Glücksspiel-Wochenrückblick: Schwarzmarkt-Studie, Gold im Eiskunstlauf & illegale Glücksspielautomaten

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  • Die aktuelle Schwarzmarkt-Studie der GGL sorgt in der Branche für Diskussionen.
  • Minerva Fabienne Hase und Nikita Wolodin haben bei der Eiskunstlauf-WM Gold im Paarlauf gewonnen.
  • Ein Mann in Baden-Württemberg hat mit illegalen Glücksspielautomaten 450.000 € erwirtschaftet.
Zwei Personen streiten über eine Studie, eine Eiskunstläuferin landet auf dem Eis und in einer Gaststätte stehen drei Glücksspielautomaten.

In unserem Rückblick findet ihr wichtige Meldungen aus der Glücksspiel- und Sportwettenbranche. © onlinecasinosdeutschland.com

Diskussionen um Schwarzmarkt-Studie der GGL

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat in der vergangenen Woche eine Studie zum Schwarzmarkt-Anteil in Deutschland veröffentlicht. Diese ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der Anteil von nicht regulierten Glücksspielen bei 22,97% liegt. Das ergibt eine Kanalisierungsquote von 77,03%.

Jetzt hat sich der Deutsche Online Casinoverband (DCOV) zu den Zahlen geäußert. Laut seiner Einschätzung seien die Zahlen deutlich zu konservativ. Aus Sicht des DCOV liege die Kanalisierung lediglich bei etwa 50%.

Das Problem sei, dass die Befragten der Studie selbst hätten angeben sollen, ob sie in den vergangenen 12 Monaten bei illegalen Anbietern gespielt haben. Darin sehe der DCOV eine Verfälschung der Ergebnisse. Zudem habe eine belastbare Studie aus dem Jahr 2023 eine Kanalisierungsquote von 50,7% ergeben.

Das Thema ist so brisant, da besagte Studie der GGL in die Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags einbezogen werden soll. Aus diesem Grund übt der DCOV jetzt öffentliche Kritik an den Zahlen: Sie könnten stärkere Anpassungen am Glücksspielstaatsvertrag verhindern.

Für euch als Spieler ist wichtig, dass es bis Ende des Jahres definitiv eine Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags geben wird, denn das ist gesetzlich vorgeschrieben. Welche Anpassungen es geben wird, ist noch völlig unklar. Fest steht aber, dass sie einen direkten Einfluss auf euer Spielerlebnis haben werden.

Hase & Wolodin gewinnen Gold bei der Eiskunstlauf-WM 2026

Nach Bronze in Montreal und Silber in Boston haben sie es endlich geschafft: Minerva Fabienne Hase (26) und Nikita Wolodin (26) haben am Donnerstagabend Gold im Paarlauf gewonnen. Derzeit findet die Eiskunstlauf-WM 2026 in Prag statt.

Nach dem Kurzprogramm lagen Hase und Wolodin mit einem Vorsprung von nur 0,33 Punkten knapp vor der Konkurrenz. Den zweiten Platz sicherten sich die Europameister Anastassia Metelkina (21) und Luka Berulawa (23) aus Georgien. Am Donnerstagabend ging es dann in die entscheidende Kür.

Hase und Wolodin gingen als allerletzte auf das Eis. Sie zeigten eine fast fehlerfreie Kür voller Anmut und fesselnder Elemente. Damit bauten sie ihren Vorsprung aus und sicherten sich mit insgesamt 228,33 Punkten die lang ersehnte Goldmedaille. Silber ging an Metelkina und Berulawa, während Lia Pereira (22) und Trennt Michaud (29) aus Kanada Bronze holten.

Wie es für Hase und Wolodin weitergeht, ist noch nicht bekannt. Sie ließen es offen, ob es nach der WM für beide als Paar eine Zukunft gibt.

Hervorzuheben ist auch die Leistung des zweiten deutschen Paares. Annika Hocke (25) und Robert Kunkel (26) lagen nach dem Kurzprogramm auf Rang 10. Mit einer beeindruckenden Kür erzielten sie eine Saisonbestleistung und rückten im Gesamt-Ranking auf Platz 7 vor.

