Königstransfer Lukaku – Rückkehr zu Chelsea perfekt

Was sich in den vergangenen Wochen bereits abzeichnete, wurde am vergangenen Donnerstag nun perfekt gemacht. Romelu Lukaku kehrt offiziell zum FC Chelsea zurück. Die Rückkehr ließen sich die Blues einiges kosten, denn für den zweiten Anlauf des Belgiers überwies der FC Chelsea satte 115 Millionen Euro an den italienischen Meister Inter Mailand. Der Top-Scorer steht nun vor seinem zweiten Anlauf an der Stamford Bridge, doch dieses Mal kehrt er als erfahrener Top-Stürmer nach London zurück. Ob er die Erwartungen erfüllen kann und was das unter anderem für die deutschen Team-Kollegen des Belgiers bedeutet?

Fußball Spiel.

Die Erwartungen an Romelu Lukaku sind immens groß, während Timo Werner nun seinen neuen Platz in der Mannschaft suchen muss ©Thomas Serer/Unsplash

Der Königstransfer Chelseas – zweitteuerster Spieler des Sommers

In der abgelaufenen Saison wusste der belgische Stoßstürmer mit aller Kraft zu überzeugen, weshalb er einen großen Anteil an der Meisterschaft von Inter Mailand hatte. Der Belgier erzielte in der abgelaufenen Spielzeit satte 24 Treffer und belegte im Kampf um die Torjägerkanone den 2. Platz. Lediglich der 5-fache Weltfußballer Christiano Ronaldo konnte mit 29 Treffern den Ball noch öfter im Netz unterbringen, doch letzten Endes hat es nicht für die 10. Meisterschaft in Folge für die alte Dame ausgereicht. Internazionale wollte seinen besten Spieler mit Sicherheit nicht abgeben, doch aus finanziellen Gründen waren die Italiener zum Verkauf des Belgiers gezwungen. Nun kann sich Lukaku in der Premier League mit den besten messen und seinen Beitrag zum Gewinn der Premier League leisten.

Der zweite Anlauf bei Chelsea

Die Erwartungen an den belgischen Top-Stürmer sind bereits zu Beginn immens hoch. Der Ex Inter Stürmer wechselte bereits zu Beginn seiner Karriere aus seiner Heimat Anderlecht zum FC Chelsea. Ganze 15 Mio. Euro ließen sich die Blues die Dienste des bulligen Stoßstürmers damals kosten, doch die Erwartungen konnte der junge Belgier noch nicht erfüllen. Zu groß war der internationale Druck und zu stark die Konkurrenz im Kader, weshalb es nach mehreren Leih-Stationen letzten Endes zum Verkauf des Belgiers kam. Als nun gestandener Spieler absolvierte Romelu Lukaku bei Inter Mailand seine stärkste Spielzeit und erzielte satte 24 Treffer. Auch bei der Europameisterschaft wusste der Stürmer zu überzeugen und erzielte satte 4 Treffer in 5 Partien. Für den gebürtigen Antwerper könnte nun die größte Zeit seiner Karriere anstehen. Bleibt es nun abzuwarten, ob der 2. Anlauf an der Stamford Bridge unter Thomas Tuchel besser funktioniert.

Romelu Lukaku – seine Karriere Stationen auf einen Blick

Mit frischen 18 Jahren wechselte der damals noch junge, allerdings bereits bullige Stoßstürmer von Anderlecht zum FC Chelsea. Allerdings konnte er in seiner ersten Spielzeit im Trikot der Blauen nicht überzeugen, weshalb er die Londoner kurzer Hand per Leihe nach West Brom verließ. Im Anschluss folgte erneut eine direkte Leihe zum FC Everton, welche durchaus vielversprechender verlief. Folge dessen setzten die Toffees alles daran, den Stürmer fest zu verpflichten. Letzten Endes flossen satte 35 Millionen nach London, womit die Karriere des heute 28-jährigen erst richtig begann.

Nach starken Auftritten im Dress der Toffees wechselte Lukaku für satte 85 Mio. Euro zum Liga-Rivalen Manchester United, doch richtig in Fahrt kam der bullige Belgier dort nicht. Folge dessen kam es in der Saison 19/20 zum Transfer nach Italien, welchen sich Inter Mailand satte 74 Millionen Euro kosten ließ. Letzten Endes sollte es ein gewinnbringendes Geschäft für die Nerazzurri sein, denn bekanntlich gelang den Mailändern in der vergangenen Spielzeit der Sieg des Scudettos. Zudem spielte der Belgier nun 115 Millionen in die Kassen der Italiener ein, weshalb auch ein Transfer Plus von 41 Millionen Euro erzielt werden konnte.

