Betrug beim Online-Gambling sinkt

Gute Nachrichten für Online-Glücksspiel-Anbieter: In einer kürzlich veröffentlichen Studie von Jumio wird der Rückgang von Betrugsfällen im Internet bestätigt. Besonders erfreulich ist diese Nachricht, weil die Glücksspielindustrie noch in vielen Ländern um ihre rechtliche und politische Akzeptanz kämpft. Oft sind es Sicherheitsbedenken, die von Gegnern der boomenden Online-Glücksspielbranche angeführt werden. Im sogenannten Jumio Report zeigt sich sogar, dass die Sicherheit beim Online-Glücksspiel höher ausfällt als in vielen anderen digitalen Bereichen.

Ein Zahlenschloss steht aufrecht auf einer Tastatur.

Vor allem das Thema Sicherheit ist im digitalen Business, auch beim Online-Glücksspiel, ein kontrovers diskutiertes Thema. ©TheDigitalWay/Pixabay

Identitätsbetrug im Internet häufiges Problem auf Online-Plattformen

Von Jumio dürften noch nicht viele Menschen etwas zuvor gehört haben. Dabei wird wohl fast jeder Mensch schon einmal indirekten Kontakt zu dem Unternehmen aus dem US-amerikanischen Kalifornien gehabt haben. Denn Jumio ist einer der weltweit größten und wichtigsten Dienstleister, wenn es um Sicherheit und Identitätsprüfungen im Internet geht.

Laut eigenen Angaben werden bei Jumio täglich 300.000 neue Identitäten überprüft und verifiziert. Insbesondere in Europa, wo es nach Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) besonders strenge Vorgaben gibt, was den Umgang mit personenbezogenen Daten angeht, boomt die Auftragslage bei Jumio. 200 Mio. Identitätsdokumente sollen auf den Servern des Unternehmens registriert sein.

Dass eine Studie zur Sicherheit auf Online-Plattformen bezüglich Identitätsbetrug angesichts solcher Zahlen durchaus repräsentativen Charakter haben dürfte, ist schlüssig. Dem kürzlich veröffentlichten Jumio Report kommt deswegen eine durchaus relevante Bedeutung zu. Denn die darin enthaltenen Ergebnisse zum Identitätsbetrug im Internet könnten sich auch auf aktuelle Diskussionen auswirken, die vor allem in vielen Ländern Europas geführt werden.

“Sowohl in Europa wie auch auf vielen anderen Kontinenten haben es Cyberkriminelle auf vielen Online-Plattformen nicht sonderlich schwer. Leider verlassen sich viele Unternehmen noch auf ältere und somit nicht mehr dem aktuell notwendigen Sicherheitsstandard entsprechende Techniken zur digitalen Identitätsprüfung. Dieser Fakt ist besonders diskutabel, da es mittlerweile digitale Sicherheitssysteme gibt, die Identitätsbetrug nahezu ausschließen. Viele stationäre Glücksspieleinrichtungen machen es ja vor und nutzen beispielsweise moderne Face-Check-Software.”

Jumio Report mit positiven Nachrichten für Online-Glücksspiel-Anbieter

In Deutschland beispielsweise ist es gerade der Aspekt Sicherheit, der einer vollständigen Liberalisierung des Glücksspielmarktes noch im Wege steht. Dies könnte zumindest aber in Teilen unberechtigt sein. Denn der Jumio Report belegt, dass die Zahl der gesamten Betrugsfälle im Internet bzw. auf Online-Plattformen im Vergleich zum Vorjahr zwar um 27,8 Prozent angestiegen sei, in Relation zum Jahr 2014 habe diese sich gar verdoppelt, dies aber eben nicht für Online-Glücksspiel-Plattformen gelte.

Hier habe es im vergangenen Jahr nämlich über 40 Prozent weniger Betrugsfälle gegeben als im Jahr zuvor. 2018 sollen 4,21 Prozent aller neuen Konten bei Online-Casinos auf Basis einer falschen oder gestohlenen Identität erstellt worden seien, wodurch vor zwei Jahren ein Höchstwert erreicht worden war. Seitdem sei aber sehr viel in Technik, IT und Sicherheit von Unternehmen der Gambling-Branche investiert worden – mit Erfolg, wie sich nun zeigt.

Angesichts des rapiden Wachstums der Online-Glücksspielbranche war dies allerdings auch zwingend notwendig, um die rechtlichen und politischen Erfolge aus jüngster Vergangenheit nicht zu gefährden. Besonders in Großbritannien scheint dies gelungen zu sein.

Kurz vor dem mittlerweile beschlossenen Brexit haben es private Online-Glücksspiel-Anbieter aus dem Vereinigten Königreich geschafft, die Zahl falscher Kontoeröffnungen auf ihren Plattformen auf lediglich ein Prozent zu senken. Dieser Wert ist deswegen so beeindruckend, da der weltweite Durchschnitt von Identitätsbetrugsfällen im Internet bei über zwei Prozent liegt, und damit doppelt so hoch ausfällt. Philipp Pointner von Jumio mahnt daher zu mehr Aufmerksamkeit und fordert mehr Investitionen in digitale Sicherheit.

“Während im Vereinigten Königreich die Betrugsfälle bei der Erstellung neuer Konten in einigen Sektoren aufgrund strengerer Vorschriften zurückgegangen sind, müssen alle Organisationen weiterhin wachsam sein und sicherstellen, dass sie über die beste Sicherheit verfügen, insbesondere in Zeiten wie dem Black Friday und dem Cyber Monday, in denen Betrugsversuche bei der Erstellung neuer Konten deutlich zunehmen.”Philipp Pointner, Chief Product Officer von Jumio

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Fingerabdruck auf Enter-Taste einer Tastatur in schwarz-weißer Optik.

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