Sportradar bestätigt Deals mit RFL und USL

Der in der Schweiz stationierte Sportdatendienstleister Sportradar hat seine Partnerschaft mit der englischen Rugby-Profiliga RFL (Rugby Football League) ausgedehnt. Parallel dazu wurde ein Integritätsabkommen mit der zweithöchsten US-Fußballliga USL (United Soccer League) begründet. Wie sehen die Abkommen im Detail aus?

Ein Match der Wigan Warriors der Rugy Football League.

Seit 2017 setzt die englische Rugbyliga RFL auf Sportradar, um seine Spieldaten optimal auszuwerten.

RFL betont volles Vertrauen in Sportradar

Sportradar wird auch in den Jahren 2019 und 2020 weiterhin mit der RFL in sämtlichen Fragen rund um Datenaufbereitung, Integritäts- und Überwachungsinitiativen zusammenarbeiten – jüngst hat der im schweizerischen St. Gallen ansässige Sportdaten-Anbieter seine Partnerschaft mit dem nationalen Dachverband der englischen Rugby Football League (RFL) erneuert. Im Zentrum des Abkommens steht nach wie vor die optimale Aufbereitung von Sportdaten, um das Sportwettgeschäft der Liga zu professionalisieren.

Im Rahmen der Vertragsausdehnung soll Sportradar innerhalb der nächsten zwei Jahre die Überwachung aller RFL-organisierten Spiele mithilfe seines markterprobten Fraud Detection-Systems übernehmen und zudem mehrere Integritäts-Workshops sowohl für Clubvertreter als auch für Offizielle des Dachverbands veranstalten.

Sportradar arbeitet bereits seit 2017 mit der RFL zusammen. Auf den Datendienstleister ist laut Alan Darfi, Datenbeauftragter der RFL, Verlass. Wie es heißt sei in über 200 Spielen während den Saisons 2017 und 2018 kein einziger Fehler in puncto Datenauswertung aufgetreten. Dies sei auch der wesentliche Grund für die Verlängerung der Verträge, die Integrität der RFL stehe dabei an oberster Stelle. Laut Darfi heißt es diesbezüglich im Wortlaut:

“Die RFL ist voll und ganz auf die Integrität des Spiels ausgelegt und unsere Beziehung zu Sportradar ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Verpflichtung. Das Unternehmen genießt in diesem Bereich national und international großes Vertrauen und ist daher für uns ein hervorragender Partner, sowohl bei Überwachungsdienstleistungen als auch bei der Durchführung von Integritäts-Workshops.”

Überlegene Wettdatenverarbeitung

Bezüglich des Deal mit der bereits 1895 gegründeten, höchsten englischen Rugbyliga RFL meldete sich indessen auch Andreas Krannich, Geschäftsführer von Integrity Services bei Sportradar, zu Wort und verweis an dieser Stelle insbesondere auf die technologischen Vorteile der bewährten Sportradar-Technologien zur Datenerfassung. Krannich sieht in der Vertragsverlängerung insbesondere die technologische Überlegenheit des Fraud Detection-Systems bestätigt, ein digitales Verarbeitungssystem zum Schutz vor Onlinebetrug. Der Geschäftsführer dazu im Zitat:

“Die Erweiterung unserer Partnerschaft mit der RFL in der bereits dritten Saison bestätigt unsere langfristigen Investitionen sowohl in das Fraud Detection System als auch in unser technologisches Netzwerk zwischen hochqualifizierten Wettexperten weltweit. Wir freuen uns, dass die RFL weiterhin in unsere Schulungsworkshops investieren wird, um die Spieler und Funktionäre der Clubs über die Bedrohung durch Spielabsprachen zu informieren und ihnen einen proaktiven Präventionsansatz zu liefern.”

Deal mit United Soccer League

Parallel zu seiner Vertragsausdehnung mit der RFL hat Sportradar außerdem ein Integritätsabkommen mit der zweitgrößten US-amerikanischen Profifußballiga USL unter Dach und Fach gebracht. Mit dem Deal avanciert Sportradar zu ersten offiziellen Sportdatenpartner der Liga seit der US-weiten Sportwettlegalisierung im Mai 2018. Seitdem obliegt die Sportwettlegalisierung in den USA den einzelnen Bundestaaten.

Auch hier sieht die Vereinbarung vor, dass Sportradar ein spezialisiertes Datenverarbeitungssystem zur Analyse sowie ein Betrugserkennungssystem zur Überwachung in die Wettbewerbe der USL integriert. Darüber hinaus wird Sportradar der USL eine Reihe von Bildungsprogrammen über die Risiken von Spiel- und Sportmanipulationen vorstellen. Die Sitzungen sollen sowohl in englischer als auch spanischer Sprache abgehalten werden und konzentrieren sich vorwiegend auf relevante Richtlinien in Bezug auf Sportwetten und illegale Spielabsprachen.

Obendrein soll die Liga durch ein umfassendes, auf die USL zugeschnittenes Audit bei der Umsetzung ihres Integritätsprogramms unterstützt werden. Hierzu meldete sich jüngst Lizzie Seedhouse, Vizepräsidentin der USL, zu Wort. Auch für ihn hat die Wahrung der Glaubwürdigkeit des Spielgeschehens oberste Priorität. Im Wortlaut hieß es:

“Es gibt nichts wichtigeres, als die allgemeine Integrität unserer Liga zu schützen. Wir müssen wachsam und uns klar darüber sein, wie wir unsere Spieler und Teams am besten schützen. Wir befinden uns in den sich ständig verändernden Landschaft von Sportwetten in den Vereinigten Staaten. Die Bildung derer, die Einfluss auf das Spiel haben, hat für uns größte Bedeutung.”

Andy Cunningham, Direktor der globalen Strategie für Integritätsdienste bei Sportradar, fügte indessen hinzu, dass die USL bereits jetzt schon ein starkes Engagement gezeigt habe, um die „Integrität ihrer Wettbewerbe zu wahren und ihre Stakeholder zu schützen“. In diesem Sinne hat das USL-Abkommen mit Sportradar vor allem einen professionalisierenden Character.

Datennutzung für globales Wettgeschäft

Auch Sportradar geht infolge des Deals natürlich nicht leer aus und erhält im Gegenzug der Kooperation die Rechte alle Daten aus USL Championship-Spieles für sein globales Geschäft mit audiobasierten und visuellen Sportwettprogrammen zu nutzen. In diesem Kontext steht bereits jetzt eine Ausdehnung des Sportradar-Engagements in die höchste US-amerikanische Profifußballliga Major League Soccer (MLS) in Aussicht. Ähnliche Vereinbarungen hat Sportradar zudem bereits mit der NBA (National Basketball Association) und der NHL (National Hockey League) getroffen.

Erst im letzten Monat gab das Unternehmen in diesem Kontext außerdem einen Deal mit (MLB) Major League Baseball bekannt. Damit deckt Sportradar indessen drei der vier größten US-amerikanischen Profisportligen, abgesehen von der NFL, mit seinen Technologien ab. Die weiteren Entwicklungen bleiben an dieser Stelle abzuwarten.

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