Blackjack spielen lernen – der einfache Guide zu allen Spielregeln

Blackjack ist in den Casinos das mit Abstand beliebteste Kartenglücksspiel. Der Grund dafür ist, dass man als Spieler viele Entscheidungen treffen kann und so nicht ausschließlich auf sein Glück angewiesen ist. Tatsächlich ist Blackjack das komplexeste Casinospiel, welches aber dennoch einfach erlernt und gespielt werden kann. Wenn ihr selbst dieses Spiel gern ausprobieren möchtet, es aber noch nie zuvor gespielt habt, könnt ihr auf dieser Seite alle Blackjack Regeln im Handumdrehen erlernen.

Der allgemeine Spielaufbau und das Ziel des Spiels

An einem Blackjack Tisch sitzt der Dealer (auch Croupier genannt) bis zu 7 Spielern gegenüber. Jeder Spieler spielt nur für sich und mit seinen Karten nur gegen den Dealer. Ziel dieses Spiels ist es, mit seinen Karten so nah wie möglich an 21 Punkte zu kommen und dabei mehr Punkte zu haben als der Dealer. Wichtig ist dabei, dass man die 21 Punkte nicht überschreitet. In diesem Fall verliert man sofort seinen Einsatz. Gewinnt man gegen den Dealer, erhält man die entsprechende Auszahlung.

Der Blackjack Tisch – Alle wichtigen Details erklärt
Erklärung zu den wichtigsten Details eines Blackjack Tisches
  1. Für jeden Sitzplatz gibt es eine Box, in der der Spieler seinen Einsatz platziert, die Karten werden direkt daneben ausgeteilt
  2. Die Karten des Dealers, in der Standard-Variante bleibt die zweite Karte zunächst verdeckt
  3. Die Einsatzlimits des jeweiligen Blackjack Tisches sowie die Auszahlungen für Gewinne und Versicherung
  4. Aus dem Kartenschuh zieht der Dealer alle Karten, in Online Spielen natürlich nur virtuell
  5. In der Tischmitte werden für die Spieler gut sichtbar die wichtigsten Gewinn- und Auszahlungsregeln beschrieben
  6. Beim Online Blackjack kann sich der Spieler hier zwischen allen verfügbaren Spielzüge entscheiden

Die Wertigkeit der Karten ist dabei ganz einfach. Alle Zahlen auf den Karten haben exakt den gleichen Wert und die Bildkarten Bube, Dame und König zählen 10 Punkte. Die einzige Besonderheit ist das Ass, welches entweder 1 oder aber 11 Punkte zählt. Die Entscheidung, wann diese Karte wie viel zählt, wird dabei immer zu Gunsten des Spielers entschieden. Aber auch der Dealer kann sich nicht mit einem Ass überkaufen, wenn er eine weitere Karte ziehen muss.

Die Werte der einzelnen Karten für alle Blackjack Regeln

Habt ihr zum Schluss der Spielrunde mehr Punkte als der Dealer oder hat sich der Dealer überkauft, bekommt ihr eine Auszahlung von 1:1. Wenn ihr 10 Euro eingesetzt habt, bekommt ihr diese mit weiteren 10 Euro Gewinn, also insgesamt 20 Euro zurück. Habt ihr weniger als der Dealer oder ihr habt mehr als 21 Punkte, geht euer Einsatz an die Bank. Bekommt ihr mit euren ersten beiden Karten direkt 21 Punkte (Ass plus 10 oder Bildkarte) so hat man einen „Blackjack“ und gewinnt sofort mit einer Auszahlung von 3:2 – zum Einsatz von 10€ gewinnt ihr 15€ dazu und bekommt 25€ zurück. Warum diese Kombination Blackjack genannt wird, könnt ihr im Artikel zur Geschichte dieses Blackjack Spiels erfahren.

Schritt für Schritt Anleitung zum Spielablauf

Eine Spielrunde beginnt mit der Aufforderung des Dealers an die Spieler, ihre Einsätze zu tätigen. Jeder Mitspieler kann sich für einen beliebigen Betrag entscheiden, der den angegebenen Tischlimits entspricht (Mindest- und Höchsteinsatz) und mit den gängigen Chips möglich ist. Jeder Spieler kann sich aber auch dafür entscheiden, die nächste Runde auszusetzen und nicht zu spielen.

Haben die Spieler ihre Einsätze in ihre Box platziert (Markierung auf dem Blackjack Tisch), beginnt der Dealer die Karten auszuteilen. Zuerst bekommt jeder Spieler eine offene Karte, danach gibt sich der Dealer selbst eine offene Karte. Danach erhalten alle Spieler eine zweite offene Karte, die zweite Karte des Dealers bleibt zunächst verdeckt.

Die erste Entscheidung für den Spieler – Versicherung oder nicht?

