Ok für Eldorado und Caesars Fusion

In den USA nimmt die Fusion der Eldorado Resorts und Caesars Entertainment immer konkretere Züge an. Nun gaben die Behörden ihre Zustimmung. Konkret handelt es sich bei der zuständigen Behörde um das Nevada Gaming Control Board, die Glücksspielaufsicht des US-Bundesstaat Nevada. Diese hat in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass es aus ihrer Sicht keine Einwände gegen die Fusion von Eldorado und Caesars Entertainment geben würde. Damit steht dem rund 17,3 Milliarden US-Dollar schwerem Deal nichts mehr im Wege.

Der Strip von Las Vegas bei Nacht.

Kommt die Fusion zustande, wäre der neue Konzern nicht nur in Nevada, sondern in insgesamt 16 Bundesstaaten aktiv. ©zzim780/Pixabay

Eldorado: Caesars-Übernahme für fast 18 Milliarden US-Dollar

In den USA bahnt sich wieder einmal eine Mega-Fusion auf dem Glücksspielmarkt an. Schon seit geraumer Zeit ist bekannt, dass die Eldorado Resorts an der Übernahme von Caesars Entertainment interessiert sind. Die Pläne hierhin gehend wurden in den letzten Monaten immer konkreter und nehmen gerade in diesen Tagen wieder Fahrt auf. Der Grund hierfür ist die Zustimmung des Nevada Gaming Control Board. Hierbei handelt es sich um die zuständige Glücksspielbehörde in Nevada. Ohne deren Zustimmung hätte das Geschäft nicht abgewickelt werden können.

Bereits seit einiger Zeit ist bekannt, dass sich Eldorado die Übernahme von Caesars rund 17,3 Milliarden US-Dollar kosten lassen würde. Dafür könnte man sich nach der Übernahme als größtes Glücksspielunternehmen in den Vereinigten Staaten bezeichnen. Unter dem Namen “Caesars Entertainment Inc.” sollen dann an 60 Standorten in 16 US-Bundesstaaten Glücksspielangebote betrieben werden. Allein am Strip in Las Vegas würden acht Immobilien in die Hand von Eldorad übergehen: Das Caesars Palace, das Linq Resort, Planet Hollywood, Haarahs Las Vegas, Ballys Las Vegas, Cromwell, Paris Las Vegas und Flamingo Las Vegas.

Fast alle Hürden für den Deal genommen

Dass die Glücksspielbehörde in Nevada keine Probleme bei der Übernahme sieht, ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Fusion. Bereits Ende Juni hatte die Federal Trade Commission, die US-amerikanische Bundeshandelskommission, ihre Zustimmung gegeben. Nun ausstehend sind lediglich noch die Bestätigungen der Bundesstaaten New Jersey und Indiana. Gibt es auch hier grünes Licht, dürfen die Eldorado Resorts Caesars-Aktien zu einem Preis von 12,75 US-Dollar pro Aktie erwerben. Anschließend soll das neue Unternehmen mit dem Namen Caesars an der NASDAQ gehandelt werden.

Gelingt die Übernahme, so soll die Gruppe jährlich Kosten in Höhe von rund 500 Millionen Euro einsparen können. Das Ziel sei es so, die wirtschaftliche Gesamtleistung der Standorte in den gesamten USA zu optimieren. Zuständig hierfür ist in erster Linie Tom Reeg, der aktuell als CEO bei Eldorado aktiv ist. Reeg wird künftig auch die Leitung im kombinierten Unternehmen übernehmen.

Reeg teilte mit, dass man die Abläufe optimieren wolle, eine verantwortungsvolle Kapitalstruktur aufbauen werde und so den Wert für alle Aktionäre steigern. Allerdings wird das laut des CEOs nicht ohne Entlassungen funktionieren. Rund 1.000 Mitarbeiter werden demnach ihren Job verlieren. Als Grund hierfür gilt neben der Fusion auch die Corona-Krise, durch welche Eldorado im März gigantische Schulen von rund drei Milliarden US-Dollar angesammelt hat.

Erste Amtshandlung Verkauf?

Die derzeit angespannte finanzielle Situation dürfte sich bei den Eldorado Resorts in den kommenden Monaten noch ausweiten. Allein die Fusion wird ein großes Loch in die Kassen reißen, insgesamt wird die Verschuldung nach Abschluss bei rund 20 Milliarden US-Dollar liegen. Die Zinsen und Raten hierfür müssen also getilgt werden, ebenso werden die Kosten aus einem Leasingvertrag fällig, der mit der Fusion in Verbindung steht. Hier muss Eldorado insgesamt noch einmal rund zwölf Milliarden US-Dollar auf den Tisch legen. Um die Belastungen zumindest etwas eingrenzen zu können, wollen beide Unternehmen aber offenbar Casinos in Indiana verkaufen. Darüber hinaus soll ein Resort am Strip in Las Vegas veräußert werden. Ein Teil der Schulden wird so gedeckt werden können, dennoch ist Eldorado in der kommenden Zeit auf eine schnelle Erholung der Branche angewiesen.

Ob die wirklich eintreten wird, darf zumindest in naher Zukunft angezweifelt werden. In Las Vegas wurden die Casinos mittlerweile wieder geöffnet, allerdings tobt in den USA noch immer die Corona-Pandemie. Kein Land ist stärker von dem Virus betroffen als die Vereinigten Staaten. Bis sich die Glücksspielbranche hier wieder auf einem Normalwert bewegt, werden also vermutlich noch mehrere Monate, wenn nicht sogar Jahre, vergehen.

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