Glücksspiel-Wochenrückblick: Deutsche Pfandlotterie, Prognosemarkt-Blockade & GGL-Austausch
- FDP-Politiker Wolfgang Kubicki wirbt für die Deutsche Pfandlotterie.
- Spanien hat den Zugang zu den Plattformen Polymarket und Kalshi blockiert und ein Verfahren eingeleitet.
- Die GGL hat an einem europäischen Austausch teilgenommen – es wurden unter anderem Prognosemarkt-Plattformen diskutiert.

In unserem Wochenrückblick fassen wir die wichtigsten Glücksspielmeldungen zusammen. © OnlineCasinosDeutschland.com
Wolfgang Kubicki und die Pfandflaschenlotterie
Wolfgang Kubicki (74) ist vor allem als Politiker bekannt. Am kommenden Wochenende soll er zum Vorsitzenden der FDP gewählt werden. Aktuell beschäftigt sich Kubicki noch mit einem anderen Thema.
Er ist der ehrenamtliche Geschäftsführer der Deutschen Pfandlotterie. Dabei handelt es sich um eine Lotterie nach norwegischem Vorbild: Kundinnen und Kunden, die Pfandflaschen an einem Automaten zurückgeben, können entweder einen Pfandbon erhalten oder das Geld in Lose umwandeln. Der Hauptgewinn beläuft sich auf 100.000 €. Darüber hinaus werden die Einnahmen teilweise für wohltätige Zwecke gespendet.
Die Deutsche Pfandlotterie ist bisher nur in Schleswig-Holstein tätig. Drei Automaten der Lotterie wurden bereits aufgestellt – sie befinden sich in Kiel, Flensburg und Lübeck.
Wolfgang Kubicki setzt sich nun dafür ein, die Lotterie bekannter zu machen. Es heißt, dass der Politiker seit einigen Monaten bei Behörden und in der Politik für die Deutsche Pfandlotterie werben soll. Darüber hinaus soll bei der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) ein Antrag auf Erteilung einer Glücksspiellizenz eingegangen sein.
Sollte Kubicki am kommenden Wochenende tatsächlich zum FDP-Vorsitzenden gewählt werden, würde er seinen Posten als Geschäftsführer dennoch weiter ausüben wollen. Da das Unternehmen hinter der Deutschen Pfandlotterie gemeinnützig sei, sehe er keinen Grund dafür, das Amt aufzugeben.
Gewinnt Alexander Zverev seinen ersten Grand Slam?
Anfang der Woche startete mit den French Open eines der wichtigsten Turniere im Tennis. Schon vor Turnierbeginn stand fest, dass Titelverteidiger Carlos Alcaraz (23) nicht dabei sein würde. Er leidet an einer Verletzung an der rechten Hand, die ihn zu einer längeren Pause zwingt.
Am Donnerstag gab es eine große Überraschung: Der Weltranglistenerste Jannik Sinner (24) verlor gegen den Argentinier Juan Manuel Cerúndolo (24). Durch die Abwesenheit von Alcaraz galt Sinner als Top-Favorit bei dem Turnier. Sein Ausscheiden ist jedoch nicht auf sportliche Gründe zurückzuführen. Die Hitze in Paris scheint Sinner in die Knie gezwungen zu haben.
Seit den US Open 2023 gingen alle Grand Slams an Sinner oder Alcaraz. Schon jetzt steht fest, dass diese Serie bei den French Open enden wird. Könnte nun der Weg für den Deutschen Alexander Zverev (29) frei sein? Als Nummer 3 der Weltrangliste wird er nach dem Ausscheiden von Sinner als Favorit gehandelt.
Das zeigt auch ein Blick auf die Sportwettenquoten (Stand: 29.05.2026):
- Alexander Zverev: 2,70
- Novak Djokovic: 4,40
- Rafael Jódar: 8,00
- Casper Ruud: 8,25
- Francisco Cerúndolo: 15,00
Wenn ihr auf den Sieger der French Open 2026 oder einzelne Spiele wetten möchtet, könnt ihr euch bei Interwetten registrieren. Dort erhaltet ihr als Neukunde einen Bonus von 100 % bis 100 €.
Zverev trifft in der dritten Runde auf den Franzosen Quentin Halys (29). Das Finale der French Open 2026 findet am 7. Juni statt.
Spanien verbietet Prognosemarkt-Plattformen
Mitte der Woche haben die spanischen Behörden den Zugang zu den Prognosemarkt-Plattformen Polymarket und Kalshi gesperrt. Nutzer in Spanien können beide Webseiten aktuell nicht mehr aufrufen.
Gleichzeitig wurde ein Sanktionsverfahren gegen beide Unternehmen eingeleitet. Da dies den Anbietern postalisch nicht zugestellt werden konnte, wurde es im spanischen Staatsanzeiger veröffentlicht.
Der Vorwurf: Beide Plattformen sollen Wetten ohne die in Spanien benötigte Genehmigung angeboten haben. Die Grundlage dafür ist, dass die spanischen Behörden Prognosemärkte als Glücksspiel einstufen. Deshalb würden Polymarket, Kalshi und ähnliche Plattformen eine Lizenz der spanischen Glücksspielbehörde Dirección General de Ordenación del Juego (DGOJ) benötigen, um ihr Angebot zu legalisieren.

Solange die Verfahren gegen die Unternehmen laufen, bleibt der Zugang in Spanien blockiert. Die Behörden gehen davon aus, dass ein Urteil erst in drei bis vier Monaten gefällt werden kann.
Die Entscheidung aus Spanien könne für den europäischen Markt richtungsweisend sein. Bisher ist der Umgang mit Prognosemarkt-Plattformen je nach Land unterschiedlich. Diskussionen gibt es jedoch in vielen Ländern.
GGL nimmt an europäischem Austausch teil
Nur wenige Tage nach dem Bekanntwerden der spanischen Blockade hat die GGL eine interessante Meldung veröffentlicht. Sie teilte mit, dass eine Vertreterin der Behörde an einem europäischen Austausch zu Prognosemärkten, Spielmanipulation und Bekämpfung des illegalen Glücksspiels teilgenommen hat.
Bei der Veranstaltung haben sich führende europäische Glücksspielregulierungsbehörden ausgetauscht. Ein zentrales Thema dabei soll der rechtliche Umgang mit Prognosemärkten gewesen sein. Diskutiert wurden unter anderem die Einordnung in die jeweiligen nationalen Rechtsordnungen und welche regulatorischen Ansätze es gibt.
Besonders interessant: Aus der Pressemeldung geht hervor, dass in Deutschland eine länderübergreifende Arbeitsgruppe dazu geplant ist, wie Prognosemärkte laut dem deutschen Gesetz einzuordnen sind.
Das könnte für euch langfristig gesehen Veränderungen mit sich bringen. Von Deutschland aus könnt ihr Polymarket aktuell aufrufen und euch die Prognosen anschauen, aber keine Wetten abgeben. Diese Funktion wurde bereits blockiert, da der Anbieter hierzulande keine Glücksspiellizenz hat. Über Kalshi scheint die Wettabgabe in Deutschland aktuell möglich zu sein.
Es ist davon auszugehen, dass auch die deutsche Glücksspielbehörde in absehbarer Zeit Maßnahmen ergreifen wird. Ob es dann auch zu einer Blockade kommen könnte, ist aktuell nicht bekannt.
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