Bei einem Dealer Ass kann der Spieler seine Hand gegen einen Blackjack versichern lassenJeder Spieler kann sich nun basierend auf seinen beiden Startkarten für einen von vier verschiedenen Spielzügen entscheiden: Hit, Stand, Double oder Split. Wenn die erste Karte des Dealers allerdings ein Ass ist, kann sich jeder Spieler für eine „Versicherung gegen einen Blackjack“ entscheiden. Dafür muss der Spieler einen zusätzlichen Einsatz in gleicher Höhe bringen und diesen auf die sogenannte „Insurance Line“ platzieren. Zieht der Dealer einen Blackjack, verliert man zwar seinen ursprünglichen Einsatz, gewinnt mit seiner Versicherung aber eine Auszahlung von 2:1 (das Doppelte des Einsatzes). Bekommt der Dealer keinen Blackjack, spielt ihr einfach mit eurem ersten Einsatz weiter, der Versicherungseinsatz ist aber verloren.

Die Standard-Optionen Hit und Stand

Die Standard-Entscheidungen sind immer HIT und STANDJeder Spieler kann sich nun dafür entscheiden, eine weitere Karte zu ziehen oder mit seiner Punktzahl stehen zu bleiben. Wann welche Option empfehlenswert ist, könnt ihr auf der Seite der Blackjack Strategien erfahren. Dabei gibt es keine Beschränkung dafür, wie viele Karten ihr zieht. Oft hat man schon mit zwei oder drei Karten genug Punkte, in Einzelfällen kann man aber auch bis zu 5 Karten ziehen, ohne sich zu überkaufen. Sobald man sich aber dafür entscheiden hat, keine Karte mehr zu ziehen, muss man die Entscheidungen aller verbleibenden Spieler abwarten. Erst wenn alle Spieler ihre Spielzüge beendet haben, wird der Dealer seine verdeckte Karte umdrehen und nach festen Regeln weitere Karten ziehen.

Die Sonderfälle Split und Double Down

Weitere mögliche Optionen sind für den Spieler der Split oder das Double Down. Allerdings gibt es Einschränkungen dafür, wann dies möglich ist und wie der Spieler danach weiterspielt.

Paare können geteilt und als einzelne Hände weitergespielt werdenBeim Split kann der Spieler seine Hand teilen, wenn die ersten beiden Karten die gleiche Wertigkeit haben. In diesem Fall wird dafür ein weiterer Einsatz in gleicher Höhe fällig. Zu beiden geteilten Karten bekommt man nun eine weitere ausgeteilt, von nun an werden diese beiden Hände unabhängig voneinander weitergespielt. Man kann beide Hände gegen den Dealer gewinnen, beide verlieren oder aber auch nur eine gewinnen. Für jede der beiden Hände kann der Spieler beliebig weitere Karten ziehen, allerdings darf er nicht erneut teilen. Ein Blackjack einer geteilten Hand zählt „nur“ 21 Punkte und wird im Gewinnfall nur mit einer 1:1 Auszahlung belohnt.

Der Spieler kann sich aber auch nach den ersten beiden Karten, egal mit welcher Wertigkeit, für ein Double Down entscheiden. Dabei verdoppelt er seinen Einsatz und darf damit auch das ursprüngliche Tischlimit überschreiten. Danach bekommt man nur noch genau eine einzige Karte ausgeteilt und darf keine weiteren Entscheidungen treffen. Man kann auch geteilte Hände unabhängig voneinander verdoppeln und erhält ebenfalls nur eine weitere Karte dafür.

Wenn ihr wissen möchtet, welcher Spielzug für welche Karten am besten ist, schaut einmal auf der Seite zur Blackjack Strategie vorbei.

Die Züge des Dealers und die Auszahlung der Gewinne

Haben alle Spieler ihre Spielrunde beendet, fehlt für die Auswertung der Spielergebnisse nur noch die Hand des Dealers. Zuerst dreht dieser seine zweite, noch verdeckte Karte um. War die erste offene Karte ein Ass, entscheidet sich nun, ob etwaige Versicherungen ausbezahlt oder die Versicherungseinsätze eingezogen werden. Ob der Dealer danach noch weitere Karten zieht, hängt allein von seiner Punktzahl ab. Solang er weniger als 17 Punkte hat, muss er zwingend eine weitere Karte ziehen. Diese Zugregel ist auch direkt auf dem Blackjack Tisch aufgedruckt. Dort steht dann üblicherweise auf Englisch „Dealer must stand on all 17“. Ein Ass zählt dabei für den Dealer immer 11 Punkte, es sei denn er würde sich damit überkaufen – dann zählt es nur einen Punkt. Überkauft sich der Dealer (mehr als 21 Punkte) gewinnen alle verbleibenden Spieler automatisch. Bei einer Punktzahl bis 21 werden nun die Punkte mit den Spielern vergleichen.

Wenn der Dealer überkauft, gewinnen alle verbleibenden Spieler automatisch

Mit den Startkarten 5 und 7 ist der Dealer gezwungen, mit 12 Punkten eine weitere Karte zu ziehen. In diesem Fall überkauft er sich mit der Dame (nun insgesamt 22) und alle verbliebenen Spieler (die sich selbst nicht überkauft haben) gewinnen ihre Hand unabhängig von der Punktzahl.

