Novomatic erhält G4-Zertifikat

Der österreichische Glücksspielriese Novomatic AG wurde mit dem G4-Zertifikat der Global Gambling Guidance Group ausgezeichnet. Das begehrte Zertifikat wird für besondere Verdienste im Bereich des Spielerschutzes vergeben. Die Prüfungskriterien gelten als streng und komplex. Was genau steckt dahinter?

Spielautomaten in einer Spielhalle. 

Novomatic begann 1980 als Händler von Spielautomaten, inzwischen zählt der Konzern über 30.000 Mitarbeiter. ©DariaSannikova/Pexels

Strenger Zertifizierungsprozess

Die in Gumpoldskirchen stationierte Unternehmensgruppe Novomatic AG ist der erste österreichische Glücksspielanbieter, der ein G4-Zertifikat für verantwortungsvolles Glücksspiel erhalten hat. Bei dem Zertifikat handelt es sich um die höchste internationale Spielerschutznorm. Überreicht wurde es von der Global Gambling Guidance Group, die sich im Rahmen eines globalen Zertifikationsprogramms für die Minimierung von Glücksspielrisiken einsetzt.

Den Zertifizierungsprozess durchlief im Vorfeld nicht nur der Mutterkonzern, sondern insgesamt auch zehn Tochterunternehmen in Österreich, Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien. Die gesamte Unternehmensgruppe hat dabei den strengen Anforderungskriterien von 100 unabhängigen Wirtschaftsprüfern standgehalten.

Zu den geprüften Standards gehörten unter anderem firmeninterne Richtlinien, Verhaltenskodizes und Mitarbeiterschulungen für Alterserkennung, Jugendschutz, Suchtprävention und Geldwäsche. Außerdem wurden die Selbstausschluss-Tools der Unternehmen bewertet, ebenso wie die Kenntnisse der Mitarbeiter in Bezug auf Glücksspielrisiken. Darüber hinaus zählten die Rubriken Kundenservice, Marketing und Bonusangebote zu den Prüfungsfeldern.

Hilfsprogramm für Mitarbeiter

Ein weiterer Fokus lag auf den Ausbildungsmöglichkeiten und der Unterstützung der Mitarbeiter. Besonders Mitarbeiter der Glücksspielbranche sind laut G4 einem höheren Risiko ausgesetzt, selbst problematische Spielweisen zu entwickeln. Zum einen seien sie Glücksspielen ständig ausgesetzt, zum anderen stehen sie regelmäßig in engem Kontakt zu problematischen Spielern. Um die Mitarbeiter an dieser Stelle zu schützen, sieht G4 die Notwendigkeit eines entsprechenden Hilfsprogramms unter dem Titel „Employee Assistance Programme” (EAP) vor.

Führungsriege bekundet „Stolz”

Die Führungsriege des weltumspannenden Konzerns präsentierte sich wie zu vermuten erfreut über die begehrte Auszeichnung. Im Rahmen einer Pressemtteilung bekundete Novomatic-CEO Harald Neumann seinen „Stolz” darüber, das Zertifikat als erstes österreichisches Glücksspielunternehmen erhalten zu haben. Die Vergabe untermauere Novomatics führende Marktposition sowie seine Ambitionen in Bezug auf verantwortungsvolle Unterhaltung. Fortführend hieß es im Zitat:

“Die Novomatic-Gruppe ist mit mehr als 30.000 Mitarbeitern einer der größten Gaming-Technologiekonzerne der Welt. Deshalb tragen wir natürlich eine besondere Verantwortung und werden den Großteil unseres Geschäfts nach dem strengsten Spielerschutzstandard weltweit zertifizieren. Dadurch wird ein konzernweit hoher Mindeststandard geschaffen und wir unterstützen somit unsere Kunden bei der gewissenhaften und sicheren Nutzung unserer Produkte und Dienstleistungen.”

Unterstützt wird Naumann an dieser Stelle von Dr. Eva Glawischnig, Leiterin der Abteilung für Verantwortung und Nachhaltigkeit bei Novomatic, diese betonte vor allem die verantwortungsbewusste Strategie des Unternehmens in punkto Kinder- und Jugendschutz. Im Wortlaut hieß es:

“Wir freuen uns, die begehrte G4-Zertifizierung erlangt zu haben, die in diesem Umfang über zahlreiche Länder und Geschäftsbereiche hinweg einzigartig in der Branche ist. Dies verdeutlicht unseren verantwortungsvollen Zugang zum Jugend- und Spielerschutz. Aber auch als Technologielieferant zeigen wir damit, wie wichtig uns das Thema verantwortungsbewusstes Spielen ist.”

Beglückwünscht wird Novomatic außerdem vonseiten der Global Gambling Guidance Group. Die leitende Revisorin Ynze Remmers hob die hohen Standards bei Novomatic hervor. Die größten internationalen Tochtergesellschaften der Gruppe seien demnach bereits „in der kurzen Zeit eines Jahres” nach den G4-Standards zertifiziert worden. Hiermit beweise Novomatic, dass „es umfassenden und wirkungsvollen Spielerschutz nicht ankündigt, sondern extern, anhand unserer strengen Kriterien, überprüfen lässt”. Dass Novomatic seine hohen Standards auch zukünftig einhält, ist an dieser Stelle zu erwarten. Dennoch wird das Prüfungsprocedere der G4 in zwei Jahren wiederholt.

Mehrere Auszeichnungen infolge

In punkto Auszeichnungen verlief das Jahr für den europäischen Glücksspielmarktführer höchsterfolgreich: Im Februar erhielt Novomatic gleich eine doppelte Auszeichnung: Erstens erhielt der Konzern das Vollzertifikat „Audit berufundfamilie”. Hierfür wurde die Vereinbarkeit von Beruf und Familie innerhalb des Unternehmens überprüft. Überreicht wurde das Dokument in der Aula der Wissenschaften in Wien von niemand geringerem als der österreichischen Bundesministerin für Familie und Jugend, Juliane Bogner-Strauß.

Darüber hinaus wurde Novomatic zum zweiten Mal infolge mit dem Titel „Casino Supplier oft the Year” bei den Global Gaming Awards in London geehrt. Die Vergabe fand im Rahmen der weltgrößten Branchenmesse ICE Totally Gaming statt. Ausschlaggebend für die Ehrung waren Novomatics Innovationen im Bereich der biometrischen Datenauswertung.

Dem Auftritt bei der ICE folgte im Juni der Gewinn des World Exhibition Stand Awards. Der Novomatic-Stand war in diesem Jahr rund 5.000 Quadratmeter groß und zählte zudem über 28.000 Besucher. Die Jury sprach folglich von einem „beeindruckenden digitalen Amphitheater”. Auch hier war es die zweite Auszeichnung infolge für das österreichische Unternehmen.

Apropos Österreich. Erst im September wurde Novomatics Sportwett-Tochter Admiral mit dem „Great Place to Work”-Zertifikat versehen. Im Rahmen eines Audits wurde die Attraktivität des Unternehmens anhand von Mitarbeiterbefragungen bewertet. Dass Novomatic angesichts seiner diesjährigen Erfolgsbilanz ein Aushängeschild der weltweit florierenden Glücksspielbranche darstellt, steht außer Frage. Ob der Konzern auch im nächsten Jahr an seine hohe Erfolgsquote anknüpfen kann, bleibt vorerst abzuwarten.

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