Spielbank Berlin: 2.000 für Integration

Zur Förderung der Integration hat die Spielbank Berlin einen Scheck über 2.000 Euro an den Berliner Fußballverein Al-Dersimspor überreicht. Initiiert wurde die Aktion von dem Grünen-Politiker Özcan Mutlu (51), der auch als Beiratsmitglied der Spielbank fungiert. Das Etablissement am Potsdamer Platz ist innerhalb der letzten Monate durch eine Vielzahl vergleichbarer Aktionen aufgefallen. Hier ein Überblick.

Ein Torwart im Anflug.

Der Verein Al-Dersimspor leistet seit Jahrzehnten wichtige Integrationsarbeit in der Hauptstadt. ©skeeze /Pixabay

Gelebte Integration im Fußballverein

Die Spielbank Berlin macht zurzeit durch die Förderung von Integrationsarbeit auf sich aufmerksam. Auf Anleitung des Beiratsmitglieds Özcan Mutlu, Politiker beim Bündnis 90/Die Grünen und ehemaliger Bundestagsabgeordneter, wurden 2.000 Euro an den türkischen Fußballverein Al-Dersimspor Berlin gespendet. Der selbst türkischstämmige Politiker verwies im Rahmen der feierlichen Scheckübergabe auf die Bedeutsamkeit von Vereinen für die erfolgreiche Integration. Diese leisten einen wichtigen Beitrag für ein friedvolles Miteinander, im Zitat hieß es:

“Al-Dersimspor ist eine großartige Erfolgsgeschichte und zeigt neben dem sportlichen Erfolg, wie bereichernd gesellschaftliche Vielfalt ist. Für unsere türkischstämmigen Mitbürger ist der Verein damit nicht nur eine feste Anlaufstation, um Integration zu leben, sondern auch ein großartiges Aushängeschild für den Hauptstadtsport.”

Kampf gegen Rassismus

Daran anknüpfend äußerte sich auch der Spielbank-Chef Gerhard Wilhelm zum neuen Förderprojekt. Der Geschäftsführer verwies an dieser Stelle insbesondere auf den bedeutsamen Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung. Außerdem lobte er Mutlu im Namen der Spielbank als Beiratsmitglied. Im Wortlaut hieß es:

“Al-Dersimspor Berlin zeigt, wie wichtig der Kampf gegen Ausgrenzung und Diskriminierung ist, und dass er erfolgreich sein kann. Der Verein steht für gelebte Integration und ist ein Magnet für Menschen mit ganz verschiedenen kulturellen Hintergründen. Damit setzt er ein Zeichen für Vielfalt und ein harmonisches Miteinander. Wir freuen uns sehr, dass die Wahl unseres Beiratsmitglieds Özcan Mutlu auf diesen Verein gefallen ist und wünschen auch für die Zukunft viel Erfolg.”

Verein mit Tradition

Der türkische Name des Vereins lässt gegebenenfalls auch auf einen türkischen Verein schließne, doch Al-Dersimspor sieht sich selbst als weltoffener Verein mit türkischer Geschichte. Ursprünglich entstand Al-Dersimspor aus dem Zusammenschluss zweier erfolgreicher Berliner Fußballvereine: BSV Al-Spor Berlin und FC Dersimspor e. V. Beide Vereine wurden 1993 gegründet und haben sich seitjeher für die sportliche wie soziale Integration von Menschen mit Migrationshintergrund stark gemacht.

Der Verein ist in Kreuzberg stationiert und gilt dort als Aushängeschild für gelungene Integrationsarbeit. Außerdem gilt er traditionell als positive Identifikationsfläche für die türkische Gemeinschaft Berlins. Dies besonders aufgrund seiner umfassenden Jugendarbeit.

Verbindung durch Sport

Laut eigenen Angaben ist der Verein Al-Spor mit sieben Jugendmannschaften gestartet und hat sich infolge der Fusion mit Dersimspor kontinuierlich ausgedehnt. Statistisch gesehen liegt der Jugendanteil des Vereins bei über 50 Prozent, der Verein bemüht sich den Anteil weiter zu vergrößern. Parallel zur Quantität wird jedoch auch die Qualität großgeschrieben. Der Verein ist für seine ausgebildeten Fachkräfte bekannt.

In diesem Sinne kann davon ausgegangen werden, dass die 2.000 Euro die Expansion des Vereins weitervorantreiben werden. Dass hiermit ein wertvoller Beitrag zum Wohl der Allgemeinheit geleistet wird, steht außer Frage. Erfreut präsentierte sich daher auch der Vereinspräsident Harris Sahin, der sich für die Fördermittel der Spielbank bedankte. Sahin erklärte:

“Al-Dersimspor kann auf eine lange und erfolgreiche Geschichte in der Hauptstadt zurückblicken. Besonders stolz sind wir auf die Tatsache, dass es gelungen ist, Menschen über Sport miteinander zu verbinden und so eine gemeinschaftliche Freude am Fußball zu schaffen. Wir danken Özcan Mutlu und der Spielbank Berlin für die großzügige Unterstützung.”

Spielbank als Kultur- und Sportförderer

Seit ihrer Gründung 1975 hat sich die Spielbank Berlin immer wieder als Kultur- und Sportförderer der deutschen Hauptstadt präsentiert. Allein in den letzten Monaten wurde eine Vielzahl an vergleichbaren Aktionen bekannt. Özcan Mutlu ist dabei nicht der einzige Politiker, der als Beiratsmitglied der Spielbank fungiert. Neben dem ehemaligen Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) ist unter anderem auch Gregor Gysi (Die Linke) für die Spielbank im Einsatz.

Letzterer überreichte im Oktober zwei Schecks im Wert von jeweils 5.000 Euro an das Jobnetzwerk Geflüchtete Türöffner e. V. im Stadtteil Treptow-Köpenick sowie an die im Prenzlauer Berg stationierten Kulturinitiative Panda e. V.

Darüber hinaus ist die Spielbank Berlin seit Jahren als ein Hauptsponsor der Berliner ISTAF (Internationales Stadionfest Berlin) aktiv. Die Veranstaltung zählt zu den ältesten Leichtathletikevents der Welt. Bei der diesjährigen 78. Ausgabe des Stadionfests am 01. September waren neben Spielbank-Chef Gerhard Wilhelm unter anderem auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und Außenminister Heiko Maas sowie der Schauspieler Ulrich Matthes zugegen.

Wie die Spielbank betont, habe die Unterstützung des Events eine lange Tradition und genieße daher einen „hohen Stellenwert“ für das Unternehmen. Auch in Zukunft können daher weitere Förderprojekte der Spielbank erwartet werden.

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Ein Fußball auf dem Fußballfeld.

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