Michael Jordan unterstützt DraftKings

Die NBA-Legende Michael Jordan (57) beteiligt sich offiziell am Bostoner DFS (Daily Fantasy Sports)- und Sportwettanbieter DraftKings. Künftig wird der frühere Chicago Bulls-Star auch als Sonderberater des Vorstandes fungieren. Schon seit 2015 ist Jordan im Bereich Sportwetten engagiert, er investierte damals in das Schweizer Sportdatenunternehmen Sportradar, das seit 2017 ebenfalls offizieller NBA-Partner ist.

Ein gefülltes NBA-Stadion kurz vor einem Spiel.

Michael Jordan ist eine absolute Ikone der NBA, er gilt als bester Spieler aller Zeiten. ©JCGellidon/Unsplash

Jordan von unschätzbarem Wert

Der frühere US-Basketballstar und heutige Unternehmer Michael Jordan hat eine Beteiligung an dem Unternehmen DraftKings erwirkt, das seit neuestem auch als Partner der PGA fungiert. Der Wert von Jordans Investition in den Wettbetreiber wurde bisher nicht veröffentlicht. Klar ist, dass Jordan künftig eine Position als Sonderberater des Vorstandes bei wichtigen Geschäftsinitiativen einnehmen wird.

In seiner neuen Rolle wird Jordan sich mit Themen wie Unternehmensstrategie, Produktentwicklung, Diversität und Eigenkapital befassen. Ebenso stehen die Themen Sportpartnerschaften und Marketing im Fokus. Dem Management wird Jordan diesbezüglich beratend zur Seite stehen. Der sechsmalige NBA-Spieler des Jahres bringt an dieser Stelle die nötige Erfahrung mit, denn er ist bereits Vorsitzender und Mehrheitseigentümer des NBA-Klubs Charlotte Hornets.

In diesem Sinne begrüßte Jason Robins, Mitbegründer und Geschäftsführer von DraftKings, die Kooperation mit dem Megastar. Jordan gehöre zu den wichtigsten Persönlichkeiten in Sport und Kultur, er habe den modernen Sport und alle damit verbundenen Unternehmen nachhaltig geprägt und für immer neu definiert. Der strategische Rat und Geschäftssinn, den Jordan in DraftKings einbringt, sei von unschätzbarem Wert, so der CEO.

DraftKings-Aktien gestiegen

Die Meldung sorgte unlängst auch für Reaktionen an der New Yorker NASDAQ-Börse. Infolge der Ankündigung stieg der Wert der DraftKings-Aktien sprunghaft an und kletterte von einem Eröffnungskurs von 37,05 US-Dollar auf 43,37 US-Dollar. Am Ende des Tages (Stand: 02.09.) war der Kurs um insgesamt 12,4 Prozent gestiegen. Der Erfolg ist jedoch nicht nur dem Beitritt Michael Jordans geschuldet.

DraftKings konnte binnen letzter Monate weitläufig expandieren und verzeichnet wachsende Umsätze im ersten Halbjahr 2020. Im vergangenen Monat meldete das Unternehmen einen Umsatzanstieg von ganzen 27,1 Prozent im Jahresvergleich, obwohl sich der Nettoverlust in den sechs Monaten bis zum 30. Juni auf 230,1 Mio. US-Dollar ausweitete.

Die Einnahmen beliefen sich dabei auf insgesamt 159,5 Mio. US-Dollar, wovon 139,1 Mio. US-Dollar durch Online-Glücksspiele, Sportwetten, Online Casinos und DFS-Angebote erwirtschaftet wurden. Unter dem Strich verzeichnete DraftKings einen Einnahmeanstieg von 14,6 Prozent im Vorjahresvergleich.

Jordan schon länger auf dem Wettmarkt

Seit der Aufhebung des US-weiten Sportwettverbots im Mai 2018 ist der schätzungsweise milliardenschwere US-Markt immer weiter gewachsen. Die Legalisierung obliegt seitdem den einzelnen Ländern, mehr als 18 Staaten haben Sportwetten inzwischen reguliert. Ziel der Reform war es, die Wirtschaft zu unterstützen und Arbeitsplätze zu generieren. Michael Jordan bewies an dieser Stelle schon im Vorfeld den richtigen Riecher.

Der Basketballer ist seit längerem indirekt am US-Wettmarkt beteiligt, denn schon 2015 hatte er in den Sportdatenspezialisten Sportradar investiert. Der Deal, bei dem auch der Unternehmer und Eigentümer der Washington Wizards, Ted Leonsis, sowie der Eigentümer der Dallas Mavericks, Mark Cuban, in das Geschäft investierten, führte dazu, dass Jordan einen Sitz im Vorstand der US-Tochtergesellschaft des Schweizer Unternehmens erhielt.

Die Datenschutzexperten von Sportradar sind inzwischen am US-Markt omnipräsent. Den endgültigen Startschuss setzte ein Abkommen mit der MLB im März 2019. Inzwischen ist Sportradar Partner sämtlicher großen US-Sportliegen, inklusive der NBA, NFL, PGA, MLS und NHL. Dazu wurden etliche Deals mit privaten Wettanbietern geschlossen. In punkto Sportdaten und Datenschutz gilt Sportradar zusammen mit Genius Sports als globaler Marktführer.

Deal mit der NBA im Jahr 2017

Vorwiegend nur für den europäischen Sportwettmarkt war Sportradar bereits 2017 einen Deal mit der NBA eingegangen. Im Vordergrund stand dabei die Nutzung der Integritätsdienste von Sportradar für die Vermarktung des US-amerikanischen Basketballsports in Europa. Seitdem avancierte Sportradar zum offiziellen Lieferanten der Liga für Echtzeitstatistiken und Spieler-Tracking-Daten. Das Datenspektrum wird seitdem von etlichen Sportwettbetreibern zur Erstellung von Quoten und Angeboten genutzt.

Jordan, der beste aller Zeiten

Die Vita des heutigen Geschäftsmannes Michael Jordan liest sich beeindruckend. Der ehemalige Shooting Guard gilt offiziell als bester Basketballer aller Zeiten. Mit zwei Unterbrechungen spielte er zwischen 1984 und 2003 in der NBA, dabei verbrachte er 13 Jahre bei den legendären Chicago Bulls. Außerdem spielte er bei den Washington Wizards. Die Meisterschaft der NBA konnte er mit seinen Teams sechs Mal gewinnen.

Dazu hält Michael Jordan bis heute viele Rekorde. Mit durchschnittlich 30,1 Punkten pro Spiel erzielte unter anderem den höchsten NBA-Karriere-Punkteschnitt der Geschichte. Außerdem hält er mit 33,4 Punkten den höchsten Playoff-Karriere-Punkteschnitt. In einem einzigen Playoff-Spiel erzielte zudem 63 Punkte, was ebenfalls einen Rekord markiert. Obendrein ist Jordan der einzige NBA-Guard mit mindestens 100 Blocks und 200 Steals in einer Saison.

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