NBA-Deals: The Stars Group, Supermatch und FDJ

Der kanadische PokerStars-Inhaber The Stars Group und der uruguayische Nationallotterie-Betreiber Supermatch haben Sportwett-Deals mit der US-amerikanischen Basketballliga NBA (National Basketball Association) abgeschlossen. Seit November besteht außerdem eine Kooperation zwischen der NBA und dem französischen Staatsbetreiber FDJ.

Der uruguayische Basketballspieler Esteban Batista.

Esteban Batista spielte als einziger Uruguayer in der NBA. Nun expandiert die Basketballliga nach Uruguay.

Als offizieller Wett-Partner der mit Abstand größten Basketballliga der Welt, NBA, erhält der börsennotierte Milliardenkonzern The Stars Group – dem neben PokerStars unter anderem auch Full Tilt-Poker und Sky Bet gehört – ab sofort alle Rechte, die offiziellen Wettdaten der Liga sowie sämtliche Markenzeichen und Logos über die eigene BetStars-Plattform zu vermarkten. Im Umkehrschluss werden die Stars-Marken der in Toronto ansässigen Unternehmensgruppe, inklusive PokerStars, über die offizielle Website sowie über sämtliche digitale Assets – sprich, Apps und Social-Media-Kanäle der NBA beworben. Ebenso wird The Stars Group Marketing auf dem Liga-eigenen TV-Channel NBA betreiben.

Zum Verständnis: Seit der PASPA-Aufhebung im vergangenen Mai ist der NBA-Deal für The Stars Group der erste Deal mit einer US-amerikanischen Profisportliga überhaupt. Scott Kaufman-Ross, NBA-Head im Bereich Gaming, kommentiert die millionenschwere Partnerschaft in diesem Sinne wie folgt:

„The Stars Group ist ein weltweit führender Online-Gaming-Leader. Wir freuen uns daher sehr, als erste US-Sportliga mit dem Unternehmen zusammenzuarbeiten. Die dynamische Partnerschaft wird uns eine Möglichkeit bieten, authentisches Fan-Engagement durch NBA-Wettdaten zu schaffen. Die Stars werden ihr gesamtes globales Know-how nutzen, um ein einmaliges Fan-Erlebnis zu sichern.“Scott Kaufman-Ross, Head of Gaming der NBA

Die Strategie der neuen Handelspartner ist jedoch nicht nur verkaufsorientierter Natur: Um die Integrität der NBA, ihrer Spieler und des Basketballsports zu schützen, wollen beide Seiten zukünftig auch in den Bereichen Spielschutz und sozialer Verantwortung zusammenarbeiten und Maßnahmen für verantwortungsvolles Spielen umsetzen.

Laut Fachpresse werde sich die Partnerschaft zunächst auf den Markt New Jersey konzentrieren, wo The Stars Group bereits seine Wettmarke BetStars eingeführt hat – infolge des Deals plane man langfristig von New Jersey aus „nach Maßgabe der Vorschriften anderer Bundesstaaten“ zu expandieren. Pläne für einen „Roll-out“ in den Nachbarstaat Pennsylvania seien schon in Bewegung – dort ist The Stars Group bereits als Partner des Mount Airy Casino Resorts aktiv und verfügt außerdem über ein Marktzugangsabkommen mit Eldorado Resorts. Letzteres könnte sich laut eigenen Angaben dauerhaft auf bis zu elf weitere US-Staaten ausdehnen.

Expansion in Südamerika

Mit dem Stars-Deal gibt die NBA die zweite Glücksspielpartnerschaft binnen weniger Tage bekannt – erst Anfang der Woche hat die Liga den uruguayischen Sportwettanbieter und Nationallotterieverwalter Supermatch zu seinem ersten lateinamerikanischen Partner erklärt. Durch den Deal soll vor allem die „Präsenz auf dem Markt Südamerika“ gestärkt werden, so der dortige NBA-Sprecher Arnon de Mello, der darüber hinaus auf die Monopolstellung des uruguayischen Anbieters in punkto Sportwetten verweist.

„Supermatch ist der ausschließliche autorisierte Betreiber in Uruguay. Unsere neue Partnerschaft wird unseren leidenschaftlichen Fans mehr Möglichkeiten bieten, die Verbindung von Sportwetten mit unserem Spiel zu genießen.“ Arnon de Mello, Pressesprecher der NBA

Infolge der Partnerschaft werden NBA-Sportwett-Produkte zukünftig in mehr als 6.000 Supermatch-Wettbüros in ganz Uruguay vertrieben. Darüber hinaus ermöglicht das Abkommen Supermatch – ebenso wie auch The Stars Group – die Verwendung aller offiziellen NBA-Daten und des gesamten Brandings. Auch hier planen beide Parteien Initiativen sowohl zum Schutz der Integrität der NBA als auch zum Spielerschutz umzusetzen. Roberto Palermo, Präsident von La Banca, der nationalen Lotterie von Uruguay, fügte hinzu:

„Durch diese neue Partnerschaft werden sich unsere Kunden nicht nur an unseren neuen Glücksspielangeboten erfreuen können, sie werden auch der Action auf dem Spielfeld noch näher kommen und die Chance haben, NBA-Preise zu gewinnen und einzigartige NBA-Erfahrungen zu machen“ Der Deal wird am Markt unter dem Strich als eher ungewöhnlicher Schritt der NBA wahrgenommen – was daran liegen könnte, dass die Basketballliga historisch betrachtet in keiner engen Verbindung mit dem rund 3,3 Mio. Einwohner zählenden Land steht. Der einzige Uruguayer der je in der NBA gespielt hat ist Esteban Batista, von 2005 bis 2007, war er über zwei Saisons bei den Atlanta Hawks aktiv.

Deal mit FDJ schon im November

Abseits der USA gab die NBA bereits Anfang November einen Deal mit dem französischen Anbieter La Française des Jeux bekannt – der erste Sportwett-Deal zwischen der NBA und einem europäischen Betreiber seit der PASPA-Aufhebung. Das Unternehmen wird fortan sämtliche Spieldaten über seine Marke ParionsSport vermarkten. Insgesamt betreibt FDJ in Frankreich ganze 27.000 Wettbüros und bietet außerdem ein umfangreiches Online-Angebot. Angesichts des Abkommens meldete sich zuletzt Vandana Balachandar, Vizepräsidentin von NBA-Europe, zu Wort – auch hier ist das Kredo klar:

„Wir freuen uns auf eine Partnerschaft mit Française des Jeux, dem Marktführer für Sportwetten in Frankreich. Die Zusammenarbeit wird für ein bestmögliches Spiel- und Unterhaltungserlebnis sorgen und zur Wahrung der Integrität unserer Spiele beitragen. Basketball ist eine der beliebtesten Sportarten der Welt“ Womit sie wohl Recht hat. Die Teams der NBA sind globale Marken – allein 2017 setzten zum Beispiel die L.A. Lakers über 371 Mio. US-Dollar um – bei den New York Knicks waren es gar rund 426 Mio. US-Dollar. Dass sich die Umsatzzahlen des milliardenschweren US-Sportwett-Markts enorm steigern werden, ist klar. Inwieweit genau, bleibt jedoch vorerst abzuwarten.

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