UFC Hand in Hand mit AGA

Die US-amerikanische Organisation UFC (Ultimate Fighting Championship), bekannt für spektakuläre Kämpfe im Bereich Mixed Martial Arts, hat angekündigt sich an einer Kampagne der AGA (American Gaming Association) für verantwortungsvolle Sportwetten zu beteiligen. Hierfür hat der Kampfsportverband den AGA-Wettkodex unterzeichnet und sich damit Sportligen wie NHL, Nascar und PGA Tour angeschlossen. Im Zuge der Partnerschaft sind einige Marketingaktionen geplant. Mit welchen Entwicklungen ist zu rechnen?

Zwei MMA-Kämpfer im Bodenkampf.

Bei den Mixed Martial Arts (MMA) kommt das Beste aus den Kampfkünsten der Welt zusammen. ©Maza-Fight-Gallery/Pixabay

Aufklärungskampagne über Sportwetten

Der Kampfsportveranstalter UFC hat den AGA-Wettkodex unterzeichnet und unterstützt damit eine Kampagne für verantwortungsvolle Sportwetten. Die Kampagne läuft seit 2019 unter dem Titel Have A Game Plan. Bet Responsibly! (z. dt. Behalte die Spielkontrolle. Wette verantwortungsvoll!). Sie wird bereits von Sportligen wie der NHL, Nascar oder PGA Tour gefördert. Ziel ist die Aufklärung in Bezug auf die Risiken von Glücksspielen.

Um die Kampagne zu unterstützen, wird die UFC ihre eigenen In-Venue-, Digital- und Broadcast-Assets nutzen und mit UFC-Motiven gebrandete Aufklärungs- und Marketingmaterialien zur Verfügung stellen.

Laut UFC-Präsident Dana White habe die Kampfsportliga UFC die leidenschaftlichsten und eingefleischtesten Fans aller Sportarten. Da die Fans es lieben, auf die Ausgänge der Fights zu wetten, sei ein verantwortungsvoller Umgang damit von höchster Wichtigkeit. Man sei stolz, mit der AGA, dem größten Glücksspielverband der USA, zusammenzuarbeiten. Gemeinsam wolle man kluge Entscheidungen treffen und verantwortungsvolle Sportwetten fördern.

AGA-Präsident Bill Miller betonte, dass sich Sportwetten in den USA rasant ausbreiten, erst im August 2020 kam es zu Umsatzrekorden am US-Wettmarkt. Professionelle Sportligen würden daher die Notwendigkeit erkennen, ihre Fans über die Chancen, doch auch über Risiken von Sportwetten aufzuklären. Man sei dankbar, dass die Have a Game Plan-Kampagne durch die UFC noch größer wird.

Die UFC ist der weltweit größte Organisator für MMA-Kämpfe und Marktführer. Das Unternehmen gehört dem US-amerikanischen Sportvertrieb Zuffa LLC aus Las Vegas. Die erste Veranstaltung fand 1993 in Denver statt. 1997 kam es zum Abschluss eine Fernsehvertrages mit Fox Sports. Der Durchbruch gelang 2005 mit der Reality-Casting-Show The Ultimate Fighter. Es folgte das Format Ultimate Fight Night, das inzwischen auf Fox Sports 1 ausgestrahlt wird. Binnen letzter Jahre nahm die Beliebtheit der UFC immer mehr zu. Inzwischen braucht sie Vergleiche mit Sportligen wie der NBA oder NFL nicht mehr zu scheuen.

UFC: Abkommen mit DraftKings

Die Kooperation zwischen der UFC und der AGA erfolgt unmittelbar nachdem der MMA-Veranstalter ein Wett- und DFS-Abkommen mit DraftKings besiegelt hat. Beide Seiten sprachen von einer bahnbrechenden Partnerschaft, welche es DraftKings erlaubt, auf die Logos, Namen, Ranglisten und Brandings der UFC zuzugreifen. Für die UFC handelt es sich hierbei um die erste exklusive Wettpartnerschaft in ihrer Geschichte.

Das Branding von DraftKings prangt im Umkehrschluss auf der Octagon-Leinwand bei ausgewählten UFC-Events und bei Kämpfen im Rahmen von Dana Whites Contender Series, die in Las Vegas stattfindet. Darüber hinaus wird DraftKings eine Reihe von wöchentlichen Free-to-Play-Spielen anbieten sowie erweiterte Prop-Wetten und anderweitige Sportwetten. Dazu kommt ein $10.000 Free-to-Play-Pool, der im Vorfeld der UFC-Fight Nights Einsendungen annimmt.

Der Wettanbieter DraftKings wird außerdem offizieller Presenting-Partner der UFC Fight Clock, dem neuen, proprietären Zeitmessungssystem der UFC-Meisterschaft. Es wird auf mehreren Bildschirmen bei jedem Event angezeigt, um sicherzustellen, dass Spieler und Fans die verbleibende Zeit in jeder Runde im Blick haben.

Laut UFC-Präsident Dana White sei der Deal mit DraftKings ein gewaltiger Schritt vorwärts, der Betreiber sei innovativ und zurzeit die Nummer Eins im Wett- und DFS-Markt. Vor allem Fans und Spieler würden von der Partnerschaft profitieren. Besonders, da die UFC im Gegensatz zu anderen Sportarten keine Pausen oder Nebensaisons einlege. Es werde daher nonstop für Action gesorgt. Jason Robins, Geschäftsführer von DraftKings, sieht das ähnlich und erklärte, dass Kampfsportarten und insbesondere die UFC in den Sportwett-Vertikalen signifikant nach oben schießen. Es handle sich um einen der wichtigsten Wachstumsmärkte überhaupt.

Vertrag mit Krypto-Betreiber Stake.com

Auch in Asien und Lateinamerika ist die UFC in punkto Wetten auf dem Vormarsch. Hierzu hat sich der MMA-Veranstalter mit dem zukunftsorientierten Krypto-Betreiber Stake.com zusammengeschlossen. Stake.com ist der erste offizielle Wettpartner der UFC in Asien und Lateinamerika, mit Ausnahme von Brasilien, wo zurzeit immer noch über eine Wettreform debattiert wird.

Ziel des Abkommens ist es, den asiatischen und lateinamerikanischen UFC-Fans ein breiteres Wettangebot zu bieten, welches außerdem größere soziale Funktionen beinhalten soll. In diesem Sinne sei man begeistert, mit dem auf Kryptowährungen ausgerichteten Betreiber Stake.com zu kooperieren, so Nick Smith, Vice President of Global Partnerships der UFC. Stake.com sei eine ebenso moderne wie einzigartige Möglichkeit für Fans, die Action und Spannung der UFC zu erleben.

Milan Jovancevic, Public Relations Manager bei Stake, erklärte darüber hinaus, dass alle Mitarbeiter von Stake begeisterte UFC-Fans seien, die Partnerschaft würde zudem die globale Expansion der Marke beschleunigen. Ob es in Zukunft zu weiteren Deals der UFC im Bereich Sportwetten kommen wird, bleibt vorerst abzuwarten.

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