DraftKings spendet gegen Brustkrebs

Der US-amerikanische DFS (Daily Fantasy Sports)- und Sportwettanbieter DraftKings hat im Rahmen einer Spendenkampagne rund 119.000 US-Dollar zur Erforschung und Therapie von Brustkrebs gesammelt. Das Unternehmen knackt damit laut eigenen Aussagen die 1 Mio. US-Dollar-Grenze an Spendeneinnahmen für wohltätige Zwecke. Was steckt hinter der Aktion?

Ein Footballspiel der NFL.

Die meisten Spenden wurden im Rahmen der NFL-Wochenenden im Oktober gesammelt. (©Skeeze/Pixabay)

Kooperation mit Footballstar

Der in Boston, Massachusetts, stationierte DFS- und Wettanbieter DraftKings hat 119.000 US-Dollar im Kampf gegen Brustkrebs gesammelt. Das Geld soll zur Erforschung und Therapie der gefürchteten Erkrankung verwendet werden. Organisiert wurde die wohltätige Aktion im Rahmen der „Pink ‘em“-Kampagne über Twitter. Laut eigenen Angaben hat DraftKings somit die 1. Mio. US-Dollar-Grenze an Spendengeldern für den guten Zweck geknackt.

Für die jüngste Initiative hat DraftKings mit dem US-amerikanischen Profi-Football-Spieler Larry Darnell Fitzgerald (Arizona Cardinals, National Football League, NFL) zusammengearbeitet, was der Aktion maßgeblichen Erfolg bescherte. Die Kampagne zog sich über den gesamten Oktober und zählte zum Ende insgesamt 624.000 aktive Unterstütze, deren Gelder in den Fördertopf flossen. Im Zentrum standen dabei vor allem die Wochenenden an den regelmäßig NFL-Spiele stattfinden. Mit Blick auf die hohen Einnahmen kommentierte der DraftKings-Mitbegründer Matt Kalish im Rahmen einer Pressemitteilung:

“Mit mehr als einer halben Millionen Einträgen in unseren Pink ‘Em-Wettbewerben ist es in diesem Monat offensichtlich, dass unsere Spieler nicht nur die Bedeutung des Gebens und ihre soziale Verantwortung verstehen, sondern sich auch nach der Möglichkeit sehnen, dies auf unserer Plattform zu leben. Wir werden daher auch weiterhin nach Möglichkeiten suchen, um mit unseren Produkten einen echten Einfluss auf unsere Gesellschaft auszuüben.”

Auch der Footballprofi Fitzgerald bekundete seine Freude über den Erfolg der Kampagne und bedankte sich an dieser Stelle besonders bei den Fans. Mit der Aktion hat der Spieler seine Popularität dazu genutzt, um eine Aktion für den guten Zweck ins Rollen zu bringen. Als Profisportler und Gründer der Stiftung „First Down Fund“ habe Fitzgerald laut eigenen Aussagen eine „tragende Verantwortung“. Fortführend hieß es im Zitat:

“Wir waren begeistert, als DraftKings sich an den First Down Fund wandte, um ihn zum Teil seiner Pink ‘Em-Kampagne zu machen. Wir sind dankbar für alle Fans, die an den DFS-Wettbewerben teilnahmen und dies ermöglichen. Wir werden die gesammelten Mittel sinnvoll für die Prävention von Brustkrebs und die Unterstützung der von Brustkrebs betroffenen Menschen einsetzen.”

Weitere Initiativen in Planung

Während „Pink ‘Em“ die erste Wohltätigkeitsinitiative von DraftKings zur Brustkrebsforschung repräsentiert, nutzte das Unternehmen seine Plattform in der Vergangenheit bereits für viele gemeinnützige Aktivitäten. Unter dem Titel „Tech for Heroes“ unterstütze das Unternehmen zuletzt auch die Aus- und Weiterbildung von Kriegsveteranen. Hier ging es in erster Linie um die Vermittlung von technischem Knowhow in Bezug auf die Digitalisierung, was für das heutige Berufsleben unabdingbar ist.

Landesweit wurde rund 1 Mio. US-Dollar für die Unterstützung von Veteranen und Militärpartnern bereitgestellt. Bis heute hat Tech for Heroes mehr als 150 Veteranen durch Kurse und Schulungen in Austin, Boston, Columbus und San Francisco auf ein Leben abseits des Militärs vorbereitet.

Wie es vonseiten des Unternehmens heißt, wird DraftKings bereits in den kommenden Wochen eine neue Reihe von Initiativen zur sozialen Verantwortung vorstellen. Dies soll dazu beitragen, den gemeinnützigen Charakter des Unternehmens weiter auszubauen. Besonders in der Weihnachtszeit soll es demnach vermehrt zu wohltätigen Aktionen kommen, die mit „einzigartigen DFS- und Wettangeboten“ einhergehen. Dass die hohen Ambitionen des Anbieters Früchte tragen werden, ist aufgrund der enormen Marktreichweite des Unternehmens wahrscheinlich: Allein in den USA zählt DraftKings über 11 Millionen registrierte Spieler. Zudem fungiert das Unternehmen als Partner der größten US-Sportligen NFL, NHL, NBA und MLB.

Glücksspiel für den guten Zweck

Auch in Europa verdichtet sich der Zusammenhang zwischen Wohltätigkeit und Glücksspiel immer mehr. So kam es bereits im Verlauf der Fußball-WM 2018 zur Unterstützung der Homosexuellen-Community durch Paddy Power. Der britische Buchmacherriese förderte zu diesem Zweck eine Kampagne des Londoner Szenemagazins „Attitude“ und bestätigte, pro Tor der russischen Nationalmannschaft 10.000 Pfund zu spenden.

Paddy Power gehört außerdem zu eine Gruppe von UK-lizenzierter Unternehmen, darunter auch Bet365, SkyBet, William Hill und Ladbrokes Coral, die Anfang Juli 2019 bekanntgaben, freiwillig ihre sozialen Abgaben zu erhöhen. Bis 2023 soll die Abgabe demnach um das zehnfache (von 0,1 Prozent auf 1,0 Prozent) ansteigen.

In Deutschland hat sich indessen die Spielbank Berlin als wohltätiger Förderer herauskristallisiert. Das Etablissement am Potsdamer Platz ist innerhalb der letzten Monate immer wieder durch großzügige Spendenaktionen aufgefallen. So kam es im September zu einer Spende von 4.500 Euro im Kampf gegen HIV. Zuletzt sorgte eine Aktion im Oktober für Aufsehen, als die Spielbank Hand in Hand mit Gregor Gysi Schecks im Wert von jeweils 5.000 an das Berliner Jobnetzwerk „Geflüchtete Türöffner e. V.“ sowie an die Kulturplattform „Panda e. V.“ überreichte.

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