Hat ein Spieler mehr als der Dealer gewinnt er eine Auszahlung von 1:1 – hat der Dealer mehr, verliert der Spieler seinen Einsatz. Haben beide die gleiche Punktzahl, erhält der Spieler seinen Einsatz zurück. Bekommt der Dealer aber einen Blackjack, verlieren alle noch verbliebenen Spieler die selbst keinen Blackjack haben. Es verlieren dann auch diejenigen mit 21 Punkten. Haben sowohl Dealer als auch Spieler einen Blackjack, gewinnt der Spieler, allerdings nur mit einer Auszahlung von 1:1 anstatt 3:2. Sind alle Gewinne ausbezahlt und verlorene Einsätze eingezogen, kündigt der Dealer den Start der nächsten Spielrunde an.

Regelabweichungen und was man sonst noch über das Spiel wissen sollte

Neben den Standard-Regeln haben sich viele verschiedene alternative Regeln entwickelt, die auch in unterschiedlichen Kombinationen auftreten können. Die Details dieser einzelnen vom klassischen Blackjack abweichenden Varianten möchte ich hier nicht thematisieren, ich möchte hier lediglich eure Aufmerksamkeit auf die unterschiedlichen Blackjack Regeln richten – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn ihr einmal ein paar Blackjack Spiele mit anderen Regeln ausprobieren möchtet, empfehle ich euch dafür das Euro Palace Casino, welches mit rund 50 Blackjack Varianten jede Menge Abwechslung bietet.

Mehrfache Splits mit beliebig vielen weiteren Karten

In einigen Spielen ist man nicht nur auf einen einzigen Split beschränkt, sondern kann eine geteilte Hand mehrmals teilen – sofern die Karten natürlich den gleichen Wert besitzen. Üblicherweise dürfen geteilte Asse nur eine weitere Karte ziehen, aber auch dies kann bei einigen Varianten anders geregelt sein. Auch kann es vorkommen, dass das Double Down nach einem Split nicht erlaubt ist.

Double Down nur bei 9, 10 oder 11 Punkten

In einigen Spielvarianten ist ein Double nur bei einer bestimmten Punktzahl möglich. Dabei kann es auch Einschränkungen dahingehend geben, ob man eine sogenannte Soft Hand (welche ein Ass enthält) hat.

Dealer must Hit on Soft 17

Eine weitere Möglichkeit ist, dass der Dealer bei einer Soft 17 noch eine weitere Karte ziehen muss. Da die Soft Hand ein Ass enthält, ist dies eher nachteilig für den Spieler (genauso wie es für ihn eher vorteilig ist eine Soft Hand zu besitzen). Bei einer Hard 17 ohne Ass sowie bei 18 oder mehr Punkten bleibt der Dealer natürlich stehen.

6:5 Auszahlung für einen Blackjack

Es gibt gelegentlich auch Spiele, in denen der Blackjack nicht mit 3:2 sondern nur mit 6:5 ausgezahlt wird. Dann gewinnt ihr nicht das Anderthalbfache des Einsatzes, sondern nur knapp etwas mehr als den Einsatz. Solltet ihr solch ein Spiel sehen, empfehle ich es wegen der geringeren Auszahlung zu meiden. Dies kommt zwar eher in landbasierten Casinos vor als in Online Casinos, ihr solltet aber auch ein Auge darauf haben.

Fünf-Karten-Trick (Five Card Charly)

Diese Regel war früher ein fester Bestandteil des Blackjack, kommt heute aber nur noch bei bestimmten Spielvarianten zum Einsatz. Hier kann der Spieler mit 5 Karten sofort im Verhältnis 1:1 gewinnen, egal wie viel Punkte er hält – natürlich darf er sich dabei nicht überkaufen. Allerdings verliert der Spieler, wenn der Dealer einen Blackjack bekommt.

Reihenfolge der Kartenausgabe und Anzahl der Decks im Kartenschlitten

Unterschiede kann es aber auch beim Austeilen der Karten geben. Im Normalfall erhält der Dealer zum Schluss seine zweite Karte verdeckt ausgeteilt, dann beginnen die Spieler ihre Entscheidungen zu tätigen. Es kann aber auch vorkommen, dass diese zweite Karte erst gezogen wird, wenn alle Spieler ihre Runden beendet haben und der Dealer mit Ziehen an der Reihe ist. Auch wird es oft Unterschiede in der Anzahl der Decks geben, mit denen gespielt wird – in den meisten Fällen sind es aber 6 oder 8 Decks mit je 52 Karten. Wann die Karten eingemischt werden und der Schlitten wieder aufgefüllt wird, wird meist durch den Dealer entscheiden. Je nach Anweisung des Casinos wird er in den neu aufgefüllten Schlitten ungefähr vor dem letzten Drittel oder Viertel mit einer Trennkarte „abgeschnitten“. Erreicht der Dealer diese Karte, wird die aktuelle Runde noch regulär beendet und danach alle Karten neu eingemischt.