Die Eiskunstlauf-WM 2026 findet noch bis Sonntag, den 29. März, statt. Neben den deutschen Paarläufern hat sich Einzelläufer Genrikh Gartung (18) für die Kür am Samstag qualifiziert. Im Eistanz könnt ihr euch auf das deutsche Duo Jennifer Janse van Rensburg (32) und Benjamin Steffan (30) freuen.

Länderspiele: WM-Quali-Playoffs & Freundschaftsspiele am Wochenende

Im Fußball ist derzeit einiges los, denn es finden die WM-Quali-Playoffs und einige Freundschaftsspiele statt. Am Donnerstagabend wurde das Halbfinale der Playoffs gespielt – dabei geht es um nicht weniger als die WM-Teilnahme. Hier findet ihr die Ergebnisse:

  • Türkei – Rumänien: 1:0
  • Tschechien – Irland: 2:2 (4:3 nach Elfmeterschießen)
  • Dänemark – Nordmazedonien: 4:0
  • Italien – Nordirland: 2:0
  • Polen – Albanien: 2:1
  • Slowakei – Kosovo: 3:4
  • Ukraine – Schweden: 1:3
  • Wales – Bosnien und Herzegowina: 1:1 (3:5 nach Elfmeterschießen)

Die finale Entscheidung fällt dann am Dienstag, den 31. März. Dann findet das Finale der Playoffs statt und es wird sich entscheiden, welche vier Teams sich für die Fußball-WM 2026 qualifizieren können.

Möchtet ihr auf den Ausgang der WM-Qualifikation wetten, dann könnt ihr euch bei bwin registrieren. Aktuell wird eure erste Einzahlung bis zu 100€ verdoppelt. Dafür müsst ihr mindestens 10€ einzahlen. Hier findet ihr die Quoten für das Finale der Playoffs:

  • Kosovo – Türkei: 4,40 x 3,80 x 1,77
  • Schweden – Polen: 2,15 x 3,40 x 3,30
  • Bosnien & Herzegowina – Italien: 5,25 x 3,50 x 1,72
  • Tschechien – Dänemark: 3,60 x 3,30 x 2,10

Neben den Playoffs finden aber auch weitere Länderspiele statt. So wird die deutsche Nationalmannschaft am Freitagabend gegen die Schweiz spielen, ehe es am Montagabend gegen Ghana geht. Für die DFB-Elf ist es eine der letzten Gelegenheiten, sich auf die WM vorzubereiten. Dementsprechend angespannt ist die Stimmung unter den Spielern und den Fans.

Gastronom erwirtschaftet 450.000€ mit illegalem Glücksspielautomaten

Es ist keine Seltenheit, dass die Behörden bei Kontrollen in Restaurants, Gaststätten und Kneipen Hinweise auf illegales Glücksspiel finden. In Kehl, einer kleinen Stadt im Westen von Baden-Württemberg, wurde schon 2024 in einer Gaststätte ein nicht zugelassenes Unterhaltungsspielgerät entdeckt.

Der 45-jährige Betreiber soll neben zwei zugelassenen Geldspielgeräten einfach ein weiteres Geldspielgerät aufgestellt haben. Die Gewinne aus dem Gerät soll er den Gästen in bar ausgezahlt haben.

Der Wirt einer Gaststätte gibt einem Spieler Geld.

Die Behörden decken bei ihren Kontrollen immer wieder Fälle von illegal aufgestellten Glücksspielautomaten auf. © onlinecasinosdeutschland.com

Das Schockierende dabei: Innerhalb von zwei Jahren soll er mit dem Gerät ganze 450.000€ erwirtschaftet haben. In dieser Woche fiel dann das Urteil gegen den Mann. Er wurde wegen der gewerbsmäßigen Veranstaltung eines unerlaubten Glücksspiels verurteilt. Die Strafe beläuft sich auf ca. 10.000€.

Das nicht zugelassene Geldspielgerät wurde eingezogen. Die 450.000 € muss er ebenfalls zurückzahlen. Der Fall zeigt: Das unerlaubte Aufstellen von Glücksspielgeräten ist keine Kleinigkeit.

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