Spielbank Berlin bald am Kudamm

Die bundesweit bekannte Spielbank Berlin macht durch einen neuen Standort direkt am Kurfürstendamm von sich reden. Das Etablissement soll am 01. Mai eröffnen, der bisherige Standort am Los-Angeles-Platz wird dafür aufgegeben. Durch die Gefahren des Coronavirus wird die neue Spielbank jedoch vorerst nur unter strengen Hygiene- und Schutzmaßnahmen eröffnet. Was sagt Chef Gerhard Wilhelm zur aktuellen Situation?

Der Kurfürstendamm in Berlin bei Nacht.

Optimaler Standort: Der Kudamm gilt als eine der belebtesten Einkaufsstraßen in Berlin. ©LeonSeibert/Pixabay

Casinofläche von 1.000 Quadratmetern

Die renommierte Spielbank Berlin verfügt in der deutschen Hauptstadt über vier Standorte: Der Hauptsitz befindet sich am Potsdamer Platz, weitere Spielstätten liegen am Altstädter Ring, am Fernsehturm und am Los-Angeles-Platz. Nach 37 Jahren wird letztere Standort nun zugunsten eines weitaus exquisiteren Standorts aufgegeben: Ein neues Etablissement öffnet ab Mai gleich am Kurfürstendamm/Ecke Uhlandstraße – einer der belebtesten sozialen Knotenpunkte Berlins.

Die neue Spielstätte liegt gerade mal 800 Meter vom alten Standort entfernt im Landmark-Gebäude an dem weltbekannten Boulevard. Die neue Spielbank wird eine Casinofläche von etwa 1.000 Quadratmetern haben. Klassische Casinospiele befinden sich an sechs Tischen im Obergeschoss, darunter zwei Roulette-Tische und jeweils zwei Baccara- und zwei Blackjack-Tische. Darüber hinaus werden 40 Roulette-Terminals geboten.

Im Erdgeschoss werden sich hingegen 100 Spielautomaten sowie ein umfangreiches gastronomisches Angebot befinden. Letzteres soll das Besuchererlebnis abrunden. Laut Spielbank-Chef Gerhard Wilhelm gehören die Spielbank Berlin und der Kurfürstendamm zusammen. Das neue Casino befinde sich in bester Lage und Nachbarschaft – es handle sich um eine elegante Umgebung, womit man ein großstädtisches Spielerlebnis der Extraklasse bieten könne.

Die Spielbank Berlin wurde 1975 gegründet, der Spielbetrieb begann damals im Europa-Center. Nachdem die Berliner Mauer gefallen war, nutzen die Betreiber die Chance für eine Modernisierung und Expansion. 1998 bezog die Spielbank Berlin die Räumlichkeiten am Potsdamer Platz. Das Unternehmen ist aber nicht nur als Glücksspielanbieter, sondern auch als großzügiger Förderer für Sport, Kultur und Soziales bekannt. Vor der Coronakrise kam es wöchentlich zu wohltätigen Aktionen, zum Beispiel in Bezug auf lokale Sportvereine, den Kampf gegen HIV oder den Arbeiter-Samarita-Bund (ASB). Pro Jahr zählt die Spielbank rund 600.000 Gäste.

Optimaler Standort: Kurfürstendamm

Zweifelsohne gehört der Kurfürstendamm zu den Lebensadern Berlins und zu den berühmtesten Straßen der Welt. Von gastronomischen Angeboten und Handel geprägt, ist er außerdem ein Dreh- und Angelpunkt für den internationalen Tourismus. Jährlich wird der redensartliche Kudamm von Millionen Menschen besucht, die sich nicht nur an den zahlreichen Geschäften und Restaurants, sondern auch an etlichen kulturellen und architektonischen Bauwerken erfreuen.

Trotz Coronakrise habe man, so Spielbank-Chef Wilhelm, den Umbau und die Renovierungsmaßnahmen der neuen Filiale in Rekordzeit beendet. Allen die an den Bauarbeiten beteiligt waren, gelte daher der größte Dank. Es sei beeindruckend, wie schnell und zielorientiert, trotz vieler Einschränkungen gearbeitet wurde. Auch der Vermieter, die Glien Invest GmbH, soll die Spielbank Berlin hervorragend bei ihrem Vorhaben unterstützt haben.

Wegen Corona: Spielbetrieb eingeschränkt

Am 01. Mai soll das neue Etablissement die Pforten öffnen, dies allerdings nur unter strengen Schutzvorkehrungen gegen Covid-19-Infektionen. Laut Wilhelm hätten die bisherigen Maßnahmen und Lockdowns die Spielbank hart getroffen. Seit Juni 2020 gelte bereits ein entsprechendes Hygiene- und Sicherheitskonzept. Dazu zählen Mindestabstände, Schutzmasken und begrenzte Besucherzahlen. Die Krise könne man nur gemeinsam überstehen, so Wilhelm.

Ein normaler Spielbetrieb sei derzeitig leider noch nicht möglich. Allerdings habe man die 550 Mitarbeiter des Unternehmens umfassend geschult und in die Situation eingearbeitet. Zu diesem Zweck wurde sogar ein Betriebsarzt eingesetzt. Man sei sich sicher, dass man bei einem rückläufigen Infektionsgeschehen mit einer sukzessiven Rückkehr zum Normalbetrieb rechnen könne. Weiterhin habe der Schutz der Mitarbeiter und Gäste aber die oberste Priorität.

Seit 45 Jahren fest in Berlin verwurzelt

Mitten in der Coronakrise hatte die Spielbank Berlin im letzten Oktober ihren 45. Geburtstag gefeiert. Eine große Feier war wegen der Pandemie zwar nicht möglich, dennoch brachte das Unternehmen seine tiefe Verbundenheit mit der Hauptstadt zum Ausdruck. Berlin und die Spielbank seien in den Jahren fest zusammengewachsen. Stets habe dabei der Hauptstadtsport eine große Rolle gespielt. 1975 war es schon die Sportlegende Gustav Jaenecke, der das Unternehmen gründete.

Seither sei die Spielbank Berlin mit dem Sport Berlins verbunden – man unterstütze unter anderem das Internationale Stadionfest ISTAF, die Füchse Berlin, die BR Volleys, ALBA Berlin, die Eisbären, Hertha BSC, den 1. FC Union Berlin, sowie Dutzende Vereine des Breitensports. Dazu kämen etliche kulturelle Veranstaltungen und Institutionen, zum Beispiel das Classic Open Air, der Deutsche Filmpreis, die Pyronale oder der Bundespresseball.

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