Caesars-CEO gibt Rücktritt bekannt

Der Präsident und Geschäftsführer des in Las Vegas ansässigen Hotel- und Casinokonzerns Caesars Entertainment, Mark Frissora, hat seinen Rücktritt zum 08. Februar 2019 bekannt gegeben. Das Unternehmen sucht bereits einen Nachfolger. Außerdem hat Caesars kürzlich seine Q3-Bilanz veröffentlicht sowie mehrere Sportwett-Deals bekannt gegeben.

„Ich war privilegiert, dieses ikonische Unternehmen zu führen und bin stolz auf alles, was unser Team erreicht hat“, so das Resümee des scheidenden Mark Frissora. Über drei Jahre lang, seit Juli 2015, war er als Präsidenten und CEO des Nasdaq-notierten Milliardenkonzerns im Einsatz. In dieser Zeit haben sich die „Margen deutlich verbessert“, betont der 62-jährige. Vor allem durch die „erfolgreiche Reorganisation“ der Caesars-Tochtergesellschaft Caesars Entertainment Operating Company, sei ein „bedeutsamer Unternehmenswert“ geschaffen worden. Mit Blick auf die Zukunft erklärt Frissora:

„Ich bin zuversichtlich, dass das Unternehmen gut aufgestellt ist, um zukünftig weiterzuwachsen und zu wachsen. Ich fühle mich verpflichtet, während des Übergangs Stabilität und Betriebsdisziplin aufrechtzuerhalten.“

In der Tat: Frissora übernahm die CEO-Position nach nur sechs Monaten bei Caesars, quasi unmittelbar nachdem das Unternehmen im Januar 2015 seine Insolvenz bekannt gab. Folglich stand er einem exorbitanten Schuldenberg von knapp 23 Mrd. USD (~ 21 Mrd. EUR) gegenüber. Caesars Verbindlichkeiten konnten innerhalb Frissoras Amtszeit um 400 Basispunkte gesenkt werden, was unter dem Strich immerhin vier Prozent geringere Belastung ausmacht.

Dazu beigetragen haben laut Jim Hunt, Vorstandsvorsitzender bei Caesars, insbesondere auch die Expansionen auf den Märkten Dubai und Mexiko, welche Frissora maßgeblich mit vorantrieb. Ferner habe Frissora Strategien implementiert, die zu einer Verbesserung des bereinigten Betriebsergebnisses – der sogenannten EBITDAR-Marge – um 900 Basispunkte auf fast 800 Mio. USD (~ 700 Mio. EUR) führte. In diesem Sinne lobt der Vorstandschef das Walten und Schalten des Ex-CEOs. Im Wortlaut heißt es:

„Unter Marks Führung hat Caesars seine Margen und seine Rentabilität deutlich verbessert und gleichzeitig die Zufriedenheit von Kunden wie auch Mitarbeitern gefördert. Wir sind dankbar für seine Führungsstärke und seine zahlreichen Beiträge. Wir blicken optimistisch in die Zukunft.“

Im Rahmen der Rücktrittserklärung hat Caesars seinen Shareholdern mitgeteilt, bereits mit der Suche eines neuen Geschäftsführers begonnen zu haben. Frissora selbst werde unterdessen noch bis zum 08. Februar als CEO und Präsident für den Glücksspielkonzern tätig sein. Über seine persönlichen Zukunftspläne ist bislang nichts bekannt.

Von 2006 bis Ende 2014 war der Geschäftsmann und bekennende Philanthrop, Mark Frissora, Vorsitzender und CEO des Autovermietungskonzerns Hertz Global. Davor war er sechs Jahre lang Vorsitzender und CEO von Tenneco, einem globalen Anbieter von Kfz-Emissionsminderungs- und Fahrsicherheitskontrollprodukten.

Robustes Q3-Ergebnis plus Sportwett-Deals

Frissora bestätigte seinen Abgang unmittelbar, nachdem Caesars seine robusten Finanzergebnisse für das dritte Quartal 2018 veröffentlicht hatte. Im Vergleich zum Q3-2017 stiegen die Nettoumsätze des Konzerns demnach um 1,99 Mrd. auf 2,19 Mrd. USD (~ 2 Mrd. EUR). Das Betriebsergebnis stieg im Vorjahresvergleich um satte 176 Prozent und kletterte damit auf 232 Mio. USD (~ 203 Mio. EUR). Erfolge an denen Frisorra maßgeblich beteiligt ist, sein Statement lautet dementsprechend:

„Wir haben im Q3 trotz eines schwierigen Betriebsumfelds in Las Vegas und Atlantic City eine gute Leistung gezeigt und sind hinsichtlich aller künftigen Chancen optimistisch. Wir machen vor allem wichtige Fortschritte im Ausbau unseres US-Sportwett-Geschäfts durch die Gründung von Partnerschaften mit professionellen Sportorganisationen.“

Frissora spielt hiermit insbesondere auf die jüngsten Deals binnen vergangener Wochen an: Erst vor wenigen Tagen wurde Caesars als erster Gründungspartner des als Vegas-Stadions bekannt gegeben, dabei handelt es sich um ein NFL-American Football-Franchise. Das Stadion ist die zukünftige Heimat der Las Vegas Raiders.

Im selben Kontext hat Caesars außerdem zwei Sportwett-Partnerschaften sowohl mit dem NFL-Team Baltimore Ravens, als auch mit dem NBA-Klub Philadelphia 76ers bekannt gegeben. Obendrauf wurde ein Deal mit der NHL-Eishockey-Mannschaft New Jersey Devils angekündigt. Die weiteren Entwicklungen des Glücksspiel-Konglomeraten bleiben demnach ebenso spannend wie abzuwarten.

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