Germain. Im Parc des Princes fand ein echtes Spektakel statt, das selbst die größten Fußball-Fans lange nicht mehr gesehen haben.

Nach einem verhaltenen Start beider Mannschaften, erhielten die Bayern in der 17. Minute einen Elfmeter, den Harry Kane (32) gewohnt sicher verwandelte. Danach drehte sich die Partie jedoch und Treffer von Kwarazchelia (25) und Neves (21) brachten PSG die Führung. Noch vor der Pause erzielte Michael Olise (24) den Ausgleich zum 2:2.

In der 5. Minute der Nachspielzeit zeigte der Schiedsrichter dann wieder auf den Punkt. Dieses Mal bekam PSG nach einem strafbaren Handspiel von Bayern-Verteidiger Alphonso Davies (25) einen Strafstoß. Ousmane Dembélé (28) verwandelte, obwohl Keeper Manuel Neuer (40) die richtige Ecke hatte und dran war.

Nach der Halbzeit wurde es noch verrückter. PSG wurde immer stärker und ging mit weiteren Treffern von Dembélé und Kwarazchelia 5:2 in Führung. Andere Mannschaften hätten bei diesem Stand aufgegeben – die Bayern standen jedoch wieder auf. Dayot Upamecano (27) gelang in der 65. Minute der Anschlusstreffer. Nur drei Minuten später verkürzte Luis Díaz (29) auf 5:4.

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In den letzten 20 Minuten ging die Partie hin und her. Es fielen jedoch keine weiteren Tore. Was bedeutet das Ergebnis nun für die Bayern? Sie müssen im Rückspiel (6. Mai, 21 Uhr) ein Tor aufholen. Das scheint vor heimischem Publikum wie eine machbare Aufgabe.

Am Mittwoch fand dann das zweite Halbfinale zwischen dem FC Arsenal und Atlético Madrid statt. Die Partie verlief deutlich ereignisärmer und endete mit 1:1. Beide Tore sind jeweils durch einen Elfmeter erzielt worden.

Viele Fans hatten vorab schon vermutet, dass in diesem Spiel tendenziell weniger Tore fallen werden und es kein Fußball-Spektakel werden wird.

Die Rückspiele dürften aufgrund der knappen Ergebnisse mindestens genauso viel Spannung versprechen. Sie könnten somit auch gute Möglichkeiten für Sportwetten bieten. Ihr habt wie immer die Möglichkeit, auf den Ausgang der Rückspiele zu wetten. Wenn ihr euch über unseren Link bei Interwetten registriert, erhaltet ihr einen Neukundenbonus von 100 % bis zu 100 €.

Hier findet ihr die aktuellen Quoten (Stand: 30.04.2026):

  • Sieg Bayern: 1,73
  • Unentschieden: 4,40
  • Sieg PSG: 4,10
  • Sieg Arsenal: 1,70
  • Unentschieden: 4,00
  • Sieg Atlético: 4,70

Zoff zwischen Nick Woltemade und Newcastle United

Es ist eine Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen – und bald könnte sie ein schnelles Ende finden. Nick Woltemade (24), DFB-Stürmer und absoluter Sympathieträger, ist im vergangenen Sommer für rund 75 Millionen Euro vom VfB Stuttgart zu Newcastle United gewechselt. Sein Start gelang: Gleich in seinem ersten Spiel erzielte er den Siegtreffer.

Nach ein paar guten Spielen kippte die Stimmung jedoch. Woltemade bekam immer weniger Einsatzzeiten und traf nur selten das Tor. Lange Zeit war in der deutschen Presse wenig von ihm zu lesen. Jetzt scheint es jedoch zu einem endgültigen Bruch zwischen Woltemade und Newcastle gekommen zu sein.

Denn aufmerksamen Fans fiel Mitte der Woche auf, dass Woltemade seinen Verein aus seiner Instagram-Biografie gelöscht hat. Für viele ein Zeichen dafür, dass es hinter den Kulissen ordentlich kriselt. Schon seit einigen Monaten spekulieren die Medien, dass Woltemade die Magpies im Sommer verlassen wird.

Angeblich soll Aston Villa Interesse an dem 1,98 m großen Stürmer haben. Dass Woltemade rund eineinhalb Monate vor der Fußball-Weltmeisterschaft nur wenig Einsatzzeit bekommt, dürfte aus Sicht der deutschen Fans ärgerlich sein.

Österreich: Unterhaltungshalle wird verklagt – weil sie zu nah an einer Schule ist

Uns hat ein Fall aus Österreich erreicht, der uns wirklich stutzig gemacht hat. In der Stadt Hallein, südlich von Salzburg, hat Anfang April die Spielhalle Fun Zone eröffnet. Doch der Begriff Spielhalle kann in diesem Kontext irreführend sein.

Denn in der Fun Zone stehen keinerlei Glücksspielautomaten. Die Besucher können dort etwa an Basketball-Körben spielen, Kuscheltiere aus Greifarm-Automaten fischen oder Rennsimulationen fahren. Es geht hier gezielt um Spiele, die auf Geschick beruhen und nicht auf Glück. Man könnte die Fun Zone also eher als Unterhaltungshalle bezeichnen. In der sogenannten Spielhalle befinden sich keine Glücksspielautomaten.

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Dennoch wurde der Betreiber nun angezeigt, da sich in unmittelbarer Nähe zur Fun Zone zwei Schulen befinden. Diese seien 300 und 400 Meter entfernt, sodass die Schüler nur wenige Gehminuten bis zu der Spielhalle bräuchten.

In Österreich gilt ein gesetzlicher Mindestabstand von 500 Metern zu Schulen und Jugendzentren – das gilt aber nur für Spielhallen im eigentlichen Sinne. Die Frage ist nun, ob die Fun Zone überhaupt unter dieses Gesetz fällt, denn dort wird ja kein Glücksspiel angeboten. Zuständig dafür sei nun die Bezirkshauptmannschaft.

Der Bürgermeister von Hallein ist sich sicher, dass die Halle geschlossen werden müsse. Er halte Spielsalons im unmittelbaren Umfeld von Schulen und Wohnhäusern für nicht passend. Eine Psychologin bestätigt im Gespräch mit Salzburg24, dass Kinder sehr anfällig für Reize seien. Die angebotenen Spiele könnten das Belohnungssystem anregen, was potenziell gefährlich sein könne.

Uns stellt sich bei diesem Fall die Frage, wie weit die rechtlichen Einschränkungen gehen sollten. Der gesetzliche Mindestabstand von Glücksspiel-Etablissements zu Schulen und Jugendzentren, der im Übrigen auch in Deutschland gilt, ist natürlich richtig. Doch inwieweit sollen zukünftig einfache Unterhaltungsangebote eingeschränkt werden? Wir sind gespannt, wie die Behörden in Österreich in diesem Fall entscheiden werden.

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