Der teuerste Spieler der Geschichte

Die Schlagzeilen in den vergangenen Wochen waren immens groß. Würde sich Lukaku tatsächlich den 2. Anlauf an der Stamford Bridge zutrauen oder kommt es doch zu einer komplett neuen Station. Letzten Endes flossen ganze 115 Millionen Euro nach Mailand, weshalb der Belgier nun auch zum teuersten Spieler der Fußball-Geschichte aufstieg. Mit nun zusätzlichen 115 Mio. € steigt sein Gesamt-Transfererlös auf satte 327.56 Mio. Euro an. Hierfür benötigte der Belgier 6 Transfers, um den bisherigen Spitzenkandidaten Neymar vom Thron zu stoßen. Dieser erzielte in seiner laufenden Karriere einen Gesamterlös von satten 310 Millionen Euro, benötigte hierfür allerdings nur 2 Transfers. In dieser Kategorie ist der Belgier nun Spitzenreiter und lässt selbst den 5-fachen Weltfußballer Christiano Ronaldo knapp 100 Mio. Euro hinter sich. In der nächsten Zeit wird er auch nicht von der Spitze gestoßen, da Neymar nun erstmal mit seinem Kumpel Lionel Messi in Paris auf Tore-Jagd gehen wird. Nichtsdestotrotz könnte der Gesamterlös im Laufe seiner Karriere noch deutlich ansteigen, da mit 28 Jahren Chelsea mit Sicherheit nicht die letzte Karrierestation des Belgiers ist.

115-Millionen-Mann Lukaku – was wird aus Werner und Havertz?

Die Verpflichtung des Bulligen Stoß-Stürmers gilt als ein klares Zeichen in London – mit der Position des Mittelstürmers ist der Klub von Roman Abramovich nicht zufrieden. Ex-Leipziger Timo Werner konnte in seiner Debüt-Saison nicht gegen die gestandenen Innenverteidiger der Premier League überzeugen und ließ zudem jede Menge Chancen liegen. In London scheint ihm die Kaltschnäuzigkeit zu fehlen, die ihn unter Julian Nagelsmann noch ausgemacht hatte. Was bedeutet nun der Transfer des 28-Jährigen für die verbleibenden Stürmer der Blues?

Hat Timo Werner eine Zukunft in London?

Für den gebürtigen Stuttgarter wird es in der kommenden Spielzeit mit Sicherheit nicht einfach. Wenn ein Verein 115 Millionen Euro für einen neuen Spieler in die Hand nimmt, dann wird dieser auch Spieler. Da Thomas Tuchel nicht bekannt dafür ist mit einer Doppelspitze aufzulaufen, erwartet Werner wohl wenig Spielzeit in der Mitte. Folge dessen bleibt für den pfeilschneller 25-Jährigen nur eine Position auf dem Flügel, welche bekanntermaßen nicht seine Wunschposition ist. Es wird gewiss eine schwere Spielzeit für Werner, da die Konkurrenz dort immens groß ist. Mit Sicherheit wird der deutsche Nationalstürmer zu deutlich weniger Spielminuten kommen, weshalb es eine wegweisende Saison für den Ex-Leipziger sein wird.

Was bedeutet der Transfer für die anderen Offensiv-Kräfte?

Mit Olivier Giroud wurde bereits ein Mittelstürmer an den AC Mailand verkauft. Mit Tammy Abraham und Michy Batshuayi verfügen die Blues über 2 weitere typische Mittelstürmer, welche mit Sicherheit auf der Verkaufsliste stehen. Der Engländer Tammy Abraham steht bereits bei vielen Premier League Teams hoch im Kurs, weshalb ein Transfer des Chelsea Eigengewächses wohl nicht mehr lange auf sich warten lässt. Für Batshuayi fällt die Interessenten Liste hingegen deutlich kleiner aus. Dieser kann sich zudem berechtige Chancen ausrechnen, als 3. Mittelstürmer einen Kaderplatz zu behalten. Hierfür dürfte Chelsea allerdings keinen Abnehmer finden.

Der Platz von Kai Havertz hingegen sollte nicht in Gefahr sein. In der vergangenen Spielzeit ließ Ex-Dortmunder Tuchel den Mittelfeldspieler öfters in der Sturmspitze auflaufen und das Teils mit großem Erfolg. Allerdings findet der Ex-Leverkusener im 3-4-2-1 System von Thomas Tuchel genügend Positionen, die er bekleiden kann, wie zuletzt auf den beiden Halbpositionen hinter der Spitze. Auch im Zentralen Mittelfeld fühlt sich der gebürtige Aachener wohl. Während sich für den Ex-Leverkusener nur wenig verändern wird, stehen Timo Werner und Co. große Veränderungen bevor. Es bleibt spannend zu sehen, welcher Stürmer die Stamford Bridge noch verlassen wird und welche Rolle Timo Werner in der kommenden Spielzeit einnehmen muss.

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