Spielbank Berlin fördert ASB

Die Spielbank Berlin hat einen Scheck über 7.500 Euro an den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Landesverband Berlin e. V. überreicht. Das Geld soll gemeinnützigen Initiativen und Projekten zugutekommen. Bei einer vergleichbaren Aktion im letzten Oktober hatte die Spielbank zuletzt 10.000 Euro gespendet. Was steckt hinter den sozialen Ambitionen?

Ein Blick auf den Potsdamer Platz von Berlin.

Ein Blick auf den Potsdamer Platz, seit 1975 Standort der Spielbank Berlin. ©MarkHünermund/Pexels

Initiative durch Beiratsmitglied

Die Spielbank Berlin führt ihren Spendenmarathon auch im Jahr 2020 fort. Nun flossen 7.500 Euro an den Berliner Arbeiter-Samariter-Bund. Initiiert wurde die Aktion von Spielbank-Chef Gerhard Wilhelm und Beiratsmitglied Dr. Karl Kauermann, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Berliner Volksbank. Als Präsidiumsmitglied des ASB Landesverbandes Berlin e. V. setzt sich letzterer schon seit Jahren für die gemeinnützigen Projekte der Hilfs- und Wohlfahrtsorganisation ein. Im Rahmen der Scheckübergabe fand Geschäftsführer Wilhelm die passenden Worte für Kauermanns außergewöhnliches Engagement, es hieß:

“Die Förderung gemeinnütziger Initiativen und Projekte ist der Spielbank Berlin ein ganz besonderes Anliegen. Wir freuen uns sehr, dass wir die ASB-Akademie unterstützen und damit einen Beitrag leisten können, um die Ehrenamtlichen und Mitarbeiter des ASB bei der Weiterbildung zu fördern. Daher begrüßen wir die Entscheidung unseres Beiratsmitglied Dr. Karl Kauermann, dem ASB an dieser Stelle zu helfen.”

ASB begrüßt Spendenaktion

Der ASB hat seinen Ursprung in der Arbeiterbewegung von 1888. Seither hat sich die Organisation zu einer der bedeutsamsten Einrichtungen für soziale Fragen und Aufgaben entwickelt. Inzwischen ist der ASB zu einer bundesweit anerkannten gemeinnützigen Hilfs- und Wohlfahrtsorganisation avanciert. Diese zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie partei- und konfessionsunabhängig ist. Da sich der ASB stets an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, wird er mittlerweile von über 1,3 Mio. Mitgliedern unterstützt.

Um soziale Projekte anzugehen, werden nach wie vor Spenden benötigt. Daher freute sich der ASB-Vorstandsvorsitzende Uwe Grünhagen über die großzügige Finanzspritze der Spielbank. Das Geld soll der sogenannten ASB-Akademie zugutekommen. Hier werden ehrenamtliche Mitarbeiter der Organisation fortgebildet. Insbesondere geht es um Schulungen im Bereich der Sanitäts- und Rettungsdienste. Grünhagen erklärte:

“Die ASB-Akademie ist ein wichtiges Projekt, um unsere Ehrenamtlichen wie auch unsere Mitarbeiter fortbilden zu können. Mit dem Geld der Spielbank haben wir die Küche in unseren Akademieräumen in der Seestraße eingerichtet, um unsere Kursteilnehmer während der Fortbildungen zu versorgen. Die großzügige Spende der Spielbank Berlin trägt dazu bei, dass wir unsere wichtige Arbeit auch in Zukunft auf hohem Niveau fortsetzen können.”

Dass das Geld an dieser Stelle sinnvoll investiert wird, zeigt sich anhand der Beschäftigungszahlen: Insgesamt beschäftigt der ASB über 40.000 hauptamtliche und mehr als 20.000 ehrenamtliche und freiwillige Mitarbeiter. Letztere unterstützen den ASB auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene und tragen somit maßgeblich zum Erfolg der Organisation bei. Auf der anderen Seite präsentiert sich die Spielbank Berlin hiermit erneut als wichtiger Kulturförderer der deutschen Bundeshauptstadt.

Spendenmarathon 2019

Dass sich das 1975 eröffnete Etablissement am Potsdamer Platz regelmäßig als wichtiger Förderpartner Berlins präsentiert, ist kein Geheimnis. Seit vielen Jahren werden kulturelle, soziale und sportliche Initiativen unterstützt. Zu diesem Zweck steht in der Spielbank eigens ein „Fördertopf“ für seine Beiratsmitglieder bereit. Erst im vergangenen Oktober sorgte in diesem Zusammenhang eine 10.000 Euro schwere Spendenaktion für Schlagzeilen.

Schecks im Wert von jeweils 5.000 Euro gingen an das Jobnetzwerk Geflüchtete Türöffner e. V. und die Kulturplattform Panda e. V. Das Jobnetzwerk Türöffner wurde im April 2016 als gemeinnütziger Verein gegründet. Zurzeit zählt die Initiative 115 Unternehmen aus Sport, Kultur, Kirche und Wirtschaft zu seinen Mitgliedern. Der gemeinnützige Verein Panda e. V. hat sich in den letzten zehn Jahren zu einem festen Bestandteil der Berliner Kulturlandschaft entwickelt. Die Aktion wurde Hand in Hand mit Gregor Gysi initiiert. Der Linken-Politiker fungiert, wie auch Kauermann, als Beiratsmitglied. Der 71-jährige kommentierte:

“Meine Wahl ist auf die gemeinnützigen Projekte Türöffner e.V. und Panda e.V. gefallen, weil beide Vereine einen großen Beitrag für ein wichtiges Miteinander in Berlin leisten. Türöffner e.V. vermittelt Geflüchtete in den Arbeitsmarkt und legt somit die Grundlagen für eine gelungene Integration. Die Kulturplattform Panda gehört zu den besonderen kulturellen Institutionen, die so charakteristisch für Berlin sind, und traut sich auch ‚heiße Eisen‘ anzufassen. Ein wichtiger Beitrag für die kulturelle Vielfalt unserer Stadt.”

Ein weiteres prominentes Spielbank-Mitglied aus der Politik ist der ehemalige Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Auf dessen Zuruf flossen im letzten Mai 5.000 Euro an die Berliner Anti-Gewalt-Initiative MANEO, womit ein Zeichen gegen homophobe Gewalt gesetzt wurde. Wowereit selbst hatte sich 2001 auf einem Sonderparteitag der SPD als homosexuell geoutet.

Auf sportlicher Ebene hatte sich die Spielbank Anfang September erneut als Sponsor der ISTAF 2019 präsentiert: Das Berliner Leichtathletikevent zählt zu den größten seiner Art und gilt für internationale Athleten als Generalprobe für die Leichtathletik-WM. Auch in diesem Jahr waren über 50.000 Menschen im Berliner Olympiastadion zu Gast. Auch 2020 dürfen weitere interessante Förderaktionen vonseiten der Spielbank erwartet werden.

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Ein Blick auf Berlin bei Nacht.

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