Überblick: Poker Hall of Fame

Die Poker Hall of Fame (PHOF) feiert die Erfolge der berühmtesten und erfolgreichsten Profispieler und -spielerinnen des amerikanischen Pokers. Bisher wurden 55 Männer und 3 Frauen in die angesehene Halle der Pokerwelt aufgenommen. Bis auf zwei Ausnahmen sind diese Mitglieder ausschließlich Spieler aus dem 20. und 21. Jahrhundert.
Poker Hall of Fame
Veröffentlicht am: 14. November 2020

Poker Hall of Fame: Die Geschichte

Die Poker Hall of Fame wurde 1979 von Benny Binion gegründet, der zu dieser Zeit der Besitzer des Horseshoe Casino in Las Vegas war. Die Poker Hall of Fame war Teil seines innovativen Marketingansatzes, Poker weltweit populär zu machen. 1949 erregte Binion großes Interesse am Poker, als er zwei der bekanntesten Spieler der Zeit, Johnny Moss und Nick “The Greek” Dandolos, dazu ermutigte, sich im Turnierspiel mit hohen Einsätzen zu messen.

1970 hatte sich Binions High Stakes-Konzept zu der sogenannten World Series of Poker entwickelt. Die Poker Hall of Fame war dann eine natürliche Erweiterung der World Series of Poker (WSOP) und schuf die perfekten Bedingungen, um die Lebensleistungen der erfolgreichsten Spieler in der Welt des Turnier-Pokers hervorzuheben. Viele betrachten den Eintritt in die Poker Hall of Fame als eine der größten Auszeichnungen, die ein/eine professionelle/r Spieler oder Spielerin in den USA erreichen kann.

Poker Hall of Fame: Die Fakten

Bis 2009 gab es kein klar definiertes System für die Nominierung oder die Auswahl der Kandidaten. All dies änderte sich, als WSOP Commissioner Jeffrey Pollack Kriterien aufstellte, nach denen alle Poker Hall of Famers ausgewählt werden sollen. Das Auswahlverfahren für die Mitgliedschaft in der Poker Hall of Fame besteht nun aus folgenden Voraussetzungen:

  • Der Kandidat muss mindestens 40 Jahre alt sein
  • Der Kandidat muss gegen anerkannte Konkurrenten gespielt haben
  • Der Kandidat muss um hohe Einsätze gespielt haben
  • Der Kandidat muss auf konstant hohem Niveau gespielt und den Respekt der Gegner gewonnen haben
  • Der Kandidat muss sich über einen längeren Zeitraum bewährt haben
  • Wenn es sich nicht um einen Spieler handelt, muss der Kandidat maßgeblich zum Wachstum und Erfolg des Pokers langfristig beigetragen haben

Mit diesem Kodex hat die Poker Hall of Fame parallel mit dem immensen Erfolg des Pokers in den letzten Jahren breite Akzeptanz und Interesse in der Öffentlichkeit gefunden. Dank der Fernsehberichterstattung und des Aufstiegs der Online-Glücksspielplattformen fiebern Fans auf der ganzen Welt mit, wenn es um den jährlichen Ankündigungsprozess der Poker Hall of Fame-Nominierten geht.

Lies hier mehr über die WSOP Poker Hall of Fame.

Poker Hall of Fame: Die Mitglieder

Nun hast du alles über die Geschichte und Faktenn der Poker Hall of Fame erfahren und hast dich bestimmt gefragt, wer denn zu den Glücklichen gehört, die es zu diesem legendären Status geschafft haben. Viele professionelle Pokerspieler betrachten die späten 1990er und frühen 2000er Jahre als die goldene Ära des Pokers. Zu dieser Zeit, als auch das Internet immer weiter verbreitet wurde, erreichte professionelles Poker ein immer größer werdendes Publikum und auch die Spieler wurden weltweit bekannt.

Lass uns auf einige berühmte Poker Hall of Famers zurückblicken:

Klasse von 2014: Daniel “Kid Poker” Negreanu

Negreanu ist einer der erfolgreichsten und bekanntesten amerikanischen Pokerspieler aller Zeiten. Er wurde als einzige Person zweimal zum WSOP-Spieler des Jahres ernannt. Er gewann sowohl 2004 als auch 2013. Zusätzlich ist er auch als zweitgrößter Live-Turniersieger aller Zeiten bekannt, mit Gewinnen von über 40 Millionen US-Dollar, die er im Live-Heads-up-Matchplay gesammelt hat.

Klasse von 2015: Jennifer Harman

Harman ist berühmt dafür, die einzige Frau zu sein, die zwei Bracelets von WSOP-Events gesammelt hat. Sie schaffte es 12 Mal mit 3 Preisgeldgewinnen im WSOP-Turnierspiel bis zum Finaltisch. Sie hat bisher mehr als 2,8 Millionen US-Dollar an Live-Turnier-Poker-Gewinnen gesammelt.

Klasse von 2016: Todd “Darkhorse” Brunson

Todd und sein Vater, der Sohn des legendären Spielers Doyle Brunson, sind nach den Binions der zweite Vater und Sohn von PHOF. Todd Brunson erhielt nur ein WSOP-Armband, hatte aber mehr als 47 preisgekrönte Platzierungen.

Klasse von 2017: Phillip “Phil” Ivey Jr.

Ivey gilt als einer der erfolgreichsten Spieler aller Zeiten und ist ein erfolgreicher professioneller Poker-Champion. Er ist einer von vier Menschen, die mehr als 10 WSOP-Armbänder im Laufe ihrer Karriere gesammelt haben. Er hat unglaubliche 26,267.283 US-Dollar an WSOP-Einnahmen angehäuft.

Klasse von 2018: Mori Eskandani

Eskandani war zwar auch Pokerspieler, ist aber wahrscheinlich besser bekannt als TV-Produzent hinter wichtigen Programmen im Sport wie The WSOP, Poker After Dark und High Stakes Poker.

Klasse von 2019: Chris Moneymaker und David Oppenheimer

Bis auf einen Kandidaten waren alle Spieler aus der Klasse von 2019 schon einmal für Poker Hall of Fame nominiert. Moneymaker und Oppenheimer haben es geschafft und sind das 57. und 58. Mitglied der Poker Hall of Fame. Sie wurden von 30 Poker Hall of Famers und 21 Vertretern aus internationalen Nachrichtenmedien ausgewählt.

Chris Moneymaker ist der WSOP Gewinner 2003 und hat damals als erster Spieler Zutritt bekommen, nachdem er sich als Online Poker Spieler qualifiziert hatte. Sein Erfolg machte Online Poker und Glücksspiel Plattformen salonfähig.

David Oppenheimer ist weniger bekannt, ist jedoch einer der besten Cash Game Spieler, auch wenn er noch kein WSOP Bracelet gewonnen hat. Seit bereits 25 Jahren verdient er sein Geld beim Poker.

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